Meine Top 7 Alben aller Zeiten – Teil 4: System Of A Down „Mezmerize“

Und endlich dringen wir in die härteren Gefilde meines Musikgeschmacks vor 🙂

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Tracklist
1. Soldier Side
2. B.Y.O.B.
3. Revenga
4. Cigaro
5. Radio/Video
6. This cocaine makes me feel like I’m on this song
7. Violent Pornography
8. Question!
9. Sad statue
10. Old school Hollywood
11. Lost in Hollywood

Erstkontakt
Hier haben wir mal eine Band, die ich schon kannte, bevor ich das Album hörte, das es in meine Liste schaffte!

Ab 16 war ich eigentlich jedes Wochenende in der örtlichen Metaldisco anzutreffen. Was tat sich mir da für eine entzückende neue Welt auf! Viele Bands, deren Songs ich heute noch rauf und runter höre, lernte ich dort zum ersten Mal kennen. So auch SoaD. Ihr Album Toxicity war im selben Jahr erschienen und beinhaltete einige einfach absolut großartige Songs wie Toxicity, Forest und Chop Suey! Alles Songs, auf die sich ultragut tanzen lässt. Und schöne Videos liefen auch wieder bei MTV!

Ich war also schon ein Fan, als 2005 das lang ersehnte Album Mezmerize erschien, nachdem Steal this Album! (der Vorgänger) nicht so wahnsinnig geflasht hat. Und dieses Album schaffte das, was Toxicity, so toll es auch insgesamt ist, nicht vollbringen konnte: Ich fand es von vorne bis hinten einfach nur megageil!

Highlights
Auch hier ist wieder einiges vertreten, was zumindest aus Metalsicht absolut tanzbar ist. Und was tanzbar ist, ist gut!

Es fängt direkt extremst cool an mit B.Y.O.B., das einen netten Kontrast hat zwischen krass metallischen Strophen und einem sanft gesungenen Refrain. Eine Radiotussi, die eine Metalsendung moderiert, nannte diesen mal „poppiger als viele Popsongs“. Das war dann der Moment, wo ich sie zu hassen begann…

Dann Revenga, ein Song, bei dem man sehr, sehr gut seinen gesamten Hass rauslassen kann. Wie könnte ich so etwas NICHT mögen?

Richtig ab gehts bei Radio/Video, bei dem es einige folkloristische Anleihen gibt, die das Lied einfach nur völlig fabulous machen und eindrucksvoll beweisen, warum sich SoaD schlecht in irgendwelche Schubladen stecken lassen. Vor allem der langsame Aufbau vor dem letzten Refrain ist so unglaublich gut. Es erfreut jedes Mal mein Herz, wenn auf einer Metalparty 100 Menschen auf der Tanzfläche erst leise mitwiegen, sich dann steigern und am Schluss jeder komplett eskalierend mitspringt!

Bei Violent Pornography liefert Serj Tankian in meinen Augen (Ohren, chrchr) die schönste gesangliche Leistung ab. Seine Triller und Phrasierungen während des Refrains (irgendwie gibt es zwei verschiedene Refrains oder wie auch immer man das dann nennt… das schafft auch nicht jede Band) MÜSSEN einfach mitgesungenbrüllt werden!
Sad Statue ist dann tatsächlich das: traurig. Oder klingt zumindest so. Ein wahnsinnig pathetischer, dramatischer Song, bei dem einen auf der Tanzfläche echt fast die Tränen kommen. Auch wenn ich wie bei allen SoaD-Songs nicht ganz kapiere, worum es eigentlich geht. Aber das ist okay.

Und dann mag ich einfach auch Old School Hollywood ziemlich gerne (auch wenn man darauf nicht gut tanzen kann). Der Song kommt irgendwie elektronisch daher und deshalb mögen ihn viele nicht. Außerdem gehts um Baseball, was nicht sonderlich spannend ist. Trotzdem!

Tiefpunkte
Lost in Hollywood ist mir entschieden zu soft! Obwohl es dennoch sehr nett ist. Denn auch hier haben wir wieder eigentlich keine wirklichen Tiefpunkte!

An Cigaro ist höchstens schlecht, dass der Song mit dem Rest nicht mithalten kann (auch wenn es eine der besten Textzeilen überhaupt hat: „My cock is much bigger than yours, my cock can walk right to the door“. Ähm, ja.). Für This cocaine makes me feel like I’m on this song gilt das selbe, außerdem lässt sich der Titel so schlecht merken. Man wird doch auch mal auf hohem Niveau meckern dürfen!

An Soldier Side ist nur doof, dass dieser Song auf dem Album Hypnotize (das mit Mezmerize ein Doppelalbum bildet, allerdings fand ich dieses erheblich schwächer) fortgesetzt wird und da viel besser ist.

Biographisches
SoaD wird für mich auf ewig mit mit politischen Aktionismus verbunden sein. Die Toxicity erschien 2001, das Jahr, das angeblich alles verändert hat.
Ich war 16 am 11. September 2001 (und habe das meiste davon verschlafen – wenn meine Kinder mich mal fragen sollten, werde ich lügen) und wie die meisten ziemlich in Schockstarre. Auch wenn ich schon am 13. September nicht mehr kapiert habe warum eigentlich. Warum sind tote Amerikaner so viel wichtiger als tote… irgendwas? Warum muss mich dieses Ereignis mehr schockieren als andere (von Menschen oder der Natur gemachten) Katastrophen, bei denen bis zu 100mal so viele Menschen sterben?

Ich war… skeptisch. Und dann, als ich mir die Berichterstattung zur Vertrauensfrage Gerhard Schröders ansah, auch richtig, richtig angepisst. Ich sah eine ARD-Reporterin, die einen etwas verranzt wirkenden Grünenpolitiker nach seiner Meinung fragte. Er setzte zu einer Antwort an, kritisierte den geplanten Afghanistanfeldzug und sie riss ihm das Mikro weg.

Ich spüre immer noch eine unglaubliche Wut, wenn ich daran denke. Vor allem an das verkniffene Gesicht der Reporterin. Diese blöde Fotze. Sorry. Nein, kein Sorry. Wie war das nochmal mit der vierten Gewalt im Staat? Und warum soll ich nochmal GEZ bezahlen, ihr Arschlöcher?

Ich hatte schon vorher geahnt, dass einige Dinge nicht so ganz in der Reihe laufen. An diesem Tag, durch dieses „Interview“ bekam ich dann meine Bestätigung. Danke, ARD.

Wie ging es also weiter? Ich diskutierte. Ich lief bei Demonstrationen mit. Ich las Michael Moore. Ich lieferte in der Schule ein Kunstprojekt ab, das im Grunde eine einzige flammende Rede gegen amerikanischen Faschismus, Kapitalismus und diesen verschissenen Irakkrieg darstellte (Note: Eins). Und ich hörte System Of A Down, die sich wie kaum eine zweite Band gegen diese ganze Scheiße positioniert hat. Dies bekam mit Boom!, einem Song von Steal this Album!, einen Höhepunkt und setzte sich mit B.Y.O.B. fort. Das steht übrigens für „Bring your own bomb“.

