Zur Wahl von Donald Trump – eine Analyse

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Inspiriert hiervon. Danke, Warren Ellis.

Wenn du den Schmerz ein wenig lindern willst, freue ich mich über eine kleine Spende via Paypal in Form einer Tasse Kaffee. Nur brauche ich in diesem Fall Schnaps, aber das ist hoffentlich auch ok.

Halloween: 7 Last-Minute-Low-Cost-Kostümideen

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Endlich ist es soweit. Halloween: Der schönste Feiertag des Jahres! Leider ist diese Message noch nicht überall angekommen. Daher kann es passieren, dass euch selbst jetzt noch völlig überraschend und spontan eine Einladung zu einer krassen Mottoparty ins Haus flattert und euch in helle Panik stürzt, weil ihr darauf nicht vorbereitet seid.
Oder vielleicht bastelt ihr im Gegenteil schon seit Monaten an eurem Joker oder Harley-Quinn-Kostüm, nur um jetzt zu erfahren, dass Horrorclowns dieses Jahr verboten sind.
Oder aber ihr gehört zu diesen total rebellischen Leuten, die Halloween für Ami-Schund halten und ganz edgy ohne Kostüm auf der Party auftauchen wolltet, jetzt aber kalte Füße bekommt, weil ihr gemerkt habt, wie peinlich das eigentlich ist.

Was auch immer. Für alle, die auf die Schnelle noch eine Verkleidung brauchen, ohne dabei ein Vermögen auszugeben, gibt es hier 7 Ideen für Last-Minute-Kostüme!

1. Zombie

Für: Leute mit klassischen Geschmack
Ihr braucht: Alte Klamotten, Kunstblut/Lebensmittelfarbe, Bühnen-Makeup, „Dreck“

Jaja, ich weiß: Besonders kreativ ist das nicht, dafür aber ein Dauerbrenner, mit dem man zumindest seine Würde bewahren kann.
Das Gute an Zombies ist, dass jeder ein Zombie sein kann. Jeden ereilt die Zombieapokalypse so, wie er ist, und so bleibt er dann auch bis in alle Ewigkeit. Was nichts anderes bedeutet, als dass ihr aus egal welchem Outfit ein Zombie-Kostüm basteln könnt. Sucht euch einfach was aus, was ihr eh nicht mehr anzieht oder schon kaputt ist und macht es noch ein bisschen kaputter, schminkt euch sehr blass (oder blau, wenn ihr ein Anhänger von George A. Romero seid) mit Augenringen, schmiert euch mit Kunstblut und Dreck ein (dafür eignet sich Kakaopulver als hygienische Alternative), dazu der richtige hirnlose Auftritt und Voilá: Zombie!
Das kann man natürlich zu einem richtig freshen Hammerkostüm ausweiten, wenn man das nötige Engagement hat, beispielsweise durch modellierte Bissspuren, farbige Kontaktlinsen etc.pp. Aber die Basics sind sehr einfach und genügen auf die Schnelle völlig, wenn ihr euch nicht als kostümlose Spaßbremse outen wollt.

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Relativ normal aussehende Zombies

2. Schlafwandler

Für: Leute, die nicht nackt schlafen
Ihr braucht: Schlafanzug oder Nachthemd, Teddybär

Hiermit könnt ihr euch selbst bestrafen, wenn ihr verpennt habt, rechtzeitig ein richtiges Kostüm zu besorgen: Zieht einfach eure Nachtklamotten an und geht als Schlafwandler! Schlafwandeln hat die Menschheit immerhin schon seit Jahrhunderten fasziniert. Wenn man darüber nachdenkt, ist das ja auch schon fast ein bisschen gruselig. Wenn man nicht darüber nachdenkt, ist es zumindest ein Kostüm, das für einige Lacher sorgen wird. Vor allem, wenn ihr von irgendwo noch eine alte Schlafmütze auftreiben könnt. Teddy nicht vergessen!
Auch ideal, wenn ihr heute Abend vor dem Feiern noch ein Nickerchen machen müsst. Dann könnt ihr direkt aus dem Bett zur Party. Besser geht’s nicht.

3. Superheld in Zivil

Für: Vielschichtige Leute
Ihr braucht: Superheldenshirt, Hemd/Bluse. Gegebenenfalls Hornbrille.

Um das direkt klar zu stellen: Ein Superheldenshirt zählt NICHT als Kostüm. Im Gegenteil! Sich einfach nur ein Superheldenshirt überzuwerfen ist der Gipfel an Phantasielosigkeit und besudelt alles, wofür Superhelden stehen und jeder, der es wagt, mit so etwas aufzutauchen, sollte direkt wieder rausgeschmissen werden!
halloween-supermanAllerdings: Tragt ihr dieses Shirt UNTER einem geknöpften Hemd, ist das wieder etwas ganz anderes – denn damit seid ihr ein Superheld in Zivil, der seine Uniform immer dabei hat. Und das mag zwar rein optisch recht langweilig sein, aber in diesem Fall zählt eben die Idee und die ist nicht die schlechteste.
Ideal wäre es natürlich, in regelmäßigen Abständen mit pathetischer Geste euer Hemd aufzureißen (Druckknöpfe bieten sich daher an), aber das liegt in eurer Hand.
Tut mir nur bitte den Gefallen und informiert euch über eure Figur. Auf einer Party rumzuposaunen, man sei Superman in Zivil, dann aber nicht mal zu wissen, dass der in seiner zivilen Identität Clark Kent heißt, wäre ein Peinlichkeits-SuperGAU.

4. Rainbow Warrior

Für: Leute mit wohlsortieren Kleiderschrank
Ihr braucht: Unifarbene Klamotten, Haarspray

Ok, ich gebe es zu: „Rainbow Warrior“ klingt wesentlich großartiger als es eigentlich ist und mit Greenpeace hat es auch nichts zu tun. Dafür wird dieses Kostüm zum totalen Burner, wenn eure Freunde dabei mitmachen. Denn warum muss es an Halloween immer Schwarz sein?
Im Grunde geht es nur darum, Klamotten der gleichen Farbe anzuziehen. Komplett. Shirt, Pullover, Hose, Strümpfe, Schuhe. Meinetwegen auch Unterwäsche. Dazu buntes Haarspray. Alles in derselben Farbe – oder zumindest sehr ähnlichen Schattierungen. Werdet zur Inkarnation einer Farbe des Regenbogens und überredet eure Freunde, die restlichen Farben zu verkörpern.
Und jetzt stellt euch bitte vor, wie großartig die Gruppenfotos aussehen werden. Ein Fanal gegen die Tristesse des Alltags und eine unvergessliche Erinnerung!

