This argument is valid II

Die Mitbewohner spielen Computer und sind süß besoffen.

Mitbewohner David: „Robiiin, was machst du noch?“

Ich: „Ich wollte grad Zigaretten holen gehen.“

Mitbewohner David: „Gehst du uns ein Sixpack Bier kaufen?“

Ich: „Nee, ich wollt nur um die Ecke zur Kneipe.“

Mitbewohner David: „Aber… die Tankstelle ist doch genauso weit.“

Ich: „Das stimmt nicht, die ist viel weiter.“

Mitbewohner David: „Aber… Bier und… vielleicht Eis?“

Ich: „Boah, Leute…!“

Mitbewohner David: „Wenn… wenn du bis zur Tankstelle gehst, dann kriegste auch deine Schritte für heute voll.“
(Anmerkung: Ich zähle meine Schritte nicht.)

Ich: „Tze, nee, dafür reicht’s lange nicht!“

Mitbewohner David: „Aber, wenn das ja nicht so weit ist, dann… dann kannst du ja auch einfach hingehen und Bier kaufen.“

Ich: „…“

Mitbewohner David: „…“

Ich: „Boah, das war astrein argumentiert, du Arschloch!“

Mitbewohner David: „Hihihi.“

Ich: „Das war jetzt aber ungeplant, oder?“

Mitbewohner David: „…ja.“

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This argument is valid

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Mitbewohner sind asexuell!

Mitbewohner David und ich kommen vom Einkaufen, als ein hübsches Mädel vorbei läuft. Er starrt ihr auffällig hinterher und ich lache ihn deswegen ein bisschen aus.

Mitbewohner David: „Was ist? Ich bin ein alleinstehender Mann.“

Ich: „Jahaha.“

Mitbewohner David: „Hat sie zurück gekuckt?“

Ich: „Nee.“

Mitbewohner David: „Ach, schade.“

Ich: „Mach dir nichts draus. Wir gehen nebeneinander, ich trage das meiste Zeug – die dachte, wir sind zusammen!“

Mitbewohner David: „Ja, das hat meine Ex ja auch mal gedacht.“

Ich: „Hä?“

Mitbewohner David: „Die war eifersüchtig auf dich.“

Ich: „Eifersüchtig? Auf MICH!? Warum?“

Mitbewohner David: „Keine Ahnung!“

Ich: „Alles klar… du Arschloch.“

😀

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Too much information, oder: Die vielleicht einzig richtige Antwort auf eine sehr alte Frage

Draußen: Strahlender Sonnenschein und T-Shirt-Wetter, Drinnen: Klein-Robin, vor einem Berg Literatur für ihre Examensarbeit sitzend, völlig mit den Nerven runter.

Mitbewohner David hört sich mein Rumgeflenne an und schickt mich schließlich rigoros zu einem Spaziergang, um „den Kopf frei zu bekommen“. Ich beuge mich schicksalsergeben und ziehe mich an.

Während ich, fertig zum Ausgang, da stehe und noch das Kabel zu meinem Ipod entwirre, entfährt es mir, als Fortsetzung meines vorherigen Gejammers: „…und außerdem höre ich seit Tagen nur das Weihnachtsalbum von Bad Religion! Was ist nur los mit mir?!“

Mitbewohner David, mild lächelnd: „Hast du vielleicht deine Tage?“

Ich, ohne darüber nachzudenken: „Nein, ich bin eigentlich gerade so ziemlich in der Mitte von meinem Zyklus!“

Mitbewohner David: „…okay.“

Es folgte ein stummer, leicht irritierter Blickwechsel zwischen uns.

Dann bin ich halt spazieren gegangen.

Wenn du den Schmerz ein wenig lindern willst, freue ich mich über eine kleine Spende via Paypal in Form einer Tasse Kaffee. Nur brauche ich in diesem Fall Schnaps, aber das ist hoffentlich auch ok.

Ich hätte es besser wissen müssen!

Ich präsentiere: Das laut meinem Mitbewohner Dümmste, was ich je von mir gegeben habe, vom letzten Mittwochabend:

Ich: „Heeey, Jungs, ich hab grad schon Sachen für meine Geburtstagsparty gekauft, auch nen Kasten Bier, der steht in der Küche… äh… und ich wollt nur sagen: Es wär geil, wenn der Sonntag auch noch da wäre, ne.“

Mitbewohner Dave (kuckt verdattert, fängt dann an zu grinsen): „Nein.“

Ich: „Nein?“

Mitbewohner Dave: „Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass in diesem Haushalt ein Kasten Bier eine halbe Woche stehen bleibt! Ich versichere dir, am Sonntag steht da ein voller Kasten, eher sogar zwei oder drei, aber erwarte bitte nicht, dass es der selbe ist!“

Ich (piepsig): „Oh… okay.“

Mitbewohner Dave: „Mittwoch bis Sonntag einen Kasten Bier unberührt lassen… ich bitte dich!“

Ich: „Okay, war blöd.“

Mitbewohner Dave: „JA!“

Ich zog mich zurück unter dem dröhnenden Gelächter des Mitbewohners und ein paar seiner Freunde, die zum Kartenspielen gekommen waren. Als Mitbewohner David von einer kleinen Reise wieder kam, war das fast die erste Geschichte, die ihm erzählt wurde. Damit habe ich definitiv den Award für den Facepalm der Woche überreicht bekommen und, wie ich inzwischen einsehe, auch sehr verdient.