Heute sehe ich viele Dinge etwas differenzierter als mit 16. Oder mit 20, als Mezmerize erschien. Aber einige meiner Grundprämissen werden sich hoffentlich nie ändern. Dazu gehört, dass blood for oil scheiße ist. Krieg sowieso. Und dass man niemals staatlich subventionierten, konservativen Lügenmedien trauen sollte.

System Of A Down lieferten mir den Soundtrack zu dieser wütenden Phase, die ich niemals missen möchte.

Konzerterfahrung
Nachdem Serj Tankian schon solo unterwegs war und es fiese Gerüchte gab, SoaD hätten nicht nur eine kreative Pause eingelegt, sondern sich gar getrennt, kamen sie 2011 endlich zum Ring!!!

Naja. Ich mache es kurz. Das Konzert war an sich in Ordnung – meine Begleitung nicht. Sorry, aber ich kann nun mal nicht abgehen, wenn der Rest der Bagage nicht mitmacht. Wir standen einige Meter hinter dem zweiten Wellenbrecher kurz vor einem Monitor, konnten also alles, was auf der Bühne abging perfekt sehen, aber Party sieht doch anders aus. Aber die Herrschaften waren MÜDE. Grmpf.
Ich ging dann zwar mal auf eigene Faust etwas weiter nach vorne, um mit der Menge zu tanzen, aber ich war wohl zu nüchtern, um die Tatsache zu vergessen, dass ich gerade im Grunde alleine war. Obwohl die Leute in der Menge unglaublich nett waren.

Deshalb wurde dieses Konzert leider nicht zu dem Highlight, das es eigentlich sein sollte.

Was mich das Album lehrte
„Why don’t presidents fight the war
why do we always send the poor?“
– B.Y.O.B.

Trivia
Serj Tankian und Daron Malakian sind beide armenischstämmig und setzen sich sehr dafür ein, dass der Völkermord an den Armeniern endlich ausreichende historische Würdigung erfährt.
War nämlich auch eine riesige Sauerei, auch wenn gewisse Leute dies gerne leugnen. Gut gemacht, Türkei. Du warst auch schon vor letzter Woche nicht unscheiße.

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Weitere Beiträge zur Themenwoche:

Teil 1: HIM – Razorblade Romance

Teil 2: The Offspring – Americana

Teil 3: Nirvana – Nevermind

Teil 5: Ignite – Our Darkesst Days

Teil 6: TBA


Weißt du, was richtig krass ist? Einer wildfremden Person im Internet eine Tasse Kaffee zu spendieren, nur weil dir ihr Beitrag gefallen hat. Das ist Rock’n‘Roll!

Meine Top 7 Alben aller Zeiten – Teil 3: Nirvana „Nevermind“

Irgendein ernsthaftes Music-Best-of ohne dieses Schätzchen? Irgend…eines?

Nirvana

Tracklist
1. Smells like Teen Spirit
2. In Bloom
3. Come as you are
4. Breed
5. Lithium
6. Polly
7. Territorial Pissings
8. Drain you
9. Lounge Act
10. Stay away
11. On a Plain
13. Something in the way (+Endless Nameless)

Erstkontakt
Und so begab es sich, dass zwei verwirrte, unglückliche Mädchen mit gekreuzten Beinen vor der Anlage des einen Mädchens saßen und Musik hörten. Dieses Mädchen – meine beste Freundin – spielte dem anderen Mädchen – mir – etwas neues vor. Es war die Live-Version von Smells like Teen Spirit, die auf der From the muddy banks of the Wiskah zu finden ist.
„Wie findeste?“
„Hm, joah… wer isn das?“
„Nirvana. Der Sänger, Kurt Cobain, war ein Junkie und hat sich umgebracht.“
„Cool,“ sagte ich. Und sie nickte verstehend.

Highlights
Smells like Teen Spirit
In Bloom
Come as you are
Breed
Lithium
Polly
Territorial Pissings
Drain you
Lounge Act
Stay away
On a Plain
Something in the way

Tiefpunkte
Bitch, please.

Biographisches
Ich sitze hier und kann kaum in Worte fassen, wie sehr Nirvana mich beeinflusst hat. Als ich Kurt Cobains sanfte Stimme zum ersten Mal hörte, war ich praktisch innerlich abgestorben. Er hat mich ins Leben zurück geholt. Und seitdem weiß ich: Es ist immer noch besser, sich schlecht zu fühlen, als gar nichts zu fühlen.

Ich erinnere mich an meine Abschlussfeier zur Mittleren Reife. Was habe ich geweint. Dabei hatte ich wirklich keinen Grund dazu. Die Realschule war scheiße gewesen. Freunde hatte ich keine. Aber, naja, wenigstens wurde ich nicht allzu sehr gemobbt. Eher übersehen. Es könnte doch SEHR viel schlimmer sein, oder? – dachte ich damals. Deshalb die vielen unnötigen Tränen.
nirvana3Aber ich hatte ja Nirvana. Und kurz vorm Eintritt in die Oberstufe meiner neuen Schule stand fest: Ab jetzt könnt ihr mich alle aber mal sowas von am Arsch lecken. Anpassung, Anerkennung, verzweifelt versuchen, wenigstens nicht in allem so dermaßen hinterher zu hinken? Nä, das gibts jetzt nicht mehr. Nehmt mich so wie ich bin oder fickt euch.

still in my room, still in my heart
still in my room, still in my heart

Ich stiefelte also am ersten Schultag mit Chucks, zerrissenen Levis 501 und einem viel zu großen unlizensierten (und deshalb saucoolen) Kurt-Cobain-Shirt aus Italien in die Klasse – und wurde sofort akzeptiert. Mehr noch, man fand mich cool!!

Meine Familie hasste mich für mein neues Auftreten. Auch verging kein einziger verdammter Tag, an dem ich nicht auf der Straße wegen meiner kaputten Jeans angepöbelt wurde.

Aber ich fühlte mich zum ersten Mal wohl und ging fast jede Woche tanzen. Rückblickend war das vielleicht die beste Zeit meines Lebens.

Konzerterfahrung
Nirvana-Konzerte? Wie, zur Hölle, wie? Kurt Cobain brachte sich um wurde ermordet, als ich gerade neun Jahre alt war. Ich glaube, sollte ich je eine Zeitmaschine erfinden, wäre ein Nirvana-Konzert irgendwann Anfang der Neunziger meine erste Zieladdresse.
Wenigstens gibt es das legendäre Unplugged-Konzert. Ich weiß noch, wie der erste Todestag von Kurt nahte, nachdem ich ihn entdeckt hatte. Traditionell zeigte MTV dann immer das schon erwähnte Konzert, irgendwann spät abends.

Ich saß also an diesem Tag aufgeregt wie ein kleines Mädchen vor dem Fernseher und inhalierte die Musik und die Bilder. Es war so dermaßen traumhaft. Und mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Kurt sah nie besser aus.

(Is nur der Soundcheck. Hat auch was.)

