Der Endgegner im Badezimmer 7: Geheimtipp: Shirataki

Es geht weiter mit den Schlägen, die mich bei meiner Suche nach kalorienarmen Leckereien getroffen haben.

Chronologisch ist das allerdings nicht – der Schock, den ich euch heute vorstelle, traf mich VOR dem Oopsie. Aber da es im heutigen Beitrag um ein regelrechtes Diätwunder geht, noch viel, viel beeindruckender als Oopsie, habe ich mich aus Gründen der Dramaturgie zu dieser Reihenfolge entschlossen!

Damit genug der spannungserzeugenden Vorrede. Worum geht es eigentlich?

Buchstabiert es mit mir zusammen: Shirataki die Nudel ohne Kalorien.

Was ist Shirataki?

Auf dieses Produkt bin ich, wie könnte es anders sein, auch in „Fettlogik überwinden“ gestolpert, allerdings nur über den Namen ohne Erklärung. Verwirrt habe ich selbst danach gegoogelt. Und das war dann der Moment, als ich wirklich glaubte, mich hätte ein Güterzug überrollt, denn damit wurde ein jahrelanger Traum plötzlich wahr.

Was ich heraus fand:
Shirataki sind in der asiatischen Küche zuhause und enthalten ca. 5 kcal pro 100 Gramm. Ja, das ist doch mehr als nichts, aber irgendwo hab ich den Spruch gelesen, dass man vermutlich allein beim Aussprechen des Wortes „Shirataki“ mehr Kalorien verbrennt, als dieses Zeug enthält und, naja, ich denke, das kann man gelten lassen!

Shirataki wird aus Konjakmehl hergestellt, das wiederum aus der Konjakwurzel gewonnen wird. Dieses Mehl besteht fast gänzlich aus Ballaststoffen, die der menschliche Körper nicht verwerten kann, und wird, gemischt mit Wasser und ein bisschen Kalk (was offensichtlich nicht schlimm ist – hat mich auch überrascht), in die bekannte Nudelform gebracht. Darüber hinaus gibt es das Ganze auch in Form von Reis, der aus den gleichen Komponenten besteht.

Im asiatischen Raum werden die Nudeln hauptsächlich als Suppeneinlage verwendet, aber man kann sie auch wie normale Nudeln zubereiten. Dabei ist zu beachten, dass Shirataki aufgrund des hohen Wassergehalts nicht wie normale Nudeln trocken gekauft werden (können), sondern in Lake. In dieser Form sind sie allerdings sehr lange haltbar.

Konjakmehl und Shirataki sind glutenfrei, vegan und für Diabetiker geeignet. Mir ist sowas ja scheißegal, aber euch ja vielleicht nicht. Und als nahezu kalorienfreie Alternative für Nudeln sind sie eigentlich genau das, worauf ich mein ganzes Leben lang gewartet habe!

„Ja, aber Wundernudeln ohne Kalorien machen doch bestimmt nicht satt, ne?“ – Lustigerweise doch. Sie machen sogar noch MEHR satt als herkömmliche Nudeln, da Konjakprodukte im Magen eine unglaubliche Quellwirkung entfalten. Allerdings sollte man darauf achten, dabei ausreichend zu trinken, da Konjak Wasser bindet.

Damit werden Konjakmehl und seine Produkte tatsächlich lebensmitteltechnisch als völlig unbedenklich eingestuft, sofern man die Dosierungsanweisung nicht ignoriert (maximal 3gr pures Konjakmehl täglich), denn dann kann es zu Verdauungsproblemen und Verstopfung kommen. Untersuchungen, die die Behauptung untermauern, es sei darüber hinaus sogar sehr gesund, gibt es leider noch keine, weshalb man hier ein Fragezeichen setzen muss. Eindeutig aber, dass dieses Zeug NICHT SCHÄDLICH ist.

Damit war für mich klar: DAS Zeug gehört ausprobiert!!!

Warum ist das ein Geheimtipp?

Ganz einfach: Weil ich davon noch nie irgendwo gelesen oder gehört habe. Eine Googlesuche bringt massig Seiten und Rezepte hervor, die sich mit Shirataki beschäftigen, aber betrachtet man den Nutzen, ist es dennoch auffällig, dass ich sowas noch nie als neues Diät-Wundermittel angepriesen fett auf dem Cover der „Bild der Frau“ etc. gesehen habe.