5. Das Alte Ich

Für: Leute mit Vergangenheit
Ihr braucht: All das Zeug, das ihr schon lange wegwerfen wolltet, aber nicht konntet, weil es euch an lustigere Zeiten erinnert

Kein Jugendlicher träumt davon, mal hinter einem Schreibtisch zu versauern und den ganzen Tag mit langweiligen Zahlen zu jonglieren. Trotzdem tun das die meisten Deutschen zum Broterwerb. Adrette Büromenschen, denen man ein paar Jahre zuvor noch nicht mal die Verantwortung für eine Zimmerpflanze übertragen hätte – weil ihr nämlich aufsässig und voll in der Szene drin wart.
In welcher? Ist egal. Lasst also eure Businessklamotten im Schrank und wühlt in all den Sachen, die irgendwo dort noch vergraben sind und in denen ihr euch mal saucool gefühlt habt. Ob das nun die megakrasse Baggypants aus eurer Hiphop-Zeit ist, eure Metaller-Kutte oder das komplette Emo-Outfit: Sofern ihr in der Schule keine kleinen angepassten Spießer wart, sollte es da massig Auswahl geben.

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Wart ihr vielleicht… Raver?

Vorsicht: Reisen in die Vergangenheit dieser Art können spontane Wesensveränderungen auslösen. Solange ihr als Teenager nicht Vorsitzender des örtlichen Böhse-Onkelz-Fanclubs wart, ist das jedoch okay.

6. Crossdresser

Für: Witzbolde. Oder Leute mit geheimer Sehnsucht.
Ihr braucht: Stereotype Klamotten fürs andere Geschlecht

Es ist zwar ein bisschen traurig, aber ein Mann mit Kleid wird immer besondere Aufmerksamkeit erregen. Gleichzeitig ist Halloween die perfekte (und einzige) Gelegenheit, eine entsprechende Neigung unsanktioniert in der Öffentlichkeit ausleben zu können.
Und Frauen in Anzügen sind sowieso megasexy, heißt es jedenfalls.

7. Anthropomorphes Alien

Für: Leute mit Leidensfähigkeit
Ihr braucht: Bodypaintingfarbe plus Fixiermittel

Die Bilder, die sich die Menschheit von Aliens gemacht hat, sind mannigfaltig. Sobald es jedoch um Filme oder Serien geht, herrscht allerdings erstaunlich geringe Vielfalt vor. Ob das nun aus der Überzeugung entspringt, dass intelligentes Leben im Universum immer eine ähnliche Evolution durchläuft oder einfach nur aus Budgetgründen: Viele Aliens sehen einfach wie Menschen mit kleinen körperlichen Abweichungen aus (oder gar keinen – siehe Superman oder der halbe Cast von „Star Wars“).

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Krylorianer

Das kann man sich allerdings zunutze machen. So kann einem niemand widersprechen, wenn man sich grün anmalt und als Marsianer deklariert. Alternativ sind jedoch auch Krylorianer sehr im Kommen, das sind die pinken Aliens aus „Guardians of the Galaxy“.
Der Rest ist ganz einfach, zumal Aliens auch ganz normale Klamotten tragen können. Jedes sichtbare Fitzelchen Haut muss dagegen einfach nur in der passenden Farbe geschminkt und fixiert werden. Unangenehm? Bestimmt. Aber auch verdammt witzig. Damit fallt ihr mit Sicherheit auf, denn so sehr hängen sich die wenigsten in ihre Kostümierung rein!

Jetzt fühlt ihr euch voll vorbereitet auf Halloween, wisst aber noch nicht, was ihr saufen sollt? Kein Problem, auch dafür gibt es die passenden minimalistischen Halloween-Partytipps

Und wenn ihr lieber zuhause bleiben und den Feiertag ruhig begehen wollt, dann seht euch auf gar keinen Fall diese Filme an: 5 Filme, die ich niemanden empfehlen will

Weißt du, was auch der pure Horror ist? Existenzängste, weil man nicht genug Knete hat! Wenn du mir ein wenig meiner Angst nehmen und mich ein bisschen unterstützen willst, lasse ich mich deshalb gerne via Paypal zu einer Tasse Kaffee einladen. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber das muss ja niemand wissen.

Verschnaufpause

Es ist vollbracht – Klausuren geschafft!

Letztendlich war es doch relativ einfach, auch wenn ich vor der ersten Klausur mehrere Heulattacken durchstehen musste und schließlich nach vier erquickenden Stunden Schlaf im Prüfungsraum saß. Dementsprechend fit fühlte ich mich. Ich rannte sicher achtmal aufs Klo, um mir kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen, erfuhr aber leider erst in der zweiten Klausur, dass jeder Klogang genauestens protokolliert wird. Da ich jedoch noch nicht wegen eines Betrugsversuchs angeschrieben worden bin, gehe ich davon aus, dass die Prüfer mich einfach nur für die Frau mit der kleinsten Blase der Welt hielten und damit komme ich klar!

Die zweite und dritte Prüfung konnte ich schließlich antreten, ohne mehrmals in den Nächten davor voller Panik hochzuschrecken und letztendlich um fünf Uhr früh hellwach zu sein (die Prüfungen waren um 9). Der Freund hat mich nämlich jedes Mal zuverlässig zu wecken versucht, was den kleinen Komplex beruhigte, den mir meine Mutter eingeredet hat. Ich sag nur „VERSCHLAF BLOSS NICHT OH MEIN GOTT WENN DU VERSCHLÄFST WERDEN WIR ALLE STERBEN DU WIRST SICHER VERSCHLAFEN AAAHHH!“ Das hat seit meiner Kindheit dazu geführt, dass ich tatsächlich kaum verschlief – weil ich nämlich gar nicht mehr schlafen konnte.
Aber, oh Wunder: Sobald ich wusste, dass man mich wecken würde, war das Problem erledigt.

Ich hoffte also, dass die zweite Prüfung nicht so stressig sein würde. Sie war es aber doch. Und diese Erkenntnis lief in drei Phasen ab:

1. Kurz vor Erhalt der Prüfung: Nervosität angesichts der unvorhergesehenen Prüfünungsfragen.
2. Lesen der Prüfungsfragen. Der Gedanke: „Joah, das kriege ich hin“. Kurzzeitige Erleichterung.
3. Der Gedanke, für die Beantwortung fünf – F-Ü-N-F – Stunden aufbringen zu müssen. Anschließender innerer Kollaps!

Im ernst, Leute: Die schöne Gewissheit, die Prüfungsfragen beantworten zu können, war überhaupt nichts mehr wert, wenn mir klar wurde, wie UNFASSBAR MÜHSAM es sein würde, so lange Zeit am Stück daran arbeiten zu müssen! Das ist doch unmenschlich! Und wofür?! Für 5% von der Endnote!!!