Was mich das Album lehrte
„It’s okay to eat fish
cause they don’t have any feelings“
– Something in the way

Trivia
Wo soll ich da nur anfangen? Ich tät sagen: Gar nicht. Nächstes Jahr jährt sich Kurts Todestag zum 20. Mal. Da könnt ihr euch jetzt schon auf einen entsprechenden Artikel einstellen, falls es mich dann noch gibt. Da werdet ihr aber sowas von zugeschmissen mit irgendwelchen random facts.
Vielleicht schaffe ich es bis dahin, meine Abneigung gegen Leichenfledderei zu überwinden und endlich seine Tagebücher zu lesen. Doch halt, lasst mich überlegen… nee!

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Meine Top 7 Alben aller Zeiten – Teil 2: The Offspring „Americana“

Erst bei Teil 2 angekommen, doch hier ist es, das Album, auf das ich von all meinen Alben am wenigsten verzichten wollte!

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Tracklist
1. Intro
2. Have you ever
3. Staring at the Sun
4. Pretty Fly (for a white Guy)
5. The Kids aren’t alright
6. Feelings
7. She got issues
8. Walla Walla
9. End of the Line
10. No Brakes
11. Why don’t you get a Job?
12. Americana
13. Pay the Man

Erstbegegnung
Keine 90er-Party ohne Pretty Fly, oder? Es war die Zeit des ersten zaghaften Hip Hop in Deutschland, der Basecaps und Baggypants, und mein älterer Cousin spielte Basketball und war Fan der Phoenix Suns. Da ich ihn cool fand: Ich auch!
Das Musikvideo von Pretty Fly war voll mit all diesen Klischees. Natürlich lustig gemeint. Und daher fand ich es auch lustig!

Der poppige Song war indes gut dazu geeignet, die geneigte junge Zuhörerin auf behutsame, nicht zu krasse Art an die mehr punkigen Richtungen der Musik heran zu führen. Und spätestens, als ich dann das phänomenale Musikvideo zu The kids aren’t alright bei Bravo TV sah (sic…), das heute übrigens immer noch zu einem meiner Lieblingsvideos zählt, war es um mich geschehen. Das Album musste ich haben! Gesagt, getan.

Highlights
Americana ist definitiv das Album, das bei mir am meisten rauf und runter lief. Und läuft, immer noch. Neben The kids aren’t alright, meinem All-Time-Offspring-Favorite, ist schon der Anfang mit Have you ever einfach wahnsinnig grandios. Mit schönen Speed schließt Staring at the sun daran nahtlos an und liefert einfach nur ein bisschen wildes Gekloppe auf den Drums. Dazu Dexter Holland als „Wooo-hooo-Boy“, wie so oft – fucking amazing.

In eine ähnliche Kerbe schlägt Walla Walla, wobei hier noch ein wenig Punkchor dazu kommt, was eigentlich niemals falsch ist.

Depressiv wird es dann bei End of the line, ein Song, der beweist, dass die Themen Trauer und Tod überhaupt nicht lahm umgesetzt werden müssen. Voller Power, dunklem Bass, ein bisschen Wah-Wah und einem tollen Text.

Kurz vor dem Ende gehts dann noch einmal mit Americana so richtig ab. Nach einem hammerharten Intro gibts bei dem Lied einfach nur so richtig eins aufs Maul! Und das ist GUT SO!!

Tiefpunkte
Diese hat The Offspring leider auf jeder CD, aber hier hält es sich voll in Grenzen. Gar nicht okay geht leider Pay the man, ein über achtminütiges Stück, welches irgendwie indisch daher kommt und schlicht und ergreifend nervt wie Sau. Keine Ahnung, was sie sich dabei gedacht haben!

Dann mochte ich Issues einfach noch nie. Der Song ist so lahm und kommt Dexter Holland leider gar nicht entgegen. Der ist tragischerweise kein wahnsinnig guter Sänger, doch kann man diese Tatsache natürlich etwas ausgleichen… was dieses Lied nicht tut.

Ebenfalls einfach nur höllenlangweilig finde ich Why don’t you get a job?. Und sorry, so schön es ist, auf 90er Partys darauf zu tanzen: Pretty Fly fällt gegen den großen Rest des Albums deutlich ab. Es ist halt diese eine typische Single, die sie auf jedem Album haben und mit der sie in die Charts wollen. Legitim, muss ich aber nicht mögen.

Biographisches
Es begab sich in der 9. Klasse, als ich mein dreiwöchiges Betriebspraktikum absolvierte, dass ich erstmals ein Gefühl für den Begriff Boreout bekommen sollte, dieser Fachausdruck für das Gegenteil von Burnout, der damals, glaube ich, noch überhaupt nicht benutzt offspring2worden ist. Mit anderen Worten: Das Praktikum war schrecklich, denn keine Sau kümmerte sich um mich oder darum, dass ich was zu tun hatte. Trotzdem musste ich jeden Tag antanzen. Drei Wochen lang, acht Stunden täglich tödliche Langeweile, die irgendwie gefüllt werden mussten. Und weil ich so verzweifelt war, nutzte ich tatsächlich einen ganzen verdammten Tag dafür, sämtliche Songtexte der Americana auswendig zu lernen. Heimlich natürlich, das Booklet unter meiner Praktikumsmappe versteckt, während ich im Geiste die Songs mitsummte.

Und in der 10. Klasse tat ich dann ein gutes Werk, indem ich eine Lehrerin (ne andere Englischlehrerin als die von gestern), die eine Lyrics-Übersetzungs-AG anbot (sowas bräuchte man heute dank Internet auch nicht mehr…) davon überzeugte, The Offspring zu behandeln. Sie hielt die Band für niveaulosen Müll, aber als ich ihr ein paar Texte anschleppte, war sie von The kids aren’t alright völlig hingerissen. Wir hörten uns den Song also an und übersetzten ihn, allerdings frage ich mich heute noch, was passiert wäre, wenn sie sich stattdessen für Americana entschieden hätte. Der Text, den ich ihr gab, enthielt nämlich die ganzen vielen „Fuck you“s nicht ^^

Konzerterfahrung
Es dauerte lange, SEHR lange, bis ich mir diesen Traum erfüllen konnte. 2008 war es endlich so weit: Rock am Ring gab The Offspring bekannt. Und ich so: „AAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHH!!!!“

Was war ich geil auf diesen Auftritt. Und nichts in der Welt sollte mich davon abhalten, mir meine Lieblingsband anzusehen! Das Ganze musste also minutiös geplant werden. Wir wollten an diesem Tag schon sehr früh hoch zur Centerstage, weil eine gute Band nach der anderen spielte. Um zu gewährleisten, auch wirklich bei The Offspring noch fit zu sein und nicht wegen sowas blöden wie einer Pinkelpause nicht mehr in den A-Block reinzukommen, beschloss ich, an diesem Tag einfach nichts zu trinken (auch kein Wasser! Maximal den Mund wollte ich mir ausspülen…). 1. halt, um nicht pinkeln gehen zu müssen, und 2. um nicht noch vorher abzuscheißen.