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Ich werde so gut umsorgt!

Das will ich euch nicht vorenthalten. Wie es aussehen kann, wenn hilfreiche Mitbewohner bei meiner Blasenentzündung helfen wollen *seufz*

Mitbewohner Dave: „Also, ich hab mit meiner Freundin geredet, die kann dir da ein paar Tipps geben, aber sie meint, Cranberries wären gut dagegen, und, wie gesagt, in der Küche steht noch Nieren-und-Blasen-Tee.“

Ich: „Ja, okay.“

Mitbewohner Dave: „Und, also… äh, ich weiß nicht ob das grade überhaupt aktuell ist, vielleicht wenn du im Club mal, äh…“

Ich: „?!“

Mitbewohner Dave: „… Aber das geht mich ja auch nichts an, jedenfalls, also…“ *tief Luft holend* „Im Bad steht Waschlotion! PH-neutral! Die kannst du benutzen, wenn du willst! Also falls… also, um…“

Ich: „Ich weiß, dass Sex Blasenentzündungen begünstigt.“

Mitbewohner Dave (kichernd): „Jaaa… OBVIOUSLY! Äh, ich mein, hehe… ich wollt eigentlich nur… äh… ach, vergiss es einfach.“ *Fluchtartiger Abgang*

Isser nicht goldig? ❤

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Ungerechtigkeit muss weh tun. Allen.

Eine kleine Geschichte:

Ich lebe in einer WG mit zwei weiteren Studenten, David und Dave. Die Wohnung ist ein echter Glücksgriff: Jeder von uns hat ein ausreichend großes Zimmer, dazu gibt’s ein ebenso geräumiges Wohnzimmer, ein riesiges Bad mit Badewanne (!!! Traum!), sogar ein kleiner Garten. Altbau. Bis auf den Lärmpegel (sie liegt direkt an einer gut befahrenen Straße, aber daran habe ich mich sogar schon gewöhnt) und die Kälte im Winter kann man sich echt nicht beschweren – vor allem nicht für den Preis. Billigste Wohnung, in der ich je lebte. Da hatten wir Megaglück.

Zu Altbauwohnungen gehört meist auch eine große (Wohn)Küche. Eine solche haben und nutzen wir. „Viel Platz“ bedeutet in solchen Wohnsituationen aber leider auch meist „Viel Chaos“. Ernsthaft, manchmal wäre ich froh, sie wäre kleiner, denn solange immer noch ein dreckiger Teller irgendwo abgelegt werden kann, scheint der Druck bei uns allen, einfach mal zu spülen, ziemlich gering zu sein.

Das ist ein Problem, denn gemütlich ist ja anders, ne? Aber wir sind halt Studenten und kriegen das irgendwie nicht so ideal hin. Wenn es jedoch den Rahmen des Unerträglichen sprengt, müssen Gespräche her. Eben ein solches führte ich mit Mitbewohner Dave, als die Küche mal wieder aussah wie ein Ausblick in eine postapokalyptische Zukunft.

„Wenn es nicht anders geht, müssen wir einfach einen Putzplan machen,“ meinte Mitbewohner Dave schicksalsergeben. Mitbewohner David war gerade nicht da. „Dann ist halt jeder eine Woche für die Küche verantwortlich und spült alles und so.“
Ich ließ meinen Blick über die fünfzehn Teller, achtzehn Tassen, elf Gläser, siebenundzwanzig Bierflaschen und neun Töpfe und Pfannen schweifen, die darauf warteten, abgewaschen und/oder weggeräumt zu werden, und seufzte einmal laut. „Putzplan ist okay. Aber jeder eine Woche lang… das ist ungerecht. Ich meine, ich koche fast jeden Tag, aber David ja fast nie, und wenn, ist es dann meist eine Pizza…“

Dave starrte mich völlig perplex an. „Ja, aber… du kochst doch mehr und… also, ungerecht… äh…?“
„Ja, das meine ich ja. Es ist ungerecht, wenn David genauso viel aufräumen soll wie ich.“
Dave brauchte tatsächlich eine Weile, bis das bei ihm angekommen war. Seine Verwirrung war so groß, dass er zuerst geglaubt hatte, ich hätte genau das Gegenteil gesagt.