So lange habe ich seit dem Abi nicht mehr schreiben müssen und ich hoffe inständig, dass es nun das allerletzte Mal war für immer!

Die nächsten Prüfungen sind dann mündlich, aber das beste ist, dass sie erst im Dezember sind! Also kann ich mich jetzt erstmal entspannen. Es ist ekelhaft, aber ich FREUE mich richtig darauf, im Oktober richtig viel arbeiten zu gehen! Besoffene Gäste, besoffener Chef, besoffenes Ich – alles besser als diese Tortur.

Aber weil leider nicht nur die Klausuren geschafft sind, sondern auch ich, steht jetzt erstmal Urlaub an. 5 Tage Spanien mit dem Freund bei hoffentlich immer noch sonnigen Wetter, denn es geht an den Strand und ich habe absolut kein schlechtes Gewissen dabei, dort nichts, aber auch gar nichts zu tun! Und dann geht es endlich auch hier weiter.

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Mathe

Ich betrachte etwas entsetzt die Uhrzeit, die als Zeitpunkt der Abgabe an die Tafel im Prüfungsraum geschrieben worden ist.

Ich: „Äh – die Prüfung dauert SECHS STUNDEN?!“

Sekretärin: „Nein, fünf.“

Ich: „Oh, ups, stimmt. Naja… ich schreibe ja nicht in Mathe, haha.“

Sekretärin: „Nein, die schreiben ja noch kürzer.“

 

Jap. Genau das wollte ich damit sagen -.-

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PS: Prüfung lief gut!!! Nächste Woche wird härter…

 

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Lernpause

Ich: „Weißte was? Ich mache heute mal Lernpause!“

Freund: „Ok.“

Ich: „Wie, ‚Ok‘? Willst du mich nicht zwingen? Du musst mich doch motivieren!“

Freund: „Ach, ich bin nicht wie unser Ex-Mitbewohner, der verlangen würde noch weiter zu schuften, damit aus einer 1,2 eine 1,0 wird…“

Ich: „Oh… du meinst, ich habe die Chance auf eine 1,2?“

Freund: „Nein.“

Ich: „Oh.“

Freund: „…“

Ich: „…“

Freund: „…“

Ich: „Die Note gibt’s ja auch gar nicht.“


Leute… ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr die Uni gerade saugt!

Da fängt man als unbedarftes, pausbäckiges Mädel mit Sternen in den Augen und Hoffnung im Herzen an zu studieren – und kaum 10 Jahre später knallt einem die Realität brutal in die Fresse und man hat Abschlussprüfungen. Einfach so!!! Urplötzlich!!!

Twitter klage ich bereits täglich mein Leid. Jetzt also auch hier: Ja, es geht wirklich dem universitären Ende entgegen. Ja, ich habe Abschlussprüfungen. Und zwar schon ab nächster Woche -.-

Und ja, ich bin ein nervliches Wrack.

Heute habe ich beschlossen, mal eine Lernpause einzulegen (weil wegen Sonne. Und weil es nach drei Tagen intensiven Lernens ja auch mal höchste Zeit wird.). Nur deshalb schreibe ich überhaupt.

Dabei möchte ich so gerne schreiben. Pausenlos. An einer Handvoll toller Geschichten, Massen an Artikeln und mindestens drei Dutzend verschiedenen Blogbeiträgen. Wie immer, wenn ich EINFACH KEINE ZEIT HABE.

Ich weiß, dass ich damit nicht allein bin. Aber in dieser krassen Form kenne ich das von niemanden. Zumal dieser Drang, kreativ zu sein und tausend Projekte anzufangen und meine Festplatte zu sortieren und Sport zu machen und ein Drehbuch zu schreiben und nach Hollywood zu gehen und Bürgerinitiativen zu gründen und all das und überhaupt… am Ende ja doch wieder verschwunden ist. Denn:

Leider ist das nämlich kein Witz. Ich habe wirklich so einen Wisch bekommen. Und den habe ich immer noch nicht gelesen. Ich weiß nicht mal, wo ich ihn hingepfeffert habe. Was soll man dazu noch sagen?

Die Therapie hilft dabei auch nur bedingt, womit die Frage bleibt, ob ich den Rest meines Lebens dazu verdammt bin, wichtige Sachen (Hausarbeiten schreiben, Lernen für Prüfungen) so kurz vor knapp zu erledigen, dass die täglichen überforderten Heulkrämpfe praktisch vorprogrammiert sind, oder die schönen Sachen, die ich machen WILL, gar nicht zu erledigen.

Das betrifft nicht nur, aber auch den Blog. Ich möchte meine Stephen-King-Liste vervollständigen. Ich möchte von meiner USA-Reise schreiben, die ja erst eineinhalb Jahre her ist. Ich möchte ekelhaft romantische Dinge von mir und dem Freund teilen. Ich möchte Musik und Essen und Party. Ich möchte mich auch aufregen über unwichtigen Blödsinn. Ja, und bevor schon wieder jemand fragt, ich möchte sogar meine Liste mit Filmen, die ich liebe, obwohl sie jeder hasst endlich teilen und mir die Haue dafür abholen.

Warum kann ich das einfach nicht? Warum ist das ausgerechnet für mich nicht so einfach?

Die Hoffnung jedenfalls ist noch nicht ganz tot. Darauf, dass ich diese ganze Scheiße bis Oktober, wenn die letzte Klausur vorbei ist, und Januar, wenn die letzte mündliche Prüfung stattfindet, irgendwie überstehe und dann endgültig und tatsächlich durchstarten kann. Wie das aussieht weiß ich zwar noch nicht, aber das Thema „Uni“ ist dann jedenfalls abgeschlossen und „Lernen“ damit hoffentlich auch (zumindest in dieser Form – man lernt ja sein ganzes Leben und so).

Bis dahin freue ich mich über so aufregende Dinge wie den Keller aufräumen – morgen ist nämlich Sperrmüll. Was eine genauso gute Ausrede für eine Lernpause wie alles andere ist.

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Den/dem Stress weglaufen

„Was sollen wir eigentlich machen nach diesen ganzen Stress, Robin?“
„Dasselbe wie jedes Mal, Robin – wir rennen nach Spanien!“

Ich habe ja öfter Durststrecken auf dem Blog, aber das war die bisher längste. Mit Grund: Die stinkfaule Langzeitstudentin mit Depressionshintergrund hat sich jetzt endlich für die Abschlussprüfungen angemeldet. War auch höchste Zeit, denn wenn ich noch ein Semester gewartet hätte, hätte ich meine Examensarbeit nochmal schreiben müssen, weil dazwischen kein so großer Abstand liegen darf.