Tja, das ging grandios daneben :mrgreen: Schon auf dem Zeltplatz gut angetrunken, füllte ich mir meinen Tetrapak mit einer selbstmörderischen Mischung aus Schwarzbeerwodka und Energydrink (Tetrapaks sind auf dem Festivalgelände erlaubt, dürfen aber eigentlich nicht offen sein beim Einlass. Pro-Tipp: Unten aufklappen, kleine Stelle einritzen, Inhalt rausquetschen, neuen gepimpten Inhalt mit einer dieser großen Spritzen einfüllen, Pappe wieder zuklappen, mit Gaffatape verschließen. So einfach!) und trank alles noch vor dem Konzert.

Ich war sowas von dicht. Aber dennoch ging alles gut. Ich musste zwar zweimal aufs Klo, kam aber beide Male wieder rein (hier ein erneutes „Yeah!“ für meine knapp unter 1,60!! Hab mich einfach unter den Armen von irgendwelchen 2-Meter-Typen durchgequetscht) und erlebte einfach nur das absolut geilste Konzert meines Lebens.

Im selben Jahr durfte ich die Jungs mit meiner besten Freundin dann auch nochmal auf einem eigenständigen Konzert erleben, da sie zusätzlich durch Deutschland tourten.

Tja, und dann waren sie letztes Jahr tatsächlich wieder am Ring… und failten einfach nur komplett. Denn, so geil die beiden ersten Konzerte waren… The Offspring spielen eigentlich keine guten Konzerte. Sie reden zwischendurch nicht, reißen ihr Set runter und spielen auch die Zugaben eher unambitioniert. Ich weiß nicht, ob sie das schon immer so gemacht haben oder dies einfach eine Folge des Alters ist. Sie sind seit fast 30 Jahren im Geschäft, was darf man da noch erwarten? Deshalb werden die Alben wohl leider auch immer schlechter.


(Wir standen direkt vor diesem Megamoshpit ^^)

Was das Album mich lehrte
„When the truth walks away
everybody stay
‚cause the truth about the world is
that crime does pay“
– Have you ever

Trivia
Die Band an sich, also die einzelnen Personen, haben mich irgendwie ja nie interessiert. So von wegen, Frauen hören ja nur Musik, wenn die Bandmitglieder heiß sind. Ähähähä – nein.
Darum hab ich hier leider nix. Nur das vielleicht: Es gibt ne The-Offspring-Chilisoße namens „Gringo Bandito“. Und Dexter Holland ist gar kein Holländer.
Ich weiß… schockierend.

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Weißt du, was richtig krass ist? Einer wildfremden Person im Internet eine Tasse Kaffee zu spendieren, nur weil dir ihr Beitrag gefallen hat. Das ist Rock’n‘Roll!

Meine Top 7 Alben aller Zeiten – Teil 1: HIM „Razorblade Romance“

Ich beginne chronologisch (und, naja… mache dann auch die Woche über so weiter ^^) mit meinem nicht liebsten, aber nun mal ersten Album, welches ich auch heute noch liebe, auch wenn viele die Musik für peinlich halten:

HIM

Tracklist
1. I Love You
2. Poison Girl
3. Join Me
4. Right Here in My Arms
5. Gone with the Sin
6. Razorblade Kiss
7. Bury Me Deep Inside Your Heart
8. Heaven Tonight
9. Death is in Love with Us
10. Resurrection
11. One Last Time
12. Sigillum Diaboli

Erstbegegnung
Ich muss 14 gewesen sein und kuckte VIVA oder MTV (ja, das gab es damals noch!), als das Musikvideo zu Join me über den Bildschirm flimmerte. Die damalige Version, die meines Wissens heute kaum noch gesendet wird, nutzte ganz viel grün-roten Laser und war Teil des Soundtracks des (zurecht vergessenen?) Films The 13th Floor.
Mein 14jähriges Ich, noch unerfahren beim Anblick androgyner Körper, war verunsichert. Lippenstift? Glitzerlidschatten? Ist das ein Typ oder ne Frau?

Die Verwirrung dauerte nicht lange, denn was aus diesem zuckersüßen Schnütchen rauskam, war eindeutig eine männliche Stimme. Und meine Fresse, was für eine. Und ich dann so: „Holy shit, so goddamn sexy!!!“ (in Wahrheit wars wohl eher sowas wie „Oooooh, ist der süüüüß!“ – ich war jung, Leute.)

Der Song flashte mich also ganz extrem, und bald darauf hielt ich das gesamte Album mitsamt wunderschönen Cover in den Händen.

Highlights
Das Album startet sofort sehr druckvoll mit I love you, das eine ganze Ecke rockiger ist als Join me. Ein hammergeiler Song, in dem Ville wunderschön rumtrillert und einfach das tut, was er am besten kann. Das selbe gilt für Right here in my arms, wobei das so ein bisschen sehr klischeehaft ist… dennoch toll!

Gone with the Sin ist dagegen natürlich einfach nur megadüster und wird dereinst wohl auf vielen Beerdigungen laufen. Villes Stimme geht hier aber sowas von unter die Haut. Ein Song zum Träumen und sich dunklen Gedanken hingeben.
Ein bisschen härter wird es dann wieder bei Death is in love with us, dessen Refrain mir einfach supergut gefällt.

Aber, so ausgelutscht es auch manche finden mögen: Join me wird für mich immer DAS Lied dieses Albums bleiben. Ich bin seit dieser Platte ein Fan von HIM und habe daher auch alle anderen Alben, auf denen natürlich auch viel geiler Scheiß zu finden ist, daher ist der Song vermutlich nicht wirklich mein absolutes Favorite der Band – trotzdem: Join me behält für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen.

Tiefpunkte
Jedes Album hat doch mindestens einen Song, der einfach nur im Vergleich ziemlich beschissen ist, ne? Nicht so dieses. Kein einziges der restlichen Lieder ist für mich ein richtiger Fail. Zwar finde ich One last time ein gutes Stück zu Lullaby-mäßig und bei Razorblade kiss, Heaven tonight und Bury me deep inside your heart finde ich die Anfänge etwas verkorkst, aber im Großen und Ganzen kann man über keinen einzigen Song wirklich meckern. Das schafft auch kaum jemand!

Biographisches
Ich war klein, leicht beeinflussbar und einfach absolut hingerissen von Ville Valo, dieser geilen Drecksau diesem schönen Mann. Ziemlich schnell prangte ein Poster in Pink mit seinem freien Oberkörper und dunklen Augen, die einem bis in die Seele zu starren schienen, in meinem Zimmer. HIMs Texte waren die ersten, die ich wirklich versuchte zu verstehen, auch wenn ich mit meinem Englisch damals halt erst auf dem Stand einer Neuntklässlerin war und wir noch kein Internet hatten, das ich fragen konnte.

him2Ich bat also meine Englischlehrerin um Hilfe, die bei manchen Textzeilen einfach nur sichtbar schockiert und alarmiert war. Und sie hatte ja Recht, die Gute. Gemacht oder gesagt hat sie allerdings nix. Und das war eine gute Lehre für mein weiteres Leben.

Konzerterfahrung
Ich habe HIM, ach Gottchen… vier Mal live gesehen? Zum ersten Mal auf einem richtigen Konzert, das müsste 2004 oder 2005 gewesen sein. Überhaupt war das eines meiner ersten Konzerte, doch war ich ein wenig enttäuscht: Ville Valo MIT BART!?!? Das hat mir praktisch den Boden unter den Füßen weggezogen.

