Bloggen, ein Neuanfang

Äh. Hi. Hier bin ich wieder.

Nachdem sich einige gefragt haben, warum mein Blog Ewigkeiten auf privat stand und um Einlass baten, den ich nicht gewährte, ist er nun wieder öffentlich. Der Grund für die Maßnahme war eine kleine Generalüberholung, deren Resultat ihr nach vielen Monaten der Prokrastination nun endlich bewundern dürft.

Viele werden sich nun an den Kopf fassen. Warum mache ich sowas JETZT? Die große Zeit der Blogs ist doch vorbei!

Ich bin da aber anderer Ansicht. Ich glaube nicht, dass die Zeit der Blogs vorbei ist. Ich glaube nur, dass die Zeit vorbei ist, in der man sich irgendwie verpflichtet fühlte, jeden zweiten Tag zu bloggen und jede noch so triviale Alltagsbeobachtung, die irgendjemand in zehn Sätzen verbloggt hat, mit vielen Herzchen und dem Kommentar „Lesebefehl!“ auf Twitter herum gereicht wird.

Das ist ein Unterschied – aber im Prinzip auch kein entscheidender. Ich habe mit dem Bloggen angefangen, weil es mir Spaß macht und es spricht nichts dagegen, damit auch ohne viele Leser weiter zu machen, solange es mir immer noch Spaß macht. Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht jeden einzelnen von euch heftig liebe, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Deshalb also die Umgestaltung. Betrachtet sie als verzweifelten Versuch, ein wenig seriöser zu wirken.

Offensichtlich neu ist das Design – ich habe mir tatsächlich ein kostenpflichtiges WordPress-Theme gegönnt. Dazu ein Bild meiner Brüste – what could possibly go wrong?

Auch der Name ist neu. Es ist mir nicht schwer gefallen, mich vom alten Blognamen zu trennen, der schon albern war, bevor mein erster Beitrag online ging. Ich bin bei sowas einfach schrecklich unkreativ.

Dennoch habe ich nach langer Suche etwas gefunden, was mir gefällt: Misomanie ist ein Kunstwort aus miso (gr. Hass) und manie (gr. Wahn) und hat als solches zwei Bedeutungen. Es ist einerseits der Wahn, alles zu hassen – andererseits aber auch die panische Angst, von allen gehasst zu werden. Tja… wenn das nicht die treffendste Beschreibung meines Charakters ist, die ich je gelesen habe, weiß ich auch nicht.

Das ist aber nicht alles. Manche meiner alten Beiträge habe ich offline genommen, weil sie mir nicht mehr gefielen oder im besonderen Maße irrelevant geworden sind, alle (!) anderen ein wenig überarbeitet und neu getaggt. Das war wochenlange Arbeit und hat ungefähr genauso viel Spaß gemacht, wie es klingt. Das Chaos in meiner Kategorien-Sektion ist jetzt auch beseitigt und sie selbst nun hoffentlich übersichtlicher. Ihr könnt auf die Weise jetzt viel einfacher die Beiträge ausblenden, die euch null interessieren! Toll!

Besonders die neue Kategorie Depression war mir dabei wichtig. Die war ja schon in der Vergangenheit öfter Thema hier, ist aber leider in den letzten Monaten wieder ziemlich aktuell geworden.

Und weil das so ist, neueröffne ich den Blog mit einer Wiederbelebung meiner alten Tradition der Thementage – die dieses Mal unter dem Motto Depression und allem, was damit irgendwie zusammenhängt, stehen. Die nächsten Tage werde ich euch ein Buch vorstellen, über Sex reden, demonstrieren, was man sich als depressiver Mensch so alles gefallen lassen muss, euch an ein paar Überlegungen teilhaben lassen, die ich mir über die Stigmatisierung psychisch Kranker und der aktuellen Darstellung der Krankheit gemacht habe, jemandem eine längst fällige Antwort geben und euch an einem prominenten Beispiel erklären, wie Aktivismus meiner Meinung nach auf gar keinen Fall aussehen sollte.