Aber was soll das heißen, noch ein Semester warten? Das ist nicht drin, Leute. Obwohl sie niemand leiden kann, übernehmen die Bachlor/Master endgültig den Laden… und wir Altstudierenden werden zunehmend energischer rausgekehrt. Nach diesem Semester hätte ich mich für die Abschlussprüfungen nur mit Härtefallantrag anmelden dürfen – entgegen ganz anders lautender Aussagen in der Vergangenheit. Aber in der Uni-Bürokratie ist es wie in jeder Bürokratie: Da weiß eine Hand nicht, was die andere macht und auf Nachfragen kommt immer nur noch mehr Geschwurbel.

Also anmelden. Dafür musste ich aber erstmal alle Scheine haben. Wofür ich erstmal alle noch fälligen Hausarbeiten schreiben musste. Vier Stück in ca. zwei Monaten, trotz Arbeit, trotz zwischenzeitlicher Grippe des Todes, trotz psychosomatisch bedingter Rückenschmerzen, wegen denen ich insgesamt zweimal zum Hausarzt, einmal zum Röntgen und siebenmal zur Physiotherapie rennen musste.

Und dann die Anmeldung an sich! Es gab Tage, an denen ich fünf Stunden an der Uni war und nur von einem Sekretariat zum nächsten rannte. Dazu korrespondierte ich noch mit einem alten Prof, der die Uni verlassen hat und daher nicht mehr verfügbar war, um zwei alte, nicht mehr auffindbare Scheine neu auszustellen, und schlug mich mit meiner alten Praktikumsstelle rum, von der ich nie eine Bescheinigung bekommen habe, die aber leider keinerlei Unterlagen mehr von mir hatte, die bewiesen, dass ich überhaupt da gewesen war. Das Problem ließ sich nur lösen, weil mein alter Klassenlehrer sich noch an mich und mein Praktikum erinnerte, aber bevor er bereit war, den Beleg auszustellen, zierte er sich gar sehr.

Long story short: Ich habe nun keine Angst mehr vor den Prüfungen, denn die können unmöglich stressiger sein als diese ganze Scheiße!

Ich muss allerdings erst in ein paar Wochen anfangen, mich darauf vorzubereiten. Was liegt da näher, als eben genau das zu machen, was bei mir gegen Stress so gut hilft wie nichts anderes?

Okay, einige mögen einwenden, dass 40km am Tag mit einem fast 10kg schweren Rucksack auf dem Rücken nicht so wirklich in die gängige Vorstellung von „Entspannung“ passt. Aber bei mir ist das so. Nirgendwo kann ich so gut loslassen wie in Spanien. Das Land, die Sonne, das Essen, die Leute, nichts weiter tun müssen als gehen, gehen, gehen… ein Träumchen. Zumindest für mich.

Zehn Tage bin ich weg und danach hoffentlich wieder voll da. Für euch, für meinen zuckersüßen Freund, für mich. Ohne Stress. Weil ich es kann!

Bloggen werde ich darüber nicht, aber ein paar Bilder gibt es auf Twitter zu sehen auf meinem Account oder unter dem Hashtag #robincamino. Viel Spaß! 🙂

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Lyrik

Vor fünf Jahren schrieb ich dieses Akrostichon. Ich weiß, es ist krass pathetisch, aber es gefällt mir trotzdem.

 

Siechend geht die Welt zugrunde
Unwahrheit der Großen Wort
Plötzlich ganz so schlägt die Stunde
Einsam leer ein jeder Ort
Reißt alles mit sich fort.
Grausam klingt die schlimme Kunde
Allumfassend diese Wunde
Und die Welt stöhnt „Mord“.

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Ein erfolgreiches kleines Familienunternehmen

Sie reicht mir begeistert eine Stellenanzeige für eine Konditorei.

„Wie findest du das? Darauf will ich mich bewerben!“

„Hm. Klingt ja irgendwie cool, aber dafür hast du doch nicht die Voraussetzungen?“

„Wieso?“

„Naja, hier steht, man braucht Erfahrung mit Lebensmitteln und die hast du ja nicht.“

„BITTE?! Ich habe dreißig Jahre lang einen Haushalt geführt!“

Meine Mami. Manchmal feiere ich sie 🙂

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Von Dschingis Khan lernen heißt Streitkultur lernen

Die Mongolen nutzten bei ihren großflächigen Eroberungszügen die Taktik, ihre militärischen Gegner nie vollständig einzukesseln. Sie ließen immer eine Fluchtmöglichkeit, um zu verhindern, dass diese Menschen, dem sicheren Tod ins Auge blickend, ihre letzten Kräfte zusammen nahmen und mit dem Mut der Verzweiflung kämpften. Stattdessen konnten sie einfach wegrennen. So haben die Mongolen die halbe Welt erobert.

Als ich über diese Taktik las, machte mir das eindrücklich klar, warum „Diskussionen“ in meiner Familie immer völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Denn meine Familie war sehr gut darin, den Kreis so eng um einen zu ziehen, bis man glaubte, ersticken zu müssen. Gerade als Teenager hat man so viele Kämpfe mit den Eltern auszutragen, die eigentlich größtenteils banal sind. Bei uns liefen sie aber immer besonders heftig und unbefriedigend ab.

So wurde zum Beispiel nie akzeptiert, wenn ich mich in mein Zimmer zurück zog. Wie oft kam mein Stiefvater direkt im Anschluss in mein Zimmer gerannt und fragte strunzdoof „Warum hast du die Tür geknallt?“
„Weil ich verdammt sauer bin, du Vollidiot!!!“ habe ich damals leider nicht gesagt. Stattdessen hilflose Verzweiflung. In solchen Situationen hat mich immer am meisten gestört, dass ich, als Teenager in der Pubertät, der verdammt noch mal jedes Recht hat, sich irrational verhalten zu dürfen, weil das in dieser Lebensphase einfach normal ist, gezwungen wurde, die Stimme der Vernunft zu sein. So waren meine Gedanken in dieser Zeit tatsächlich: „Warum lässt du mich nicht sauer sein? Warum akzeptierst du meinen Abgang nicht? Warum lässt du mich nicht emotional sein, wo doch meine Hormone pubertätsbedingt gerade Amok laufen? Und warum muss ICH dir das erklären, obwohl du das doch wissen solltest?“

Das hat wirklich keinen Spaß gemacht. An Logik und Vernunft zu appellieren, obwohl man sich doch einfach nur kreischend auf den Boden werfen und mit den Beinen strampeln will, weil man nicht zu dieser höllencoolen Party darf – das zwingt das Hirn in Bahnen, für die es eigentlich noch nicht gemacht ist. Und Respekt für seine Eltern lernt man auf diese Weise auch nicht – haben sie sich doch im Grunde kindischer benommen als man selbst zu einer Zeit, als kindisches Benehmen für sich selbst noch okay war, für sie allerdings nicht.