Dabei ist das doch eine Sensation: Nudeln, die keine Kalorien haben! Kucken wir uns das nochmal genauer an:

Eine Packung vom Asialaden hat 180gr (Abtropfgewicht) und damit 9kcal. Die gleiche Menge gekochter Nudeln hat laut fddp-Rechner 264kcal. Bämm! Und dazu kommt der Umstand, dass sie nicht so satt machen wie Shirataki. Für mich ist eine Portion ungekochte Nudeln, von der ich auch satt werde, gut 100gr – und die haben gar 362kcal!

Ich würde behaupten: DAS ist ne Marke!! Und trotzdem gibt’s dazu nur Schweigen im Walde. Warum das wohl so ist?

Ich hatte im Bereich Diät, aber auch Gesundheit allgemein, schon öfter das unangenehme Gefühl, dass Dinge oder Maßnahmen, die WIRKLICH helfen, gerne unter den Teppich gekehrt werden (das ist übrigens auch der einzige für mich vorstellbare Grund, weshalb „Fettlogik überwinden“ NICHT zum Bestseller werden könnte). Ich weiß, das klingt wie ne dumme Verschwörungstheorie, aber nur, weil Impfgegner ihr Ultimate Evil in der Pharmalobby gefunden haben und das absolut lächerlich ist, heißt das ja noch lange nicht, dass die Pharmalobby nur aus lauter Mutter Theresas besteht, die ganz uneigennützig gegen lediglich einen kleinen Unkostenaufwand der Menschheit helfen wollen. Und die sogenannte Diätindustrie ebenfalls nicht!

Es gibt massig Sättigungspillen auf dem Markt, die Unsummen an Geld kosten. Dabei ist Konjakmehl, das man z.B. über Amazon beziehen kann,
nicht nur deutlich günstiger, sondern hat auch von allen Naturprodukten die höchste Wasserbindungskapazität (nämlich das 50fache seines Eigengewichts), sprich die beste Quellwirkung: Schluckt man Konjakmehl (entweder in Wasser oder Joghurt gelöst oder als Pulver in Gelatinekapseln), dehnt es sich im Magen aus und vernichtet damit jegliches Hungergefühl.

Natürlich birgt sowas auch Missbrauchspotential und ich bin mir sicher, dass spätestens an dieser Stelle einige Diätgegner nun auf die Barrikaden gehen werden (Donotlink nicht vergessen, Mädels!) – aber dieses Risiko besteht bei herkömmlichen Sättigungspillen ja auch! Und diese enthalten dann möglicherweise auch noch chemische Bestandteile, die wesentlich ungesunder sind.

Um hier mal einen Disclaimer zu setzen: Ich bin weder Ernährungsexpertin, noch Biochemikerin. Ich übernehme keine Verantwortung, wenn jetzt jemand hingehen will und denkt, ein paar Gramm Konjakmehl am Tag könnten jede vernünftige Mahlzeit ersetzen. Sowas ist völlig Banane und ich komm mir schon blöd vor, das überhaupt erwähnen zu müssen.
Ich gebe nur meine Beobachtungen wider – und die sagen mir, dass es merkwürdig ist, dass ein Stoff, der als Lebensmittelzusatz zugelassen ist und im Rahmen einer vernünftigen Diät und bei ordnungsgemäßer Anwendung einige eindeutige Vorteile bietet, mir so völlig unbekannt war. Deshalb halte ich Shirataki für einen Geheimtipp!

Wo kriegt man das Zeug her und wie bereitet man es zu?

Das Internet wusste zu berichten, dass man Shirataki-Produkte in Asialäden findet und genauso war es auch. Darüber hinaus führen manche Bioläden diese Nudeln, wobei der Preis dort meistens um ein Vielfaches höher liegt.

Tatsächlich sind die Nudeln, die als Portionspackungen daher kommen, mit 1,70€ (in meinem Asiamarkt) deutlich teurer als eine Packung herkömmliche Nudeln, aus denen man ja darüber hinaus auch mehrere Mahlzeiten bereiten kann, aber in Anbetracht der kalorientechnischen Vorteile nehme ich das gerne in Kauf.