Ich starte damit morgen und werde euch als erstes über meine endlose Suche nach einem Therapieplatz berichten. Beim Rest habe ich mich noch nicht wirklich auf eine Reihenfolge festgelegt – aber damit die Thementage mit einer positiven Note enden, werde ich euch erzählen, wie ich einen Teil meiner Krankheit besiegt habe. Und ganz zum Schluss gibt’s dann noch Musik. Schöne. Versprochen.

Bevor dieser Beitrag endet, noch eine Sache:

Ich möchte an dieser Stelle endlich auch die Blogleser auf die Möglichkeit aufmerksam machen, mich ein bisschen zu unterstützen, falls ihr wollt. Meine Twitterfollower kennen das schon: Wenn ihr findet, dass ich das irgendwie verdient habe, weil ihr gut findet, was ich mache, oder einfach nur besonders viel Mitleid mit mir habt, könnt ihr mir via Paypal einen Kaffee spendieren. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber das muss ja niemand wissen. In nächster Zeit werde ich für Interessierte außerdem auch noch die Möglichkeit einrichten, mir jeden Monat automatisch einen selbstgewählten Betrag zu spenden. Leider lässt mich Paypal gerade nicht meinen Ko-Fi-Account entsprechend upgraden (vielleicht sind die durch das Blackfriday-Wochenende überlastet) und ich will mir nicht noch zusätzlich Patreon einrichten, aber sobald das funktioniert, sage ich Bescheid. Wer Paypal nicht mag, mich aber schon, kann mir weiterhin gerne Amazon-Gutscheine schenken (Code per Mail oder als Kommentar). Die lassen sich unter Freunden immer gut gegen echtes Geld tauschen, falls ich mir nicht aus Versehen Comics davon kaufe.

So oder so freue ich mich über jede kleine Aufmerksamkeit, aber das ist natürlich kein Muss. Ich würde um sowas nicht bitten, wenn meine finanzielle Situation trotz des geistlosen Teilzeitjobs, den ich inzwischen habe, nicht immer noch von dem warmen Gefühl ständiger Existenzangst geprägt wäre. Bis auf die ein oder andere Jakobsweg-Tour bleibt mir eigentlich nicht viel.

Ein letzter Grund – und ja, ich würde am liebsten unter den Tisch kriechen, während ich das hier tippe – ist folgender:

Ich würde gerne ein Buch schreiben.

Tatsächlich würde ich gerne ein rundes Dutzend Bücher schreiben, weil Ideen reichlich vorhanden sind, aber nun mal nicht die nötigen Ressourcen, um mich da richtig reinzuhängen. Mein Job schlaucht wie Sau, so richtig rum kommt aber nix dabei, obwohl ich jede Gelegenheit wahrnehme, Überstunden zu machen. Das hat mich den Sommer über fast vollständig vernichtet und mir ist leider klar, dass ich das nicht ewig durchhalten kann. Hierbei wäre ich froh über jedes bisschen Entlastung, um mich stattdessen einem Herzblut-Projekt widmen zu können. Wer mich dabei unterstützt, dem ist meine ewige Dankbarkeit sicher ❤

So, genug der Neuerungen, Ankündigungen und Jammerei. Ich hoffe, euch gefällt der umgestaltete Blog. Falls nicht, kann ich daran leider auch nichts dran ändern, denn besser kann ich es nicht. Eure Meinung dazu könnt ihr mir gerne in den Kommentaren dalassen!

In eigener Sache: Was mit Kommentaren geschieht

Ich möchte hier ein paar Worte über Zensur verlieren.