Danach war HIM noch einige Male auf Rock am Ring. Das schönste Erlebnis hatte ich dabei 2010. Damals hatte ich während Rise Against meine Freunde verloren und saß nass und frierend in der Boxengasse. Rammstein sollte bald spielen, eine Band, die ich wirklich ziemlich hart hasse, doch hatte ich die mir eigentlich ankucken wollen, wennse halt schon mal da sind mit ihren Pyros und so… außerdem wollten alle meine Freunde Rammstein sehen.

Nun waren die aber wie gesagt weg und ich hatte wirklich keine Lust auf diese Ekel, also schlenderte ich über das Festivalgelände, als plötzlich Buried alive by love an mein müdes Ohr drang und mich elektrisierte. Ach, stimmt ja – HIM und Rammstein spielen ja gleichzeitig! Na, dann nix wie hin!

Ich bog um eine Ecke zur Alternastage und blieb erst mal wie angewurzelt stehen. Sich Rammstein ankucken, wennse halt schon mal da sind – auf die Idee sind wohl noch ein paar Leute gekommen. Die Alternastage war LEER. Ein paar hundert Leute, maximal. Vor einem so kleinen Publikum hat HIM sicher seit 10 Jahren nicht mehr gespielt!!

Bestimmt leicht ätzend für die Jungs, supergeil für mich. Ich kam ohne Probleme ganz nach vorne, hatte sogar noch Bewegungsfreiheit und SAH ZUM ERSTEN MAL IN MEINEM LEBEN DIE BÜHNE!!!

Das Konzert war dann auch einfach traumhaft. Eine friedliche, wunderschöne Stimmung, dazu Ville direkt vor mir, seine liebliche, immer noch verdammt sexy Stimme, überhaupt seine hocherotische Ausstrahlung (OMG, ich klinge immer noch wie 14, aber ich find’s voll okay!)… es war fantastisch.

Als es beendet war, ging ich wie auf Wolken zurück zur Centerstage – nur um direkt in Till Lindemanns verschwitzte Psychopathenfresse starren zu müssen. Grmpf.

Was das Album mich lehrte
„This life ain’t worth living“ – Join me

Trivia
Damals, als das Album erschien, gab es natürlich auch immer wieder Berichte über die Band Ville Valo. Und oft war zu lesen, dass er 80 Zigaretten am Tag raucht.
Das hat mich damals absolut fertig gemacht. 80 Zigaretten am Tag, wie macht er das, das ist doch völlig unmöglich!
Heute weiß ich: Och, das geht schon. Hust.

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Teil 5: Ignite – Our Darkesst Days

Teil 6: TBA


Weißt du, was richtig krass ist? Einer wildfremden Person im Internet eine Tasse Kaffee zu spendieren, nur weil dir ihr Beitrag gefallen hat. Das ist Rock’n‘Roll!

Rock am Ring ist total scheiße. Echt.

„This song is a
poem to myself
it helps me to live…“

– Taproot

Rock am Ring, das Thema hatte ich ja schon mal. Wer die Beiträge damals gelesen hat, könnte vielleicht auf die Idee gekommen sein, dass Rock am Ring für mich ein jährliches Highlight ist, dem ich schon Wochen vorher entgegen fiebere.

Aber das stimmt überhaupt nicht. Rock am Ring ist nämlich eigentlich voll scheiße!

Ich hatte ja schon mal vorgerechnet, wie viel Schotter man für die paar Tage hinblättern muss. Allein das ist schon so’n Ding, bei dem man hellhörig werden sollte. Aber ja längst nicht das Schlimmste.

Zum ersten Mal fuhr ich 2005 zum Ring und war seitdem, von einer Pause 2006 abgesehen, immer da. Sieben Mal insgesamt. Man kann also sagen, dass ich eine richtige Ringrockerin und in der Lage bin, eine Entwicklung zu erkennen, wenn sie denn passiert.

Und die Entwicklungen am Ring sind alle beschissen. Es sind ja nicht nur die Ticketpreise (geschenkt, echt…), sondern das, was dafür geboten wird.

Die Leute allein… wo kommen diese ganzen Kinder her? Und wann sind die alle so asozial geworden?
Der Ring hat den Ruf eines absolut exzessiven Wochenendes. Zurecht. Wir haben immer gesagt: „Für die paar Tage lassen wir unsere Menschenwürde zuhause.“ Und genau so war es dann auch jedes Mal. Das ist völlig okay. Dampf ablassen, um danach den Alltag wieder zu überstehen. Saufen, fressen, tanzen, brüllen, viel zu lange wach bleiben, nicht duschen, den Müll einfach hinter sich schmeißen. Alles super.
ABER. Es sollte doch noch ein PAAR Grenzen geben. Diese sind erreicht, wenn Dixieklos brennen oder umgeworfen werden (während jemand drin ist…), man Leuten vom Zeltplatz nebenan, wenn die nicht da sind, auf den Grill kackt oder einfach überall, wo man gerade steht, der Schwanz ausgepackt und vor sich gepisst wird. Dabei ist der nächste verdammte Zaun oder Busch nur 10 Meter weg.

Ich denke mir sowas nicht aus (nicht mal das mit dem Grill). Gerade letztes Jahr ist mir das unangenehmer aufgefallen als jemals zuvor. Ich frag mich, was das soll? Ich meine, da hat man schon einen Schwanz und damit das Potential, halbwegs diskret überall hinzupissen, wo man will… nur warum dann ausgerechnet mitten auf den Weg, wo sich gerne Leute hinsetzen – und nur einen Meter von tatsächlich friedlich dasitzenden Leuten entfernt? Oder – und da, liebe Leser, wäre ich fast ein BISSCHEN eskaliert!!! – warum zur Hölle in die Waschbecken Schrägstrich EINZIGEN KOSTENLOSEN TRINKWASSERSPENDER VOR DER CENTERSTAGE?!?! Während eine lange Reihe verwaister Pissoirs NUR EINE BOX WEITER ZU FINDEN IST!?!?

Sorry. Ich komme mit fünf Tagen ohne Dusche klar (wir fahren fuhren immer schon mittwochs…), auch wenn das in den letzten Jahren immer ekliger geworden ist, was vielleicht am Alter liegt oder was weiß ich, keine Ahnung. Aber ein Minimum an Hygiene möchte ich dann doch noch gewährleistet wissen. Darum ziere ich mich ein bisschen, aus Wasserhähnen zu trinken, während die Pisse von irgend so einem asozialen Arschloch nur ein paar Zentimeter unter meinem Gesicht rumschwappt. Ja, ich weiß, voll anti Rock’n Roll, aber dann bin ich wohl einfach langweilig!

Solche Zustände sind wohl auch auf die immer größeren Menschenmassen zurück zu führen. Letztes Jahr hatte ich zum ersten Mal überhaupt so etwas wie Platzangst auf dem Festivalgelände. Irgendwann ist einfach Schluss! Es reicht wohl nicht, die Karten immer teurer zu machen… es müssen auch immer mehr Menschen werden, die die Karten kaufen!