Aber das ist eigentlich ein anderes Thema. Es geht um die Möglichkeit des Rückzugs. Selbst in den besten Beziehungen gibt es mal Streit, das ist unvermeidlich. Aber hierbei handelt es sich nicht um politische Diskussionen, bei denen man den Gegner in die Ecke treibt und triezt, bis er entweder aufgibt oder sich so um Kopf und Kragen redet, dass allen Zeugen klar wird, jemand unwählbares vor sich zu haben. Das ist wichtig, denn es kann auf politischer Ebene nicht zielführend sein, jedem Gegner, der sich verrannt hat, den Kopf zu tätscheln und Kaffee trinken zu gehen.

Beziehungen dagegen bauen auf Liebe und Respekt. Hier gelten andere Regeln. Hier muss es möglich sein, dem Partner (oder der Tochter, der besten Freundin, der eigenen Mutter) einen taktischen Rückzug zu eröffnen. Die Alternative ist nämlich auch 700 Jahre nach dem Zerfall des Mongolischen Reichs nicht besonders angenehm: Als Teenager, eingekesselt von den eigenen Eltern, hat man geschrieen, getobt und um sich getreten. Als Erwachsenem dagegen rutschen „mit dem Mut der Verzweiflung“ vielleicht ein paar Dinge raus, die man eigentlich nicht sagen wollte.

Lilly und Marshall von „How I met your mother“ gelten bei vielen Fans als Vorzeigepaar und fahren die gleiche Taktik: Wird ein Streit zu heftig, drücken sie auf Pause. Sie reden dann einfach über was anderes. Zumindest für kurze Zeit – dann wird der Streit wieder aufgenommen.

Ich halte das für eine vorbildliche Politik. Das hat nichts mit „Totschweigen“ zu tun. Auch nicht mit Kapitulation oder „dem anderen Recht geben“. Die Mongolen haben ihre Gegner auch nur scheinbar entkommen lassen, um sie in oft tagelangen Hetzjagden einzeln zu verfolgen und bis auf den letzten Mann brutal abzumetzeln.

So weit sollte es natürlich in einer Beziehung nicht gehen. Aber eine Fluchtmöglichkeit, ein Pauseknopf, die schlichte Akzeptanz der Aussage „Können wir diese Diskussion BITTE auf morgen vertagen?“ zeugt nicht nur von einer guten Streitkultur, sondern auch von Liebe und Respekt.

Und vielleicht merkt man, nachdem man dieser Bitte entsprochen und eine Nacht darüber geschlafen hat, dass man sich selbst ein wenig verrannt hat. Dass man vielleicht ein bisschen verbohrt, Dinge nicht beachtet hat oder schlicht ein wenig zu betrunken war.

Spätestens dann wird es Zeit, sich nicht mehr wie ein barbarischer Mongole aufzuführen. Und den Friedensvertrag einfach mit einem Kuss zu besiegeln.

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Rezension: Die Fettlöserin – eine Anatomie des Scheiterns

Nichole Jäger hatte schon immer Gewichtsprobleme und  vor einigen Jahren mit Mitte 20 schließlich das stolze Gewicht von 340kg erreicht. Inzwischen wiegt sie nur noch die Hälfte, ist Abnehmcoach und hat über ihre Erfahrungen ein Buch geschrieben:

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Als ich zum ersten Mal über den Blog der Autorin stolperte, war ich begeistert von ihrer lockeren Art und konnte vieles mit vollem Herzen unterschreiben. Deshalb möchte ich vorab sagen, dass ich Frau Jäger für einen sympathischen und humorvollen Menschen halte und es sicher Spaß machen würde, mit ihr ein Bier trinken zu gehen.
Dabei sollte das Gesprächsthema jedoch besser nicht “Abnehmen” sein, denn inzwischen bin ich etwas klüger und weiß, dass die geschilderten Fakten und Gedanken zum Thema bestenfalls auf Halbwissen beruhen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch potentiell gefährlich für Leser, weshalb ich mich zu dieser Rezension entschlossen habe.

Zunächst zum autobiographischen Teil. Viele Rezensenten auf Amazon oder anderswo haben schon bemängelt, dass einige Details ihrer Geschichte einfach nicht ganz stimmig sind. Die ersten Diskrepanzen fallen ziemlich schnell auf, wenn man nur mit ein bisschen Aufmerksamkeit liest.

Wie kann sie beispielsweise im Abitur eine 2 in Sport erreichen, wenn sie mit 14 eine Hüft-OP über sich ergehen lassen muss und erst zwei Jahre darauf wieder selbstständig stehen kann? Was ist in den Jahren zwischen diesem Ereignis und dem Abitur passiert, zumal sie berichtet, nach ihrem Unfall nie wieder richtig mit Sport angefangen zu haben?

Direkt im Anschluss dann die Zeit, in der sie auf 340kg zugenommen hat. Sie hat sich Essen von Supermärkten und Pizzaservices liefern lassen, ok. Aber wer hat das bezahlt? Wer hat überhaupt ihren Auszug von zuhause, das viele Essen, ihr Leben finanziert? Was hat sie in der Zwischenzeit gemacht, wie hat sie es vor sich selbst gerechtfertigt, keine Ausbildung anzufangen, was ging in dieser Zeit in ihr vor, wie konnte sie auf diese Weise volle acht Jahre zubringen? Das sind Fragen, auf die keine Antworten gegeben werden.

Und dann ist da noch die generelle Frage bezüglich der Glaubwürdigkeit. Es gibt keine Fotos, keine Dokumente der Abnehmklinik, einfach nichts, was ihr Startgewicht oder die Schritte bis zum jetzigen Gewicht belegt. Es hat nichts mit Voyeurismus zu tun, bei einem so unvorstellbar hohem Gewicht irgendeine Art von Beweis zu verlangen. Frau Jäger vermarktet ihre große Gewichtsreduktion und das sehr aggressiv, TV-Auftritte und natürlich das Buch inklusive – da wird die Frage nach einem Nachweis ja wohl noch erlaubt sein.
Aus diesem Grund zweifeln nicht wenige ihr hohes Ausgangsgewicht an. Ich gehe allerdings noch einen Schritt weiter und bezweifle, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt wirklich “nur” 170kg wiegt. Vergleicht man sie mit anderen Frauen ihrer Größe und ähnlichen Gewicht, fällt auch hier auf, dass sie wesentlich massiger wirkt. Und das alles trotz des vielen Sports, der ja zum Muskelaufbau beitragen und damit optisch schlanker machen sollte?