Wer es noch nicht wusste, der weiß es jetzt: Ich bin Feministin – und trotzdem ein ganz normaler Mensch. Manchmal schreibe ich hier feministische Artikel, manchmal (= öfter) nicht. Das hier ist kein feministischer Blog, sondern einer, in dem ich viele verschiedene Themen zusammen werfe, so wie es mir gefällt. Deshalb ist auch die Leserschaft ziemlich bunt gemischt. Während die meisten sehr liebe Menschen sind, über deren Kommentare ich mich immer freue, ist das bei vielen, die mit dem sogenannten Geschlechterdiskurs zu tun haben, leider nicht so wirklich gegeben.

Meine ca. zweijährige Karriere als feministische Bloggerin hat mich in Bezug auf die Kommentarpolitik genau eins gelehrt: Entweder du schaltest restlos alles frei – oder du bist eine zensurwütige Diktatorin schlimmer als Hitler. So zumindest der Eindruck netter Außenstehender, die weder einen eigenen Blog betreiben, noch nachvollziehen können, wie viel Hass einem als Feministin entgegen schlägt, obwohl sie eifrig daran teilhaben.

Gestern gab es wieder eine solche, hach, nennen wir es „Diskussion“, also habe ich etwas vorgezogen, was ich eigentlich erst für in ein paar Monaten geplant hatte: Eine kleine, beispielhafte Liste der Menschen, die bei mir nicht mehr willkommen sind plus Begründung.

Vielleicht interessiert euch das Thema Feminismus nicht. Dann könnt ihr eigentlich wegklicken. Meine „Zensurpolitik“ betrifft euch dann ja sowieso nicht. Aber vielleicht wollt ihr ja mal sehen, mit was für Gestalten man sich so alles rumschlagen muss und versteht danach ein bisschen besser, warum ich Feministin bin. Außerdem ist es wirklich lustig!

Meine „Blacklist“ findet ihr hier: klick
Ihr findet sie auch rechts oben neben „Startseite“ und „About“ als eigenen Reiter oder Seite unter dem Titel „Haters gonna hate“. Ich werde diese Liste aktuell halten, wann immer es nötig ist.

Wenn du den Schmerz ein wenig lindern willst, freue ich mich über eine kleine Spende via Paypal in Form einer Tasse Kaffee. Nur brauche ich in diesem Fall Schnaps, aber das ist hoffentlich auch ok.

10 + 10 Fragen! Yay!

In den letzten Wochen kam bei mir mal wieder ein Problem auf, dass ihr, sofern ihr bloggt, bestimmt alle irgendwo kennt: „Warum kriegt jeder ein Blogstöckchen, nur ICH nicht? Schluchz.“

So etwas kann Seelen töten. Aber das ist nun vorbei, denn siehe da, es kamen derer direkt zwei! Yay! Ich bin ja so beliebt!!! Nimm das, Nena aus der 9. Klasse, die mich nie zum Saufen eingeladen hat!!!

Ich bedanke mich recht herzlich bei 0x0d und Karo und fange diese Blogstöckchen natürlich mit Freuden. Beide stellten jeweils 10 Fragen, die ich schonungslos offen und ehrlich beantworten werde, bevor ich mir dann ebenfalls einige knallharte investigative Fragen ausdenken werde, denen den wiederum andere Blogger Rede und Antwort (vor allem aber Antwort. Höhö.) stehen müssen!

Fangen wir mit 0x0d’s Fragen an:

1. Welches Buch/welchen Film hast du noch nicht gelesen/gesehen, obwohl du das schon längst mal wolltest?
Ich pflege ja ein Selbstbild als kleine Filmkennerin, deswegen bereue ich es schon lange, noch nie Pulp Fiction gesehen zu haben. Das ist eigentlich eine Schande. Aber immer, wenn ich die Gelegenheit dazu hätte, habe ich einfach keine Lust. Zumal ich Tarantino für überschätzt halte.
Bei Büchern stellt euch bitte folgendes vor: Es existiert für mein Studienfach Germanistik eine sogenannte Leseliste mit einen Kanon mit viel… VIEL klassischer deutscher Literatur. Ich muss mich leider darauf einstellen, zu einer gewaltigen Anzahl dazu bei meinen Abschlussprüfungen befragt zu werden, deshalb bereue ich vom ganzen Herzen, bisher so wenig davon gelesen zu haben.