Wahre Horrormeldungen fand ich dann von einigen Erstnutzern über eine Eigenart der Shirataki: Die Lake, in der sie angeboten werden, hat nach dem Öffnen einen eigentümlichen Fischgeruch (OBWOHL vegan), was viele Menschen abschreckt. Ich durfte feststellen, dass dieser Geruch längst nicht so schlimm ist wie behauptet, aber wie das auf Leute wirken mag, die generell keinen Fisch mögen, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Trotzdem: Nachdem man die Nudeln, so wie es sein soll, gewaschen und kurz (1-2 Minuten!) gekocht hat, war davon nichts mehr übrig!

Und wenn ich „nichts“ sage, MEINE ich nichts: Shirataki haben so gut wie keinen Eigengeschmack, weshalb man sie ordentlich mit der Soße vermischen und ein wenig ziehen lassen sollte.

Aber was kann man damit nun zaubern? Zum Beispiel das:

Rezept

Bei meinem erstem Versuch (dem inzwischen einige gefolgt sind) wollte ich mich nicht allzu weit von den Wurzeln entfernen und Shirataki asiatisch zubereiten. Unglücklicherweise mag ich die asiatische Küche bis auf wenige (vermutlich für den Westen weichgespülte) Ausnahmen nicht allzu sehr und kenne mich deshalb auch nicht so wirklich gut aus. Dennoch möchte ich euch mein Ergebnis präsentieren und wenn ihr beim Thema asiatisches Essen besser Bescheid wisst, könnt ihr das ja gerne noch mit mehr Gemüse etc. ergänzen 🙂

Ihr braucht:
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1 Packung Shirataki
225gr King Prawns/Scampi (TK)
1 rote Paprika (ca. 200gr)
3-4 Frühlingszwiebeln (ca. 115gr)
1 große Karotte (ca. 140gr)
1 Esslöffel Sonnenblumenöl (ca. 15gr)
30gr Sojasoße
100gr Soße süßsauer
1 Chilischote (optional)

ca. 650 kcal

Das Gemüse schneiden: Die Paprika in dünne Streifen, die Frühlingszwiebeln in Ringe. Für die Karotte empfehle ich einen Julienne-Schneider, den es für 2-4 Euro in jeder Küchenabteilung gibt und mit dem man auch ganz easy Gemüsespaghetti machen kann, aber ihr könnt sie natürlich auch in kleine Würfel oder so schneiden!

20150518_182116Das Gemüse in einer gut beschichteten Pfanne (oder Wok) mit einem Esslöffel Öl vorsichtig anbraten.

In der Zwischenzeit die Shirataki waschen, ca. 1-2 Minuten kochen und abgießen.

Die abgetropften Shirataki zu dem Gemüse geben und gut vermischen. Die aufgetauten Scampi dazu.

Sojasoße dazu und kurz einkochen lassen. Die süßsaure Soße dazu und gut vermischen. Das Ganze noch ein paar Minuten köcheln oder ziehen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Voilá!

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Fazit

So, halten die Wundernudeln nun, was sie versprechen? Im Klartext: Sind Shirataki-Nudeln so lecker wie normale Pasta?

Nein, ganz eindeutig nicht. Ihre Konsistenz erinnert an Glasnudeln und ist leicht gummiartig, womit sie geschmacklich mit normalen Nudeln absolut nicht mithalten können. Trotzdem mag ich meine Shirataki-Kreation sehr gerne, wobei ich mich, trotz der Beteuerung von Shirataki-Fans, die Nudeln würden auch zu allen anderen herkömmlichen Pastasoßen passen, bisher noch an kein anderes Rezept getraut habe, weil ich mir Shirataki in Käsesoße einfach nicht vorstellen kann!

Dennoch: Sie sind im Rahmen einer Diät eine fast kalorienfreie Alternative für herkömmliche Sättigungsbeilagen und für jeden mit dem Wunsch abzunehmen zumindest einen Versuch wert. Vielleicht findet ihr ja Gefallen daran!


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Rezepttipp: Der Teig ohne Mehl!
Bonus – das beste Rezept der Welt! (Zum Mitmachen!)

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Der Endgegner im Badezimmer 6: Rezepttipp: Oopsie!

Auf der Suche nach leckeren und sättigenden Gerichten, die in meine kalorienreduzierte Diät passen, erwartete ich eigentlich keine neuen Sensationen. Umso härter traf mich daher der Schlag: Oopsie!