Irgendwie passt da vieles nicht zusammen. Da ihr hohes Ausgangsgewicht und ihre Abnahme jedoch Kern ihrer medialen Präsenz ist, drängt sich die Frage auf, was passieren würde, käme heraus, dass hier Dinge falsch dargestellt worden sind. Wäre das nicht sogar ein Fall irreführender Werbung?

Möglicherweise tue ich und andere Rezensenten ihr hier Unrecht, aber ohne Fotos oder auch nur Gewichtskurven fällt es nun mal schwer, ihren Weg nachzuvollziehen und das alles auch zu glauben.

Das sind einige Dinge, die im Blog wenig aufgefallen sind, aber in dieser geballten Form als Buch leider zwangsläufig Fragen aufwerfen. Doch nehmen wir einmal an, die Darstellung stimmt, dann bleibt da immer noch der darauf folgende “wissenschaftliche” Teil.

Ich muss das leider in Anführungszeichen setzen, denn bis auf ein paar chemische Formeln und Fachvokabular erinnert hier leider nichts an Wissenschaftlichkeit. Zumal Frau Jäger der erstaunliche Spagat gelingt, eigentlich ziemlich einfache Informationen mit vielen Fremdwörtern unnötig kompliziert wiederzugeben und sich gleichzeitig an die Leser zu wenden, als hätte sie eine Schulklasse minderbegabter Achtjähriger vor sich. Der flapsige Schreibstil wirkt hier besonders unpassend und einfach nur enervierend. Müssen solche seitenlang ausgebreiteten “Sendung mit der Maus”-Vergleiche wirklich sein in einem Buch, das sich an ein erwachsenes Publikum richtet und dieses damit behandelt, als wäre es besonders schwer vom Begriff?

Vom Inhalt dieser physikalischen Exkurse ganz zu schweigen. So erklärt sie mit vielen Worten, wohin Fett eigentlich verschwindet, wenn es abgebaut wird. Es wird nämlich hauptsächlich ausgeatmet.
Aha… und jetzt? Das ist bestenfalls ein halbwegs interessanter Funfact, aber wie genau hilft das jetzt bei der Abnahme? Mir persönlich ist es ehrlich gesagt völlig egal, auf welche Weise das Fett meinen Körper verlässt, zumal dieses Wissen den Prozess weder unterstützt, noch beschleunigt!
Ihr wohl witzig gemeinter Hinweis, sich beim Sport nicht zu schämen, wenn man vor Anstrengung keucht und hechelt, da hier immerhin gerade Fett ausgeatmet wird, kann dann auch leicht missverstanden werden. Eine höhere Atemfrequenz = mehr Fettabbau? Nicht wirklich, ne? Dieser Eindruck könnte aber bei dem ein oder anderen Leser entstehen. Es gibt wesentlich bessere und vor allem wissenschaftlich exaktere Gründe, um die Leser zu mehr Bewegung zu animieren!

Die selben unnötig vielen, unnötig komplizierten Worte verschwendet sie bei ihrer Erklärung über Kohlehydrate (was den meisten ohnehin noch aus dem Bio-Unterricht bekannt sein müsste), bei der sie eine Lanze für diesen Makronährstoff bricht und die Leser gleich noch wissen lässt, dass sie vom Low-Carb-Trend überhaupt nichts hält.
Sie echauffiert sich über die Verteufelung der Kohlenhydrate, argumentiert dabei aber komplett am Thema vorbei. Es ist nämlich mitnichten so, dass Kohlenhydrate bei den meisten Low-Carb-Diäten als etwas böses gelten, das für alle Zeiten gemieden werden muss. Der Grund vieler Menschen, während ihrer Abnahme auf Kohlenhydrate zu verzichten, ist ganz schlicht der: weil Kohlenhydrate in egal welcher Form wahnsinnig viele Kalorien haben. Zumal sie meist Hauptbestandteil der Nahrung sind. Ein Esslöffel Öl macht Sinn, ein Esslöffel Nudeln dagegen nicht so, oder?
Diese Kalorien kann man genauso gut für Gemüse und mageres Fleisch aufwenden, zumal es in der Low-Carb-Küche inzwischen sehr viele leckere und kreative Alternativen für kohlenhydratreiche Produkte gibt – und damit wird man am Ende sogar satter als MIT Kohlenhydraten bei gleicher Kalorienmenge! Auch die von ihr so vielgelobten Ballaststoffe sind bei einer solchen Ernährung überreichlich vorhanden – ganz ohne kalorienreiche Vollkornprodukte.

Frau Jäger beschreibt lang und breit, dass jeder Mensch seinen individuellen Weg zum Abnehmen finden muss. Wie ist vor diesem Hintergrund diese Wut (ja, es ist richtige Wut!) zu rechtfertigen gegen eine Ernährungsform, die man übrigens weder täglich, noch für immer praktizieren muss, obwohl in vielen Versuchen gute Abnehmerfolge mit einer solchen Ernährung dokumentiert worden sind? Möglicherweise haben nicht alle Leser solche Probleme wie Frau Jäger, auf Nudeln zu verzichten (ihre eigene Aussage), aber ihre Abrechnung mit diesem “Trend” empfinde ich schon fast als beleidigend diesen Leuten gegenüber, zu denen ich mich auch zähle. Ist das wirklich das, was sie ihren Klienten mitgeben will – obwohl die doch selbst am besten wissen müssten, worauf sie verzichten können?

Was dann auch noch richtig unangebracht ist, ist ihr Vergleich mit Antidepressiva. Kohlenhydrate würden ähnlich wirken – daher mache Schokolade auch so glücklich. Da fragt man sich ganz böse, warum sie mit der Ananas-Diät so unzufrieden war? Die bestehen doch praktisch aus nichts anderem!
Der Verdacht drängt sich auf, dass sie nur eine Rechtfertigung sucht, weiterhin Nudeln zu essen, so wie sie Vollkorn und die darin enthaltenen Ballaststoffe lobt, denn darüber hinaus scheint ihr die Zusammensetzung der Lebensmittel ziemlich egal zu sein. Sie geht tatsächlich nur auf Ballaststoffe ein zur Ehrenrettung ihrer Kohlenhydrate. Als enthielten andere Nahrungsmittel nicht ebenfalls Ballaststoffe!