2. Bist du Mitglied in irgendwelchen Vereinen? Wo, und warum?
Ich bin Mitglied im Schützenverein, Abteilung Bogenschießen. Warum? Weil man diesen Sport ohne Unterstützung von erfahrenen Schützen unmöglich lernen kann. Und weil Schützenvereine längst nicht so scheiße sind wie ihr Ruf!

3. Was tust du, wenn du nicht einschlafen kannst?
Uuuh, dazu habe ich einen exklusiven Trick ^^ den ich in der psychosomatischen Klinik gelernt habe: Den Kopf auf ein Buch mit harten Einband legen, so, dass der „Knubbel“ aufliegt, also der Teil, wo die Wirbelsäule in den Schädel übergeht. Die Therapeutin meinte, dahinter läge ein Gehirnareal, das irgendwie für Beruhigung und so zuständig ist und durch diesen Druck irgendwelche Stoffe ausschüttet. Und auch wenn ich den Mechanismus nicht verstehe und nicht die Hand dafür ins Feuer lege, dass es stimmt: Klappen tut’s!

4. “Alkohol, du böser Geist…” – Hast du dich im Suff mal verplappert und deinem Gegenüber etwas gesagt, was er/sie (noch) gar nicht wissen sollte?
Explizit Geheimnisse ausgeplaudert? Daran erinnere ich mich nicht (Gott sei Dank). Ich hab allerdings mal in der Disco zu einer Freundin, die ihren Geldbeutel verloren hatte und fragte, ob ich ihr vielleicht einen ausgeben könnte, „Nö. Pech gehabt“ gesagt. Da war aber Pole offen. Huiuiui. Aber auch ansonsten plappere ich leider viel zu viel Scheiße, wenn ich was getrunken habe -.-

5. Leben in einem kleinen Dorf, wo praktisch jeder jeden kennt: Fluch oder Segen?
Ich bin in einem solchen Dorf aufgewachsen. Es hat definitiv Vor- und Nachteile.
Vorteil: Man kennt jeden.
Nachteil: Man kennt jeden.
Ernsthaft. Ich würde später gerne wieder aufm Dorf leben. Ich hasse die Stadt. Es stinkt, es ist laut, die Leute sind unglaublich unfreundlich. Mit ein paar Naseweisen und Besserwissern komm ich schon klar, das musste ich ja über 20 Jahre meines Lebens. Die Leute mögen „einfacher“ sein, aber was ihnen an Vielschichtigkeit fehlt, machen sie mit einem Mangel an penetranter Dekadenz wieder wett!

6. Hattest du bzw. deine Familie früher ein Haustier? Und heute?
Ich hatte nie ein Haustier. Ich durfte nie 😦 Aber sobald ich wieder aufm Dorf lebe, werde ich mir auf jeden Fall eine Katze anschaffen. Ich liebe Katzen wahnsinnig – so sehr, dass ich sie auf gar keinen Fall in eine Wohnung in der Stadt sperren würde, auch wenn ich ein Haustier wirklich sehr vermisse.

7. Mein Arbeitskollege mag keine Pilze. Er findet sie “so fies wabbelig”. Gibt es etwas, was du nicht gerne isst?
Ich esse unglaublich viel nicht gerne. Früher hatte ich mehr Sachen, die ich hasste, als Sachen, die ich mochte, aber inzwischen bin ich immerhin so weit, fast alles essen zu KÖNNEN, auch wenn ich es immer noch nicht mag. Vor allem die meisten Gemüsesorten sind einfach nicht meins. Oder fettiges Fleisch. Oder matschiges Obst, auch im Kuchen – wenn Obst, dann doch bitte roh, aber nicht verarbeitet oder in Zucker ertränkt!
Das einzige, was wirklich absolut nicht geht, ist Kaffee in egal welcher Form. Ob nun Cappucchino, Latte, Espresso, als Aroma in Gebäck oder in Kuchen – ich kann das einfach nicht essen oder trinken. Mir wird davon augenblicklich schlecht. Ich werde nie verstehen, warum die Hälfte der Menschheit kaffeesüchtig ist.