Mit einigen eindeutigen Nachteilen. Fängt schon bei der Sicherheit, sprich: der Einlasskontrolle an, deren desolater Zustand letztes Jahr für geradezu hysterische Kritik gesorgt hat.
Mir war das ja ehrlich gesagt scheißegal. Meine Tasche wurde letztes Jahr kein einziges Mal untersucht und das fand ich auch gut so. Ist ja nicht so, als wäre es auch in den Jahren davor immer nur darum gegangen, den mitgebrachten Alkohol zu konfiszieren, wo es doch auf dem Gelände so schön überteuertes (Leicht)Bier zu kaufen gibt.
Man muss der Tatsache ins Auge sehen: Sollte irgendjemand mal ein krummes Ding auf dem Festivalgelände planen, dann wird das auch klappen. Ob mit oder ohne Taschenkontrolle – die paar Securitys, die einen abtasten, verhindern auch keinen Anschlag oder ähnliches, wenn die Akteure das wirklich, wirklich durchziehen wollen. Ich habe mich sowieso schon gefragt, warum sowas noch nie passiert ist (manchmal denke ich, ich wäre eine weitaus bessere Terroristin als so mancher… aber lassen wir das).
Ich selbst hab mal ein Messer reingeschmuggelt. Das war allerdings keine Absicht. Es war das einzige Jahr, in dem wir sonntagmittags schon fertig gepackt hatten und nachts direkt vom letzten Konzert kommend nach Hause fahren wollten. Oben bemerkte dann ein Kumpel, dass er sein Taschenmesser noch in der Hosentasche hatte. Also steckte ich es mir in meinen Schuh, biss die Zähne zusammen (tat weh beim Gehen) und latschte damit durch die Kontrolle. Danach bekam er es wieder. Null Problemo. Außer eben, er wäre ein Terrorist gewesen oder so. Das wäre dann schon scheiße gewesen.
Doch halten wir fest, auch wenn mir das persönlich am Arsch vorbei geht: Die Sicherheitslage ist desaströs!

Das führt uns zu den Zuständen vor den Bühnen. Namentlich der Centerstage, wo die ganz Großen spielen.
Ich kann mich daran erinnern, dass ich 2007, ich war mit einer Freundin unterwegs, mich bzw. uns beide relativ locker bis in die zweite Reihe schlängeln konnte. Für irgendwas muss es ja gut sein, dass ich so klein bin.
Das ging schon 2008 nicht mehr. Ab dann, wenn ich mich recht erinnere, wurden Wellenbrecher installiert, also Barrieren, die den Raum vor der Bühne teilen und schon im Vorfeld quasi entzerrend und deeskalierend wirken sollen. In die vorderen Blocks, also A und B, kam man nur noch über die ziemlich schmale Boxengasse, die ebenfalls abgesperrt werden konnte, wenn die Blocks voll waren.
2008 hat das AUCH noch super geklappt, ebenso 2009, wenn man davon absieht, dass wir einmal samstags oder sonntags einfach die Absperrungen in der Boxengasse überrannt haben. Das war ziemlich cool.
Doch der Ring 2012 hatte wieder Neuerungen zu bieten (ein total ausgeklügeltes Ampelsystem, das anzeigte, ob sich ein Anstellen für den A- und B-Bereich überhaupt lohnt) und seitdem ist es vor der Bühne einfach nur scheiße. Früher hatte man gute Chancen, seine favorisierte Band aus der Nähe zu sehen, wenn man drei, vier Stunden vorher da war. Letztes Jahr saßen teilweise Leute ab zwölf Uhr Mittags vor der Centerstage, weil sie irgendwann um 22 Uhr ne Band sehen wollten!
Und das ist scheiße! Die Stimmung war dann auch entsprechend lahm, so lahm, wie ich es noch nie erlebt habe. Ich meine, wie kacke ist das bitte für die Bands, vor lauter Menschen zu spielen, die einfach nur da sind, weil sie eine spätere Band sehen wollen, sich für die aktuelle Band aber einen Scheißdreck interessieren?
Und, wie schon gesagt, diese ganzen Kinder. Die sind tatsächlich bescheuert genug, um zehn Stunden Warterei durch zu ziehen. Wahlweise bei Regen oder brütender Hitze, ohne was zu trinken, ohne richtige sanitäre Anlagen, nüchtern. Und dann bei Linkin Park total verwirrt dastehen und nicht wissen, was abgeht, wenn die plötzlich „Sabotage“ spielen. Häää, Beastie Boys, who the fuck?!

Nein, der Ring ist ein riesiger Haufen Scheiße geworden. Und die größte Scheiße ist, dass ich dieses Jahr nicht hinfahre. Denn all das ist völlig und absolut scheißegal, wenn man mit den richtigen Leuten fährt.
Leute, die ich nicht mehr habe. Denn diese Freundschaften sind es, die sich in Scheiße verwandelt haben.

Heul.

Und weil das so zum Kotzen ist und ich irgendwie diese Woche überstehen muss, ohne mich umzubringen, kriegt ihr die nächsten sieben Tage eine neue Serie präsentiert. Die letzte (Kinderserien meiner, äh, Kindheit) hat mir gut gefallen, also werde ich das wohl noch öfter machen. Und da es beim Ring ja irgendwie doch um Musik geht, heißt das Thema ab morgen

Meine Top 7 Alben aller Zeiten

Ich weiß, das dürften eigentlich nur fünf sein. High Fidelity und so. Aber es soll ja ne ganze Woche gehen.

Warum übrigens den Anfang am Dienstag? Weil es dann montags endet, wie mein Ringerlebnis immer. Und weil ich gestern keine Zeit für diesen Beitrag hatte. Jap, dies ist der Artikel der harten Realitäten :/

Und jetzt setze ich mich ein bisschen in meinen Campingstuhl, trinke warmes Bier und heule in meine kalten Ravioli.

Weißt du, was richtig krass ist? Einer wildfremden Person im Internet eine Tasse Kaffee zu spendieren, nur weil dir ihr Beitrag gefallen hat. Das ist Rock’n‘Roll!

too old to die young…

… bin ich ja jetzt offiziell seit diesem Monat. Das frisst mehr an mir, als ich mit Worten beschreiben und zugeben will und als Außenstehende mir glauben würden!

Aber ich habe auch gute Tage, da erinnere ich mich daran, dass man nur so alt ist, wie man sich fühlt. Sehr gut! Ich fühle mich oft wie zwölf. Das ist ganz angenehm. Außerdem hilft es, sich im Alter mit der Jugend zu umgeben und auch das passt: Die meisten meiner Freunde sind jünger als ich!

Eine dieser Freundinnen, eine der neusten (und jüngsten) ist meine Kollegin Johanna. Sie ist cool, quirlig und scheint mich ein bisschen zu bewundern. Jedenfalls lacht sie über jeden noch so lahmen Spruch von mir.

Okay, ich habe kürzlich festgestellt, dass sie tatsächlich meistens nicht über das lacht, WAS ich sage, sondern darüber, WIE ich es sage, sprich: über meinen Dialekt. Aber wer will schon anspruchsvoll sein, Hauptsache ich mache sie glücklich!