Und das ist in der Tat nicht das, was ich reflexartig von mir gebe, wenn mich wieder mal der Schlag trifft (der Vollständigkeit halber: Das wäre „Ah, Fuck!!“), sondern der Name des Corpus Delicti.

„Oopsie“ ist eine Art Teig und in der LowCarb-Küche zuhause. Das Zeug enthält nämlich kein Mehl. Nicht ein Krümel! Der Grundteig besteht nur aus Eigelb, Eischnee und Frischkäse (nebst einigen Variationen und natürlich Gewürzen).

Ich bin zufällig bei Frau Yu drüber gestolpert und zog erstmal die Nase kraus, als ich das Rezept sah. Ein Teig aus Eiern und Frischkäse? Die erste Frage, die ich mir selbst stellte, war dann interessanterweise nicht „Schmeckt das?“, sondern „Und das soll weniger Kalorien haben als normaler Teig?“

Womit wir wieder mal bei dem Beweis angekommen wären, dass Kalorienzählen der Eckpfeiler jeder bewussten Ernährung sein sollte und man sich dahingehend auf sein Gefühl null verlassen kann. Denn so ging es weiter:

Ich war sofort elektrisiert und machte mich umgehend an einen Vergleich. Wie viele Kalorien hat normaler Pizzateig?

Da ich selbst Hefeteig nie nach Rezept, sondern nach Gefühl mache und deshalb nicht weiß, wie viel von allem in meine Version genau reinkommt, nahm ich einfach das erste Rezept, das mir Chefkoch für „Pizzateig Blech“ präsentierte. Dieses enthält an relevanten, da kalorienhaltigen Substanzen 300gr Mehl und 2 Esslöffel Öl (Hefe, Gewürze und natürlich Wasser kann man hier meiner Meinung nach vernachlässigen). Und diese beiden Komponenten allein enthalten nun laut FDDB-Rechner 1300 Kalorien.
Tausend. Fucking. Dreihundert!!

Ich war relativ entsetzt und das änderte sich auch wenig, als ich auch noch gekauften Pizzateig überprüfte, auf den ich aus Faulheitsgründen oft zurück greife, statt selbst zu kneten. Der „frische Pizzateig mit feinem Olivenöl“ von Rewe hat dann auch tatsächlich „nur“ ca. 970 Kalorien.

Damit war klar, dass mich mein inneres Kalorienlexikon wieder mal verarscht hat und Oopsie-Teig plötzlich recht interessant aussah. Ich schmiss also meinen Ernährungsplan für diesen Tag über Bord, sah mir noch ein paar Rezepte an und ging einkaufen.

Da es hierbei dutzende Variationen zu geben scheint, entschied ich, mich mengenmäßig an Frau Yus Rezept zu orientieren, aber da ich von ihrem Ernährungsprogramm LCHF (das steht für „low carb, high fat“) leider nicht wirklich überzeugt bin, ersetzte ich den Frischkäse „Sahnestufe“ mit Buko Kräuterkäse, der nur 16,5% Fett enthält. Andere Rezepte sprachen hier sogar von Magerquark, also hielt ich das für einen ganz guten Kompromiss.

Und dann konnte es auch schon losgehen!

Oopsie-Flammkuchenteig

4 Eier (ca. 220gr)
100gr Kräuterfrischkäse (Buko)
bisschen Hefe
Salz, Pfeffer
(ca. 500 kcal)

Die Eier trennen und das Eiklar zu festen Eischnee schlagen. Das Eigelb mit dem Frischkäse, der Hefe und den Gewürzen zu einer glatten Masse schlagen. Den Eischnee unterheben.

Das Ergebnis ist kein knetbarer Teig, sondern eine recht flüssige Masse. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech kippen und mit einem Löffel glattstreichen bzw. verteilen.

20150505_190508

An dieser Stelle stellte ich fest, dass mir die Masse zuviel war, denn Flammkuchen sollte meiner Meinung nach sehr dünn sein, also habe ich etwa ein Fünftel der Masse zurück behalten (zur späteren Verwendung – ich kippe nicht gern Essen weg). Der Teig auf dem Blech hatte demnach ziemlich genau 400 Kalorien.

Den Teig bei ca. 210 Grad für etwa 10 Minuten im Ofen vorbacken und dann rausnehmen. Nun kann er belegt werden!