8. Kölsch, Alt, Pils, Hefeweizen? Oder ganz was anderes?
Wenn Bier, dann auf jeden Fall Pils, aber viel lieber trinke ich Whiskey oder Longdrinks!

9. Eine “bodenständige” Frage: Welche Schuhgröße hast du?
38 bis 38einhalb.

10. Gibt es eine Frage, die du einmal gestellt bekommen möchtest, die dich aber noch niemand gefragt hat? Und was wäre die Antwort?
Die Frage wäre: „Liebe Robin, darf ich dir diese eine Million Euro schenken?“ Und meine Antwort wäre: „Mjoah, okee.“
Fühlt sich jemand angesprochen? Das wäre sehr fein.

Damit zu Karos Fragen!

1. Katze oder Hund?
Katze! Hunde sind scheiße! Außer Welpen. Aber von denen auch nur die hübschen!

2. Wenn dein Leben verfilmt würde, welcher Song dürfte nicht auf dem Soundtrack fehlen?
Diese kleine Perle, für jetzt und für immer:

3. Was war der erste Film, den du im Kino gesehen hast?
Das müsste ziemlich sicher „Arielle – die Meerjungfrau“ gewesen sein. Da war ich vier. Ich wollte aber viel lieber in „Turtles“ gehen. Meine Mama hat nein gesagt ;(

4. Wovon warst du als Kind fest überzeugt, das sich leider als unwahr erwiesen hat?
Ich weiß, das müssen Dutzende Sachen gewesen sein, aber trotz hartem Überlegen erinnere ich mich grade einfach nicht was. Nur eines ist mir noch im Gedächtnis (weil ich noch lebhaft meine Cousine vor mir sehe, wie sie mich deswegen ausgelacht hat): Mit fünf oder sechs glaubte ich, um ein Baby zu machen, müsste der Mann seinen Penis in die Brust der Frau stecken. Also, nicht ins Dekolleté, sondern richtig in die Brust. Ich hab keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin und wie ich mir das genau vorgestellt hab. Vielleicht dachte ich, Frauen könnten ihre Brüste nach innen stülpen oder so.

5. Wie kamst du zum Bloggen?
Durch meinen Job, das Kellnern. Mir sind innerhalb von kurzer Zeit so viele unglaublich haarsträubende Sachen passiert, dass ich deswegen einfach einen Blog einrichten MUSSTE, um nicht wahnsinnig zu werden. All meine Freunde hatten nämlich schon die Schnauze voll von meinen Stories :mrgreen:
Dadurch entstand mein erster Blog, der auch immer noch läuft. Nach einigen Monaten wurde mir dann klar, wie geil es eigentlich ist, wehrlose Menschen im Internet mit meiner Meinung und meinen Lebensgeschichten zu penetrieren. Aber weil die Thematik meines ersten Blogs so sehr festgelegt war, musste ein zweiter ran – dieser!

6. Hand auf’s Herz: Wer war dein Teenieschwarm?
Ich glaube, der erste Mann, für den ich wirklich krass schwärmte, war Ville Valo ♥ Davor gab es auch schon andere Musiker, aber so richtig warm bin ich mit denen nie geworden. Es war halt irgendwie üblich, wenn man eine Boyband oder so gut fand, auch einen Favoriten unter den Bandmitgliedern zu haben, oder? Meine Favoriten waren deshalb Eloy von Caught in the Act (das ist der, der sich später outete), aber wohl wirklich nur wegen des Namens, glaube ich, dann Paddy von der Kelly Family und Brian von den Backstreet Boys. Aber wie gesagt, keiner von denen hat mein Herz richtig in Flammen gesetzt.
Und mit 15 war ich dann rettungslos in Kurt Cobain verknallt. Er war halt einfach der schönste Mann der Welt, was soll man machen?
Ach ja, und mein Chemielehrer in der Neunten – den ich still und heimlich anhimmelte und für den ich eine Eins nach der anderen schrieb. Hach!