Und warum ist das so? Weil es leider extrem ungewöhnlich ist, zurück zu treten und einen Vorteil aufzugeben, wenn man ihn schon so gut wie in der Tasche hat. Ich hätte auch einfach nicken und lächeln und mich freuen können, in Zukunft weniger Arbeit zu haben, obwohl ich einen großen Teil dieser Arbeit verursache. Aber das konnte ich nicht. Wie schaffen es Leute, wissentlich Ungerechtigkeit in Kauf zu nehmen, ohne unter erheblichen Schmerzen zu leiden?

Das führt mich wieder zurück zu einer anderen Geschichte, die ich an anderer Stelle erzählt habe – die Geschichte eines Kumpels, der in seiner Wahlentscheidung einzig und allein auf sein eigenes Wohl späht. „Also, momentan als Student müssen wir ja SPD wählen, weil sonst gibt’s Studiengebühren,“ führte er aus. (Das ist schon ein bisschen her. Studiengebühren sind inzwischen ja so gut wie Geschichte.) „Aber wenn wir dann später Lehrer sind, dann ist es ja am besten, CDU zu wählen.“
Ich, sowie die anderen beiden Studentinnen am Tisch, waren von so viel argloser Ignoranz einfach nur komplett schockiert, doch als ich diese Geschichte unlängst erzählte, wurde das Verhalten meines Kumpels als „Pragmatismus“ bezeichnet. Ich neige ja immer noch dazu, es eher Egoismus zu nennen, und meinen Kumpel ein Arschloch (allerdings, wie gesagt: ein argloses Arschloch!).

Wie kann so jemand einen solchen Müll von sich geben, ohne sich selbst zu hassen?

Es gibt einige Dinge, die sind einfach universell. „Gerechtigkeit“ ist eines davon. Und deshalb sollte es einfach jedem wehtun, Ungerechtigkeit zu sehen, egal ob man davon betroffen ist oder nicht, egal ob man von dieser Ungerechtigkeit unmittelbar profitiert oder nicht.

Und nein, das hat nichts mit Schuldgefühlen oder Scham zu tun (wobei letzteres definitiv angebracht ist, wenn man Ungerechtigkeit willentlich und bewusst zulässt, nur damit man selbst keine Spülhände kriegt). Ich nenne es Verantwortung.

Wir haben übrigens immer noch keinen Putzplan.

Dieser Artikel kann als Nachtrag zu diesem verstanden werden.

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This argument is valid

Ich: „Sorry, könntest du bitte meine Pfanne nicht in den Müll schmeißen?“

Mitbewohner Dave: „Aber kuck mal, hier ist eine neue!“

Ich: „Egal, die Pfanne funktioniert noch super.“

Mitbewohner Dave: „Aber Robin, kuck mal wie die aussieht. Der ganze Boden ist zerkratzt. Bitte benutz die nicht mehr, das Zeug ist giftig!“

Ich: „Ich rauche 40 Zigaretten am Tag. Denkst du, das interessiert mich?“

Mitbewohner Dave: „…“


Putzplan-Konferenz:

Ich: „Ich hätte nur eine Anmerkung: Könnten wir vielleicht den Abstellraum mal aufräumen? Der müsste mal dringend sauber gemacht werden und da steht so viel Zeug drin, was wir nicht brauchen und Platz wegnimmt. Ich meine, die Golfschläger…“

Mitbewohner Dave: „Aber die brauchen wir!“

Mitbewohner David: „Wir spielen doch Golf. Also, manchmal.“

Ich: „Ähm, ja. Aber müssen die unbedingt im Abstellraum in der Küche stehen? Könnten die nicht auch in den Abstellraum im Hausflur oder so?“

Mitbewohner David: „Aber stell dir doch mal vor, wenn die Zombie Apokalypse kommt.“

Ich: „Aber… äh… äh… okay, du hast Recht, dann stehen sie besser in der Küche.“


Mitbewohner Dave kocht mal wieder.

Mitbewohner Dave: „Eine Prise Salz… ich hab mich immer gefragt, wie viel das eigentlich ist.“

Ich: „Das ist das, was du zwischen zwei Finger nehmen kannst.“

Mitbewohner Dave: „Ach so! Alles klar.“

Nach einer kleinen Weile: „Aber Menschen haben doch verschieden große Hände. Es gibt doch Leute mit so richtig großen Pranken. Die nehmen dann doch viel mehr Salz.“

Ich: „Naja, ich… nehme stark an, die Größe der Hände korreliert physiologisch mit der Verträglichkeit des entsprechenden Individuums gegenüber Salz.“

Mitbewohner Dave: „Wow, das ist eine wirklich schöne Theorie!“

Ich: „Jap. Finde ich auch.“


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