Jedenfalls war sie wie so häufig Gast in unserer Kneipe, während ich arbeitete. Als ich meine Schicht dann beendete und das Zepter an Peggy weitergab, setzte ich mich zu ihr und ihren Freunden und trank mit ihnen mit. Es war der reinste Jungbrunnen: Lauter glatte, frische Gesichter! Die meisten waren um die 21.

Als diese muntere Truppe zu Johanna nach Hause ziehen wollte, zog ich bereitwillig mit. Es war zwar schon vier Uhr und ich entsprechend müde, aber ich wollte mir keine Blöße geben.
Wir ließen uns in ihrer WG in der Küche nieder, Bier kam auf den Tisch und der Laptop mit Musik wurde gestartet.

Und hier fing es an, richtig schlimm zu werden. Nein, das hatte nichts mit der Musik zu tun. Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, dass Elektro offensichtlich in jeder Subkultur salonfähig geworden ist, statt dass man dieses Genre mit der Verachtung straft, die ihm gebührt. Sei es drum. Ich kann mich an vieles gewöhnen. Aber nichts bereitete mich auf den Schock vor, den ich schließlich in dieser Nacht noch erleiden sollte.

Ich hatte einen guten Blick auf die iTunes-Liste, als ein neuer Song begann, und zwar von einer Band namens „Captain Planet“. Ich las den Namen mit freudiger Überraschung. „Haha, geil, Captain Planet! Die Serie hab ich geliebt!“

Johanna sah mich mit unschuldig-runden Augen an. „Serie?“

„Na… Captain Planet!“

Inzwischen war auch der Rest der Bagage auf mich aufmerksam geworden. In jedem Gesicht spiegelte sich das gleiche Unverständnis, dass auch Johanna an den Tag legte.

Und als mir klar wurde, was das bedeute, fiel mir MEIN Gesicht runter. „Ihr… ihr kennt Captain Planet nicht?“

Allgemeines Kopfschütteln. Das ist doch unfasslich! Nein, das kann ich nicht glauben!

„Ihr müsst doch Captain Planet kennen! Mit den Zauberringen?! Erde, Feuer, Wind, Wasser, Liebe?! Captain Planet, Held der Erde – kämpft, damit die Umwelt sauber werde?!“

Diese verdammten Kinder schienen immer irritierter. Das darf doch nicht wahr sein!!

„Kampf den miesen Umweltsündern – diesen Schurken, die die Erde plündern?!“

Verhaltenes Kichern wurde laut. Grmpf. Okay, der Song IST albern, aber niemand lacht über Captain Planet! Die Serie lehrte mich erstmals, dass es sowas wie Umweltverschmutzung überhaupt gibt! Nur wegen Captain Planet löschte ich schon als Sechsjährige immer das Licht, wenn ich einen Raum verließ! Und mein ganzes Taschengeld steckte ich in Kaugummiautomaten, nur damit ich vielleicht einen Ring kriege, der so ähnlich aussieht wie einer von denen vom Planetenteam! Das sind Werte, Mann!!

Keiner von denen kannte Captain Planet. Das ist die Wahrheit. Die traurige, herzzerreißende, unglaubliche Wahrheit. Und ich schrumpelte auf meinem Stuhl zusammen.

„Captain Planet… wie cool ich den fand… der hatte die gleiche deutsche Synchrostimme wie Clark in Die Abenteuer von Lois und Clark… das war auch so ne tolle Serie…“ murmelte ich ermattet.

Ein Kumpel von Johanna musterte mich von oben bis unten. „Die Abenteuer von WAS?“

!!!

Es half nichts. Ich täuschte Müdigkeit vor, verabschiedete mich und ging. Nein, das war nicht übertrieben. Überhaupt nicht. Es gibt Dinge, die sind nicht diskutabel.

Ach, übrigens: Das Original:

Die schlimme, schlimme Fälschung (von der ich niemals zugeben würde, dass sie irgendwie ganz cool ist):

Übrigens hat Johanna noch niemals Zurück in die Zukunft gesehen. Ist das zu fassen?! Als ich das hörte, bekam ich einen Schock, der mich vermutlich ein Jahr meines Lebens gekostet hat.

Das geht wirklich gar nicht. Deshalb hab ich angeleiert, dass wir uns demnächst mit ein paar Kumpels die komplette Trilogie ansehen und dabei vielleicht noch Sandwichs essen werden. Also… Sandwichs. How I met your mother-Style.

Und jetzt melde sich doch bitte einer meiner etwas älteren Leser und sage mir, dass er diese Anspielung nicht verstanden hat. Dann würde ich mich wirklich besser fühlen!

Wenn dir das gefallen hat und du mich ein bisschen unterstützen willst, lasse ich mich gerne via Paypal zu einer Tasse Kaffee einladen. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber das muss ja niemand wissen.

Vom Soundtrack meines Lebens

Hijack und Nerdbarbie (die es von Marie hat und die hats von Lina) machen es vor, ich mach es nach :mrgreen:

1. Ein Song aus deiner frühsten Kindheit

Das ist in der Tat Nena – 99 Luftballons. Mein Stiefvater hatte mir aus seinem umfangreichen Kasetten(!!!)-Fundus eine Nenakasette überlassen und seitdem lief das Lied bei mir rauf und runter. Den Rest fand ich so meh, aber 99 Luftballons ist sogar heute noch ganz cool. Vor allem, da das Lied deutsch ist und sich trotzdem kaum jemand jemals die Mühe gemacht hat, mal dem Text zu lauschen. Coole Antikriegspropaganda. So isses. Früh übt sich.

2. Ein Song, den du mit deiner (ersten) großen Liebe assoziierst

An meine erste große Liebe möchte ich zwar gar nicht mehr denken, trotzdem erinnert mich Nickelback – How you remind me immer an diesen blöden Sack. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil ich damals die Single gekauft hatte und immer, wenn er bei mir war, rauf und runter laufen ließ :/

3. Ein Song, der dich an einen Urlaub erinnert

Urlaub kann man das zwar nicht gerade nennen, aber H-Blockxx – Ring of fire lief bei einem Klassenausflug zur Expo 2000 im Bus (und auch im Camp angekommen) ununterbrochen…

4. Ein Song, bei dem dir immer noch die Tränen kommen

Oje… mir kommen bei so vielen Songs (oder auch anderen Sachen) die Tränen…

5. Ein Song, der dich – geplagt vom Liebeskummer – begleitet hat

Wenn ich Liebeskummer hab, vergrabe ich mich im Bett und will nichts sehen und nichts hören. Daher muss das hier leider frei bleiben.

6. Ein Song, den du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast oder immer wieder hören “musst”
Dafür ist DAS einfach! Es gibt einige Lieder, die ich vermutlich an die 1000 Mal gehört habe, aber eines meiner ältesten Lieblingslieder ist The Offspring – The kids aren’t allright. Es wird für mich immer ein ganz besonderes Stück bleiben, weil es mein Lieblingssong auf dem ersten ernsthaften Album war, das ich mir jemals gekauft hab – die „Americana“ von The Offspring. Und bis heute habe ich mich daran nicht satt gehört und liebe es immer noch, drauf zu tanzen! Auch wenn mich dabei immer die Leute nerven, die den Text nicht können (nach der 4. Zeile der jeweiligen Strophen kommt eben KEIN „wo-ho“! Und daher muss man dann auch nicht eine Faust hochreißen! Merkts euch doch endlich!).