7. Wann hast du das letzte Mal so sehr gelacht, dass dir der Bauch wehgetan hat?
Es ist jetzt ziemlich traurig, dass ich das nicht mehr weiß :/ Es kann unmöglich ein halbes Jahr her sein, aber damals kuckten wir uns Mystery Sciene Theater 3000 und das ist das letzte Mal, an das ich mich bewusst erinnern kann. In dem Film geht es im Grunde nur darum, dass ein paar Leute sich einen echt schlechten SF-Film aus den 50ern oder so ansehen und ihn entsprechend kommentieren (klingt saublöd, ist aber Trash vom Allerfeinsten und sei hiermit empfohlen!). Eine Szene hat es geschafft, bei uns zum Running Gag zu werden: Ein Typ fragt einen Wissenschaftler: „Wann wird das Automatenzeitalter denn kommen?“ – und einer der Zuschauer kommentiert wüstentrocken: „Mittwoch!“
Wir lagen auf dem Boden. Genau mein Humor ♥

8. Was war das letzte Konzert, das du besucht hast?
Das war die Band des Freundes meiner Kollegin Johanna, die erstaunlich gut war (wer hätte es gedacht… ich nicht!). Davor, uh, das war schon letztes Jahr aufm Ring und die letzte Band, die ich dort gesehen hab, waren Die Toten Hosen. Allerdings bin ich da sehr früh gegangen, weil ich kein großer Fan bin. Vor ihnen spielten The Offspring, aber der Auftritt war leider im Vergleich zu 2008 eher enttäuschend.

9. Hast du schon Vorsätze für das neue Jahr? Wenn ja, welche?
Ach, das selbe wie jedes Jahr: Abnehmen, fabulous werden, gesund werden, die Weltherrschaft und so.

10. Wovor fürchtest du dich am meisten?
Atomkraft und BSE.

………..

Damit liegt es an mir, neue Fragen zu finden und dieses Blogstöckchen weiter zu schmeißen! Wer sind die Glücklichen?
Eines sollte auf jeden Fall die Nerdbarbie bekommen, weil sie dringend wieder mehr bloggen sollte :mrgreen: Vielleicht ist das die nötige Motivation! Dann hat zwar Erzählmirnix schon eins bekommen, wenn ich das richtig sehe, und noch NICHT reagiert (buh!), aber zwei kann sie ja unmöglich ignorieren! Die Frau Hilde dürfte zwar im schulischen Vorweihnachtsstress stecken, aber vielleicht findet sie trotzdem die Zeit?!
Und schließlich kriegen Maren, Onyx, die liebe DUDBI und Ninia noch eins hingeschmissen, auch wenn ich nicht weiß, ob sie Bock drauf haben *liebkuck*

Und natürlich kann auch sonst mitmachen, wer Bock hat!

Meine Fragen:
1. Lavalampen – yay oder nay?
2. Hebe jetzt den Kopf und drehe ihn nach links. Was zeigt das erste Poster/Bild, das dir vor die Linse gerät? (Wenn du nur ein einziges Poster/Bild im Zimmer hast und das rechts von dir hängt, drehst du dich natürlich so weit rum, bis du es sehen kannst!)
3. Wenn dir eine gute Fee ein unglaubliches Gesangstalent ODER die perfekte Beherrschung eines Musikinstrumentes geben könnte, was würdest du wählen?
4. Wann hast du das erste Mal Alkohol getrunken und wie war das für dich?
5. Welchen Autor, der mit seinen Romanen regelmäßig die Bestsellerlisten stürmt, hältst du für gnadenlos überschätzt?
6. Wer gewinnt in einem Kampf Superman vs. Batman? Und wo wäre der angemessene Platz, um Supermans Leichnam zu bestatten?
7. Was war dein persönliches Kindheitsmonster?
8. Was war deine erste „Maxi-CD“, falls du noch weißt, was das ist :mrgreen: ?
9. Wenn du eine begnadete Schauspielerin wärst, welche Rolle würdest du am liebsten spielen?
10. Findest den Begriff „Blogstöckchen“ für Blogstöckchen nicht auch unglaublich doof (aber Blogstöckchen an sich cool)?