Was dagegen als wissenschaftlicher Fakt nur ganz am Rande erwähnt wird und gegenüber den Informationen zum Fettabbau eine wesentlich größere Daseinsberechtigung gehabt hätte, bezieht sich auf das Energiedefizit. Es ist nämlich so, dass jeder Mensch, egal mit welcher Ernährung, ziemlich genau 7000kcal einsparen muss, um 1 Kilo Fett zu verlieren. Das ist universell, das ist Physik und gilt für jeden. Warum widmet sie dieser Information nicht mehr als einen Halbsatz, den mit Sicherheit viele Leser gar nicht verstehen, weil ihnen diese Formel unbekannt ist?
Natürlich: Weil diese Rechnung Kalorienzählen nahe legt und Frau Jäger nichts vom Kalorienzählen hält. Warum, erwähnt sie übrigens nicht. Vermutlich, weil es irgendwie genussfeindlich ist, genau zu wissen, was man zu sich nimmt und seine Abnahme darauf aufbauend berechnen zu können? Oder weil es weh tut, schwarz auf weiß zu sehen, wie viel man da gerade gegessen hat, obwohl das doch so ausgewogen und ballaststoffreich war?

Damit zum definitiv größten Problem innerhalb des “wissenschaftlichen” Teils, nämlich ihrem Kapitel über den Jojo-Effekt und den sogenannten Hungerstoffwechsel.
Frau Jäger ist leider nicht die Einzige, die vollkommen überzeugt davon ist, dass der Körper anfängt, Fett zu “bunkern”, wenn man während einer Diät “zu wenig” isst. Dies führe dann in kürzester Zeit zu einer erst langsameren, dann völlig zum Erliegen kommenden Abnahme und schließlich zur Zunahme, da sich der Körper bei geringer Kalorienmenge in einer Hungersnot wähnt und den Stoffwechsel auf “Sparflamme” schaltet, und zwar auch noch dann, wenn man wieder mehr isst – der Jojo-Effekt.
Frau Jäger gibt sogar zu, dass bei dem Thema selbst unter Experten Uneinigkeit herrscht, propagiert die Angst vor dem Hungerstoffwechsel aber trotzdem munter weiter, wobei sie nicht einen einzigen Beleg liefert. Hat sie zuvor erklärt, der Grundumsatz sei das, was der Körper bei völliger Ruhe braucht, nur um seine lebenserhaltenden Funktionen ausführen zu können, weiß sie nun zu berichten, dass sich der Grundumsatz im Hungerstoffwechsel halbieren kann. Natürlich auch das völlig ohne Beleg!

Es fällt schwer, an dieser Stelle nicht entsetzt das Buch wegzulegen. Die Vorstellung, ein Körper, der mit 340kg das Fünffache (!!!) dessen wiegt, was bei Frau Jägers Größe normal wäre, würde sich im Krieg wähnen und anfangen “für schlechte Zeiten” zu bunkern, weil er länger als fünf Tage am Stück “zu wenig” Kalorien bekommt, ist einfach nur grotesk!

Zusammen mit dem Larifari-Ton, den Frau Jäger hier anschlägt (“vielleicht stimmt das ja doch nicht, aber selbst wenn nicht, habe ich trotzdem schon 170kg abgenommen”) entsteht der Eindruck einer eigentlich ob der schieren Menge an validen Daten, die allesamt die Existenz des Hungerstoffwechsels widerlegen, zutiefst verunsicherten Frau, die Dinge wiederkäut, mit denen sie sich im Grunde kaum befasst hat. Eigentlich bemitleidenswert, aber nicht akzeptabel ist dabei die Panik, die sie bei ihren Lesern verbreitet. Der Körper merkt innerhalb von fünf Tagen, dass er sich praktisch in einer Hungersnot befindet, braucht aber Monate, um den Stoffwechsel bei gesteigerter Nahrungsaufnahme wieder zu normalisieren – während er unweigerlich zunimmt? DAS ist beängstigend. Glücklicherweise stimmt es nicht.

Frau Jäger hat dann auch einen Tipp auf Lager, wie man diesen Zustand umgehen kann, nämlich indem man maximal 500kcal unter seinem Gesamtumsatz isst. Diese Information weiter zu geben scheint ihr allerdings Bauchschmerzen zu bereiten und nicht so recht ins Konzept zu passen, denn um das hinzukriegen, muss man Kalorien zählen und davon hält sie ja wie gesagt nichts. Sie tröstet den Leser jedoch, dass auf diese Weise eine Abnahme von einem halben Kilo in der Woche möglich wäre, ganz ohne in den Hungerstoffwechsel zu fallen.

Ein Richtwert also, an den sie sich selbst nicht hält, denn die ersten 60kg hat sie in 8 Monaten verloren, was in dieser Zeit einem durchschnittlichen täglichen Energiedefizit von ca. 1750kcal entspricht, also ca. 1,8kg die Woche. Diese hohe Abnahme ist natürlich nur möglich, weil ihr Grundumsatz bei ihrem Ausgangsgewicht schon bei über 4000kcal lag. Da sie aber in dieser Zeit nahezu bewegungsunfähig war, kann ihr Gesamtumsatz nur unwesentlich höher gewesen sein, was zusätzlich beweist, dass an der Maxime “höchstens 500kcal unter Gesamtumsatz, sonst Hungerstoffwechsel” nichts dran sein kann. Gleichzeitig berichtet sie, in der ersten Zeit ca. 3kg die Woche verloren zu haben, was damit ja auch wieder nicht zusammen passt!

Man fragt sich: Ist Frau Jäger nie aufgefallen, dass sie sich selbst nicht gemäß ihrer eigenen Regeln ernährt? Oder gibt sie tatsächlich nur die halbgaren, wissenschaftlich unhaltbaren Tipps wider, die sie während ihrer Diätkarriere aufgeschnappt hat, ohne auch nur einmal einen Taschenrechner in die Hand zu nehmen oder eine Studie dazu zu lesen?

Weitere konkrete Tipps sucht man in diesem Buch dann leider auch vergeblich. Ja, es soll kein Diätratgebr im klassischen Sinn sein… aber etwas mehr als “Vollkornprodukte, Gemüse und auch etwas Protein” wäre ja wohl doch zu erwarten?

So bleibt für den Leser nur ihr ständiges Credo: “Diäten sind schlecht und funktionieren nicht!” Wobei man sich dann fragen muss, wie SIE eigentlich abgenommen hat. Ob mit oder ohne Kalorien zählen, eine Nahrungsaufnahme mit einem täglichen Defizit von 1750kcal IST eine Diät, ob sie es so nennt oder nicht. Da sie darüber hinaus offensichtlich die physikalischen Mechanismen des Abnehmens ignoriert, ist es wenig überraschend, dass ihre Diäten nie langfristig funktioniert haben.