7. Ein Instrumental-Song, den du besonders magst
Hach – Lord of the Dance ♥ Das muss man einfach live gesehen haben (in meinem Fall sogar zweimal ^^).

9. Ein Song, der eine Band repräsentiert, die dich in deiner Teenagerzeit stark geprägt hat
Keine Band hat mich mehr geprägt als Nirvana und mein Lieblingssong dieser Band wird auf immer und ewig Heart-shaped box – und eben nicht Smells like teen spirit – sein. Ohne Nirvana wäre ich heute nicht die, die ich bin. Nirvana riss mich mit 15 Jahren aus einer Lethargie, die ich um mich aufgebaut hatte, um nicht verletzt zu werden. Nirvana zeigte mir eine Richtung, in die ich mich bewegen und einen Platz, an dem ich mich wohlfühlen konnte. Traurig sind die, die niemals in Kurt Cobains Augen geblickt und das Universum darin gesehen haben.
Hach, ich liebe dich immer noch, schönster Mann der Welt.

9. Der Song, der in einer der schönsten Nächte deines Lebens lief

Eigentlich war es schon früher Morgen, als ich mit meiner besten Freundin von unserem ersten (und leider bisher einzigen) Offspring-Konzert nach Hause fuhr und wir dabei in voller Laustärke Ignite – Veteran mitplärrten, um nicht einzuschlafen. Das war ein richtig, richtig schöner Abend, auch wenn wir beide am nächsten Tag uns irgendwie auf die Arbeit schleppen mussten…

10. Ein Song, der dich an eine spezielle Begebenheit/ein Erlebnis erinnert (& welche/s das ist)
30 Seconds to mars – The Kill
Das war eine extrem komische Sache. Ich war 2010 auf dem Jakobsweg im Norden, als ich eines morgens verstört aufwachte mit der Erinnerung an einem der seltsamsten Träume meines Lebens. Den Inhalt möchte ich hier jetzt nicht ausbreiten (nur soviel: Es ging um Batman. Und nein, es war nichts sexuelles. Schade eigentlich.), aber jedenfalls war dies das erste und einzige Mal, dass ein Traum von mir mit „Soundtrack“ unterlegt war. Und das war eben dieses Lied. Unmöglich, es zu hören und nicht an diesen Traum zu denken, der mich manchmal heute noch beschäftigt.

11. Ein Song bei dem du am besten entspannen kannst

Ich bin ja an sich nicht so der entspannte Typ und richtige Entspannungsmusik macht mich sogar ausgesprochen aggro (Tatsache), aber wenn ich mal ausnahmsweise gut drauf bin, die Sonne scheint und ich einfach ein bisschen chillen will, ist The Gaslight Anthem eine gute Wahl!

12. Ein Song der ziemlich gut zu deiner Persönlichkeit passt

13. Ein Song der momentan dein Lieblingssong ist
Das Album ist zwar auch schon ein paar Tage alt, aber irgendwie merke ich manchmal erst nach Jahren, wie großartig manche Songs sind. Momentan ist mein Lieblingssong daher Rise Against – Injection von ihrem an sich auch ziemlich geilen Album „The sufferer and the witness“.

14. Ein Song den du deiner besten Freundin widmen würdest

In Erinnerung an die supergeile Zeit, die wir als Discoqueens hatten… Hab dich lieb, *chen ♥

15. Ein Song aus einer Filmszene, die du perfekt hättest spielen können
HA, das ist definitiv The Prodigy – Omen, was während der ersten erfolgreichen Kampfszene zwischen Kick-Ass und ein paar bösen Buben läuft! Der gesamte Soundtrack des Filmes ist genialst, aber „Omen“ passt zu der Szene einfach nur so dermaßen perfekt! Einfach OMG!
Und natürlich hätte ich das hervorragend nachspielen können. Ist ja auch nicht so, als würde der liebe Kick-Ass unnachahmlich gut kämpfen :mrgreen: Da habe ich doch einige Tricks mehr auf Lager.

16. Ein Song den du zum Aufstehen hörst

Ähm… also mein Weckton ist ja das deutsche Sailormoon Intro *hust* Aber eine Zeitlang habe ich jeden Morgen vom Aufstehen bis ich endlich in der Uni war Dragonforce – Heroes of our time in der Endlosschleife gehört. Ich finde, der Song hat einfach so eine unglaublich positive Energie – da kommen einem die Mühen des beginnenden Tages irgendwie nicht mehr so schlimm vor.
Und wer von dem Doublebass und Herman Lis Geschredder nicht wach wird, ist vermutlich schon tot.

17. Ein Song den du zwar liebst, aber den du immer skipst, weil er dir Bauchschmerzen macht
Es gibt Lieder, die ein Gefühl der Verzweiflung, Schmerz und Leid so perfekt transportieren, dass sie in mir den Drang wecken, mir die Pulsadern aufzuschneiden. Da ich hörte, dies sei nicht so gesund, muss ich diese Songs (nicht immer, aber oft) mit größten Bedauern überspringen, obwohl sie unendlich genial sind.
Eines der größten Stücke, das jemals geschrieben worden ist, und der depressivste Song, den ich kenne, ist End of Green – Tragedy Insane. Hier stimmt einfach alles: abgrundtief negativer Text, hypnotische Stimme, dunkle Musik mit dreckigen Gitarren… und daher, so leid es mir tut, nicht immer hörbar für das kleine depressive Robinleinchen, wenn es nicht mit einem dunkelschwarzen Knäuel aus Agonie im Magen herumsitzen will.

18. Ein Song der für einen Abend im letzten Sommer steht

Oh Mann… letzten Sommer war ich auf dem Jakobsweg in Spanien und auch wenn man da ziemlich abgeschnitten ist von allen Medien, wurde ich trotzdem permanent (oder zumindest einmal am Tag) in den Herbergen mit diesem blöden Eurovision-Song-Contest-Siegertitel penetriert.
Ich kann diese Frau mit ihrer ekelhaften Affektiertheit nicht leiden – aber tragischerweise ist das Lied ein kaum zu bändigender Ohrwurm *grmpf*

19. Ein grandioser deutschsprachiger Song über die Liebe, der auch für dich geschrieben worden sein könnte?
Ich glaube, für mich werden keine Liebeslieder geschrieben. Weder auf deutsch, noch auf englisch, noch auf sonstwas.

20. Der letzte Song den du gehört hast

Das war Anberlin – The Feel Good Drag eben auf der Arbeit, bevor ich den CD-Player ausschaltete – von dem es leider KEINE EINZIGE ANNEHMBARE VERSION auf youtube gibt. Nur eine Menge schlechter Remixes, schlechter Instrumentalversionen und, leider, extrem schlechter Livemitschnitte…
Wenn ihr es also hören wollt, müsst ihr es euch wohl oder übel irgendwo klauen.

Damit ich nicht immer Musik klauen muss, könnt ihr mir gerne eine kleine Spende hinterlassen.