Wenn dir das gefallen hat und du mich ein bisschen unterstützen willst, lasse ich mich gerne via Paypal zu einer Tasse Kaffee einladen. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber das muss ja niemand wissen.

This is how I work

So, Prüfungsstress ist rum, zumindest für die nächsten paar Monate. Endlich wieder Zeit zum Schreiben!
Aber ach, knapp eineinhalb Wochen ohne Bloggen (ja, auch der Beitrag gestern war schon länger fertig), praktisch ewig… ob ichs überhaupt noch kann? Was ist… was ist, wenn ich was falsch mache?! Oder üperhaubt nischt märr schraipen kan?!

Naja, erst mal ganz behutsam wieder annähern… sich langsam wieder ans Bloggen gewöhnen… und was wäre da als Mittel besser geeignet als eine hübsche Blogparade?
Isabella hat eine solche gestartet und die ist dazu noch voll meta: Eine Blogparade übers Bloggen. Cool cool cool, da muss ich doch mitmachen und mich dazu gesellen!

Bloggerinnen-Typ:
Alltachszeuch, Bücher und Filme, bisschen Feminismus, den ein oder anderen Wutanfall… und demnächst vielleicht noch ein bisschen DIY (das Wort habe ich jüngst gelernt!!).
Außer, es wird scheiße, dann natürlich nicht.

Gerätschaften digital:
Was Isabella an dieser Stelle schreibt, klingt für mich wie klingonisch. Technik und ich, der ewige Kampf. Jedenfalls hab ich ein Netbook, das ich heiß und innig liebe *streichel* auch wenn es schon ziemlich durch aussieht und mehrere Tasten fehlen (ich wollte es halt mal richtig sauber machen). Es ist… äh… ein Eee PC und, äh… Windows XP ist drauf und, äh… mehr weiß ich darüber nicht. Ach ja, und es ist mittlerweile schon gut 4 Jahre alt, läuft aber immer noch super. Klein, robust, bisschen dick und unzerstörbar – wie ich!

Gerätschaften analog:
Ich hatte mal eine Kladde, die ich zum Schreiben benutzt habe, aber inzwischen schreibe ich eigentlich nur noch auf meinem Netbook, weil ich meine eigene Schrift kaum lesen kann. Und da ich mein Netbook eigentlich überall mit rumschleppe passt das.
Weil meine Kamera wieder funktioniert (musste mir ein neues Akkuladegerät kaufen), gibts demnächst auch mal Bilder!

Arbeitsweise:
Umso konzentrierter, je höher der Angepisstheitsfaktor. Zu jeder Tag- und Nachtzeit!

Welche Tools nutzt du zum Bloggen, Recherchieren und Bookmark-Verwaltung?
Irgendwie komme ich mir immer dilettantischer vor…
Ich schreibe hier meist direkt auf WordPress, außer ich bin unterwegs und habe kein Internet, dann habe ich eine Datei für Blogsachen. Das Internet ist auch so ziemlich das einzige, was ich bis dato zum Recherchieren gebraucht habe. Die Bookmark-Verwaltung (ich musste googlen, was das überhaupt ist *grmpf*) erledigt WordPress für mich (bei Blogs von WordPress – Überraschung) und ansonsten merke ich mir einfach, was mir gefallen hat.