170kg abzunehmen ist definitiv eine Marke (Frau Jäger erinnert den Leser vorsorglich fast jede zweite Seite daran). Ein anderer Rezensent schrieb dann auch irgendwo begeistert, Nicole Jäger habe es geschafft.
Dem muss ich entschieden widersprechen. Frau Jäger hat es NICHT geschafft, sondern schleppt immer noch gut 100kg Übergewicht mit sich herum. Ein Wert übrigens, der sich laut ihrem Blog seit Monaten nur unwesentlich verändert hat.
Zusammen mit ihrem ebenfalls im Buch befindlichen Bericht darüber, schon mal bei 140kg angekommen zu sein, dann aber wieder auf 210kg ZUgenommen zu haben (der böse Jojo-Effekt), muss man auch ihrer eigenen Aussage widersprechen. Frau Jäger weiß eben leider NICHT, wie Abnehmen funktioniert.

Sie verteufelt Diäten, obwohl diese weder per se ungesund sind, noch im Jojo-Effekt enden müssen, wenn die Mechanismen des Abnehmens bekannt sind (darunter auch die Tatsache, dass der Grundumsatz bei sinkendem Gewicht ebenfalls sinkt, da weniger Masse versorgt werden muss und man deshalb nicht mehr “so essen kann wie vorher”, ohne zuzunehmen – was nicht das Geringste mit dem vielgefürchteten “Hungerstoffwechsel” zu tun hat). Sie propagiert eine gesunde, ausgewogene Ernährung, obwohl sie in ihrem jetzigen Zustand absurde Mengen vertilgen muss, um ihr Gewicht von 170kg zu halten. Würde sie sich gemäß des Gesamtumsatzes einer normalgewichtigen Frau ihrer Größe ernähren, würde ihre Abnahme wesentlich schneller vonstatten gehen. Sie schreibt leidenschaftlich gegen das Hungern an, obwohl jedem normalen Menschen klar sein muss, dass ein Magen, der an so riesige Mengen gewöhnt ist, wie sie sie zu ihren schwersten Zeiten zu sich genommen hat, völlig überdehnt ist und gar nicht anders kann, als mit Hunger zu reagieren, sobald er normale Portionsgrößen bekommt – womit der Tipp, bloß immer seinem Hunger nachzugeben, einfach nur eine Verlängerung der Leidenszeit bedeutet, zumal der Magen sich auch sehr schnell wieder umgewöhnen kann, wenn man ihn lässt.

Es steht jedem frei, aus diesem Buch, das darüber hinaus leider auch voll von ganzheitlichen Plattitüden ist (Liebe dich selbst! Verzeihe dir! Hinfallen ist nicht schlimm, wenn man danach wieder aufsteht!), irgendetwas gehaltvolles zu ziehen, was über das kurze Amüsement über die durchaus witzigen Kapitel, in denen Frau Jäger pointiert über das Leben als dicke Frau berichtet hinaus geht. Für mich ist dies allerdings eher ein Wellnessbuch statt ein echter Ratgeber, der mit Sicherheit dem ein oder anderen Leser das gute Gefühl gibt, sich mit seinem Übergewicht einrichten zu können, ohne wirklich was ändern zu müssen. Ob das auf die Dauer glücklich macht, wage ich zu bezweifeln.

Ich hatte lange nicht vor, mir das Buch zu kaufen. Leider ist nämlich von meiner anfänglichen Begeisterung für die „Fettlöserin“ nichts mehr übrig. Bei allem Gerede über „Schluss mit dem Selbstbetrug“ schreibt sie doch nur das, was der Leser gerne hören will – dass Diäten nichts bringen, der Stoffwechsel Schuld ist. Das ist sehr bequem, denn so muss man ja auch nichts radikal ändern. Lieber mal ein Brötchen weglassen, dafür ein Apfel mehr, bisschen Bewegung und „sich verzeihen“, dann klappt das schon…
Nein, es klappt eben nicht. Ich fand toll, was Frau Jäger schrieb und blieb trotzdem todunglücklich. Ich wollte abnehmen und hatte keine Ahnung wie. Ich glaubte an den Hungerstoffwechsel und daran, dass Diäten böse sind. Das Resultat war eine jahrzehntelange Leidenszeit voller Misserfolge und Selbsthass.

Und dafür sind nicht zuletzt Ergüsse wie das vorliegende Buch verantwortlich. Ich habe es mir schließlich doch aus Neugier gekauft. Ich ahnte schlimmes, aber es kam noch viel schlimmer, wie ich hoffentlich erschöpfend dargelegt habe. Dieses Buch ist schlicht völlig ungeeignet für Übergewichtige und reproduziert den selben unwissenschaftlichen Mist, der auch in Frauenzeitschriften, Internetforen und anderen Diätratgebern zu finden ist. Ich kann gut verstehen, warum viele Menschen so begeistert davon sind, aber einlullendes Feelgood dieser Art und das Verbreiten von Mythen, wo Fakten angebracht wären wird irgendwann zu einem bösen Erwachen führen.

Das habe ich glücklicherweise schon hinter mir und habe auf diese Weise mein Übergewicht endlich verloren. Allen anderen, die dieses Buch mit der Hoffnung, wirklich konkrete Abnehmtipps zu finden, gekauft haben oder kaufen wollen, sei deshalb stattdessen das hervorragende Buch “Fettlogik überwinden” von Dr. Nadja Herrmann ans Herz gelegt. Darin schildert die Autorin mit echten wissenschaftlichen Background, vielen Belegen und trotzdem allgemein verständlich und unterhaltsam die wahre Anatomie des Abnehmens, die es jedem Leser möglich machen wird, sein Idealgewicht zu erreichen, sofern er denn willig ist. Zumal die Autorin bei einem Startgewicht von 150kg und jetzigen Gewicht von 63kg im Gegensatz zu Frau Jäger WIRKLICH behaupten kann, es “geschafft” zu haben.

Leider scheint es darüber hinaus so, als würde sich Frau Jäger momentan auf ihren immer noch absurd hohem und gesundheitsschädlichen Gewicht einrichten, weil es sich offensichtlich finanziell für sie lohnt, sich als “der lustige Abnehmcoach, der selber fett ist” zu vermarkten – und hat sich damit meiner Meinung nach ziemlich an die Wand manövriert.

Ich hoffe für sie, dass sie dahingehend noch die Kurve kriegt.

Wenn dir das gefallen hat und du mich ein bisschen unterstützen willst, lasse ich mich gerne via Paypal zu einer Tasse Kaffee einladen. Der hat ja auch immerhin keine Kalorien.