(In einem Youtube-Video, das ich mir dazu angesehen habe, wurde behauptet, dass man den Teig nun umdrehen sollte, da die Oberseite nicht so glatt wäre wie die Unterseite und darum die Pizza matschig werden könnte, weil die Soße einsickert. Da meine Oberseite aber SEHR glatt war, die Unterseite dagegen logischerweise wie bei allem was man backt porös, habe ich darauf verzichtet.)

Gerne hätte ich ausprobiert, wie eine Pizza mit Oopsie-Teig schmeckt, aber da ich ja immer noch auf Diät bin, habe ich mich für die käse- und salamifreie und damit kalorienärmere Flammkuchen-Variante entschieden. Der Belag bestand darum aus

80gr Créme Fraiche
1 mittelgroßen Zwiebel (ca. 85gr)
75gr Schinkenwürfel light
(ca. 350 kcal)

Alles schön verteilen, darüber kamen dann noch ein paar Kräuter der Provence. Ab in den Ofen für ca. 15 Minuten – und schon hatte ich dieses Ergebnis:

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Insgesamt hatte dieses Gericht ca. 750 Kalorien, was ganz gut in meinen Ernährungsplan passt.

Satt bin ich davon geworden. Aber ganz so unwichtig ist der Geschmack ja nun doch nicht. Also: Wie lecker war nun mein Oopsie-Flammkuchen?

Ich muss sagen, dass der Teig mich ziemlich überrascht hat. Er war entgegen meiner Erwartung null matschig, sondern sogar sehr kross. Nicht auf eine Hefeteigart, sondern eher krümelig, wie man das von einem zu lange gebackenen Rührei erwartet. Denn ja, selbstverständlich schmeckte der Teig sehr eierlastig, während der Frischkäse eigentlich überhaupt nicht identifizierbar war – was aber auch an meiner falschen Dosierung lag. Offensichtlich habe ich mir nämlich zu viele Rezepte angesehen, war dann verwirrt und habe vier Eier genommen statt den von Frau Yu veranschlagten zwei. Argh. Damit wäre wohl auch das Problem der überflüssigen Masse gelöst und der Frischkäse dominanter gewesen.
Trotz dieses Fails muss ich sagen, dass dieser dünne Teig doch überraschend flammkuchenartig geworden ist. Das Gesamtergebnis war durchaus etwas trocken – aber das ist normaler Flammkuchen ja auch. Dennoch würde ich beim nächsten Mal ein bisschen mehr Créme Fraiche nehmen.

Fazit:
Ist Oopsie-Teig ein gleichwertiger Ersatz für Hefeteig? Hier muss ich sagen: nein. Geschmacklich kann Oopsie da leider nicht mithalten, auch wenn ich demnächst eine richtige Oopsie-Pizza ausprobieren will und darauf schon sehr gespannt bin.
Dennoch ist Oopsie nicht nur in dieser Form (denn man kann daraus auch noch Burgerbrötchen machen und vieles mehr – einfach mal wild googlen oder bei Frau Yu stöbern!) im Rahmen einer Diät eine gute Alternative, denn wie man sieht, enthält der Teig nur ein Bruchteil der Menge an Kalorien von normalen Hefeteig. Zudem ist er, sofern man ein Rührgerät sein Eigen nennen darf, furchtbar einfach und schnell herzustellen. Und das ist definitiv Grund genug, um dem Oopsie mal eine Chance zu geben – so dämlich sein Name auch ist!

Zum Schluss noch ein paar Nährwertangaben:

oopsie

Der Vollständigkeit halber möchte ich hier nochmal erwähnen, dass eine normale Tiefkühlpizza, in diesem Fall mein Favorit, „Die Ofenfrische Pepperoni-Salami“, ganze 900 Kalorien hat – und das MIT krass fettigem Belag. Da für mich jedoch eine Tiefkühlpizza, eine selbstgemachte Pizza, eine Lieferdienst-Pizza und eine Restaurant-Pizza vier völlig unterschiedliche Gerichte sind (und ja, mir wurde schon oft gesagt, wie bescheuert das ist), möchte ich hier nicht einfach die Tiefkühl-Variante empfehlen, auch wenn das eigentlich geschmacklich und kalorientechnisch am sinnigsten wäre – sofern man nicht wie ich auf die Tiefkühlpizza noch mehr Käse und anderes Zeug draufschmeißt!


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