Wo sammelst du deine Blogideen?
Die gibt es glücklicherweise überall. Als ich anfing zu bloggen hatte ich Angst, dass mir ziemlich schnell nichts mehr einfallen wird, aber inzwischen denke ich sogar immer öfter: „Das wär doch ein Blogartikel wert.“
Mit dem, was ich noch geplant habe, komme ich locker übers nächste Jahr. Dazu gesellt sich natürlich immer wieder neues. Sei es nun ein blödes Alltagserlebnis, Idioten im Internet oder irgendeine interessante gesellschaftliche Debatte – Nachschub gibts immer!

Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?
Ähm. Ich bin jetzt nicht gerade für mein gutes Zeitmanagement bekannt. Aus jüngster Erfahrung kann ich allerdings sagen: Ein paar ständig abwesende Mitbewohner, die man nicht so wirklich leiden kann, sind coolen, witzigen und interessanten Mitbewohnern eindeutig vorzuziehen, wenn man effektiv bloggen will. Weil, letztere halten einem von allen ab durch so Schrecklichkeiten wie gemeinsam kochen, lachen oder spielen. Diese bösen Buben.

Benutzt du eine To-Do List-App? Welche?
Ich benutze keine einzige App, weil ich kein Smartphone habe und auch sonst immer noch nicht genau weiß, was eine App eigentlich ist. Eine To-Do-List, wenn ich denn eine brauche, mache ich ganz klassisch so, wie sie einst erfunden worden ist: Indem ich sie einfach schreibe. Entweder auf nen Zettel oder hier bei WordPress.

Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät ohne das du nicht leben kannst?
Mein Stopfgerät. Denn ohne das könnte ich mir meine Zigaretten nicht leisten. Man stelle sich diesen Horror vor! Zumal ich beim Bloggen wirklich eine nach der anderen wegquarze.

Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?
Zigaretten stopfen. Ich kenne zumindest niemanden, der das schneller kann als ich.
Und sonst? Ich kann mich besonders schön aufregen. Und irgendwie habe ich auch so das Gefühl, dass ichs irgendwie mehr so mit Logik hab als viele andere, die mir so über den Weg laufen.

Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?
Die Musik, die ich gerne höre, ist von hinten bis vorne so großartig, dass ich nicht anders kann als mitzusingen und mitzuwippen. Und weil es sich dabei leider nicht so gut schreibt, höre ich beim Bloggen – exakt – nix!

Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lerche?
Eule, aber sowas von. Allerdings jetzt im Frühling (harhar… heul) nicht so schlimm wie im Winter, wo ich nie vor 5 Uhr ins Bett kam und irgendwie nie richtig müde, dafür aber auch nie richtig wach geworden bin! Momentan schlafe ich spätestens um 3 Uhr, außer ich muss arbeiten, und bin spätestens um 11 wieder wach. So gefällt es mir, so könnte es bleiben!

Eher introvertiert oder extrovertiert?
Teils, teils. Ich glaube, von Natur aus bin ich extrovertiert, nur hat das Leben mich verschlossen gemacht… Deshalb merkt man das jetzt nur noch, wenn ich supergut drauf bin oder voll.

Wer sollte diese Fragen auch beantworten?
Alle.

Der beste Rat den du je bekommen hast?
„Wenn dir was anbrennt, mach die Küchentür bitte zu“ – Mitbewohner Dave, gerade eben. Das hat meine ganze Welt verändert!

Noch irgendwas wichtiges?
Wenn ein Blogbeitrag in einem Forum verlinkt wird und den jeder dort supergut findet, dann sagt das doch bitte auch der Blogbetreiberin. Also, nicht dass ihn jeder supergut findet, sondern dass IHR, die ihr ihn dort verlinkt gesehen habt, ihn supergut fandet, sofern ihr ihn denn supergut fandet. Nur so als Info, weil ich das diese Woche hatte. Dann freut die sich und ihr habt ne gute Tat vollbracht. Und dafür sind Kommentare schließlich da!
Und natürlich: *klick*