It’s called Menstruation and here’s what it means to me!

Reden wir doch mal über Menstruation!

Irgendwie verfolgt mich das Thema. Also, ich meine nicht so, wie es fast jede Frau Jahrzehnte ihres Lebens verfolgt, sondern ganz geballt in letzter Zeit.
Beispielsweise durch diese „Free Bleeding“-Ente, angeblich ne feministische Bewegung, eigentlich aber nur ein bisschen unlustige antifeministische Propaganda, die natürlich von ein paar hysterischen Vollidioten direkt ernst genommen wurde – was einfach nur krass peinlich ist 😀
Dagegen wirklich witzig: dieser Beitrag der Nessy, über den ich sehr gelacht habe (ernsthaft: Seht euch das Video an!). Eine Willkommensparty für die erste Menstruation – es klingt so schrecklich, aber verglichen mit meinen Erfahrungen hätte ich liebend gerne getauscht!

Ich überlegte, ob ich nen Artikel darüber schreiben soll. Ich war unschlüssig.

Dann bekam ich meine Tage. So sei es – das rote Orakel hat gesprochen!
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Ich habe meine Tage zum ersten Mal mit 11 bekommen und hasste es.

Bereits, seit ich zehn war, konnte ich kaum eine Hand auf meinen Bauch legen, ohne dass es zu Spekulationen darüber führte, ob es wohl bald „soweit“ ist. Gerade meine Tante fand das Thema offensichtlich hochinteressant – vielleicht, weil sie selber nur einen Sohn hat. Jedenfalls kommentierte sie jede meiner Klagen über Bauchweh direkt mit einem bedeutungsschwangeren Blick zu meiner Mutter und den Worten „Das müssen sie sein!“

„Sie“. Auch mal „es“. Dieses große Unbekannte, was da unaufhaltsam wie die Zeit auf mich zurollte. Diese biologische Bombe in meinem Unterleib, die nur darauf wartete, in einer Kaskade aus Blut und totem Gewebe zu explodieren.

Bevor es so weit war, hatte ich tatsächlich oft Bauchschmerzen. Keine Ahnung, ob sie wirklich alle meine Menstruation ankündigten, aber einmal waren sie so schlimm, dass meine Mutter mich zum ersten Frauenarztbesuch meines Lebens schleppte und ich Bekanntschaft mit „dem Stuhl“ schloss – dieses Horrormöbel, über das in der Umkleidekabine nach dem Sportunterricht verschreckt getuschelt wurde.
Ohne große Umstände pflanzte die Gynäkologin mich auf den Stuhl und fuhrwerkte bereits an mir rum, bevor ich überhaupt realisieren konnte, was da gerade passiert. Ich saß starr da und bekam erst den Spreizer zu spüren, bevor sie mir dann noch einen Finger in den Arsch steckte, um dort noch vorsorglich alles abzutasten.

Well. Glücklicherweise war ja meine Mutter da. Die genau vor mir saß und einen so guten Einblick in mein Innenleben hatte, dass sie auf diesem Wege praktisch schon mal ihren Enkeln winken konnte. Kinder und Pubertierende haben ja bekanntlich kein Schamgefühl, weshalb man die Patientin nicht fragen muss, ob sich während dieser Prozedur alle überflüssige Personen verpissen sollen.

Die gutgelaunte Ärztin beendete die Untersuchung, konstatierte, dass alles in Ordnung sei und dass ich das nächste Mal doch bitte mit gefüllter Blase kommen solle, denn die Probleme kämen wohl eher daher. Ich lächelte höflich, verließ mit meiner Mutter das Untersuchungszimmer und schwor mir, mich dieser Person nie wieder auch nur auf 10 Meter zu nähern.

Meine Mutter und ich, wir sprachen darüber nicht. Auch war der nächste Termin irgendwie kein Thema. Aber die Zeit schritt unbarmherzig voran und so kam der Tag, etwa drei Monate vor meinem 12. Geburtstag, als ich pinkeln wollte und beim Runterziehen meines Slips ein Massaker vorfand.

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Völlig verstört riss ich meine Hose wieder hoch und rannte in mein Zimmer. Sehr schnell wurde mir aber klar, dass ich das wohl so nicht lassen konnte. Ich zeigte die Bescherung also meiner Mutter, die kreidebleich wurde und mir eine ihrer Slipeinlagen gab. Ich glaube, sie hat auch noch irgendwas über meinen Slip gesagt – dass ich ihn wegschmeißen soll oder so. Ansonsten geschocktes Schweigen.

Ich benutzte die Slipeinlagen laut der Packungsbeilage und ging ins Bett. Und das war meine „Willkommensfeier“.

In der 5. Klasse hatten wir Sexualkundeunterricht gehabt. In meinem Schulbuch war auch eine Geschichte eines Mädchens zu lesen, die zum ersten Mal ihre Tage bekam. Ihre Mutter besorgte ihr Hygieneartikel, redete mit ihr darüber und führte sie dann liebevoll zu einer kleinen Shoppingtour, um zu feiern, dass sie jetzt „eine Frau“ sei.

Der Text war im Unterricht nicht dran gekommen, aber ich hatte die Geschichte trotzdem aufgeregt gelesen. Nun schlug mir die Realität eiskalt in die Fresse.

Warum konnte das bei mir nicht auch so sein?

Meine ersten Erfahrungen mit dem Thema waren somit eine seltsame Mischung aus „Darüber redet man nicht“ und völliger Distanzlosigkeit. (Tatsächlich halte ich die Frauenärztin von damals immer noch für die beschissenste Ärztin, mit der ich je zu tun gehabt hatte.)

Wie reagiert man auf sowas? Natürlich: mit Scham.

Bei meinen Schulkameradinnen wurde dieses neue Kapitel natürlich oft thematisiert, aber irgendwie gingen die damit wesentlich cooler um als ich. Ein Mädel, das ein Jahr älter war als ich und für ihr Alter völlig abgebrüht, merkte schnell, wie gehemmt ich deswegen war und hatte damit etwas gefunden, auf dem sie mit genüsslicher Grausamkeit rumhacken konnte. Wenn sie mitbekam, dass es bei mir mal wieder so weit war, musste ich jederzeit damit rechnen, dass sie mir in der Klasse ein „Robin hat ihre Taaa-geee!!“ entgegen kreischte, was mir vor allem vor den Jungs unglaublich peinlich war. Leider fiel mir dazu nie eine schlagfertige Antwort ein, aber ich hasste das Mädchen deswegen heiß und heftig und verewigte sie schließlich in einem schrecklich gezeichneten Comic in meinem Tagebuch, in dem ich ihr eine grauenhafte Zukunft mit miesen Job und ohne Freunde prophezeite. Aber nicht mal da konnte ich meine Hemmungen ganz ablegen – ihr Comic-Ich sagte „Regel“ statt Tage. Könnt ihr euch sowas blödes vorstellen? Man möchte meinem Vergangenheits-Ich ein paar Cupcakes backen!

Auch meine anderen Freundinnen waren abgeklärter. „Stopf dir halt nen Stöpsel rein!“ kommentierte eine trocken, als ich eine Einladung zum Schwimmen gehen ablehnte, weil ich meine Tage hatte.

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Das war auch so’n Ding. Mit zwölf ging ich fast jede Woche mit meinen Großeltern schwimmen. Weil die „Regel“ in der Anfangszeit ihrem Namen allerdings nicht gerecht wird, ging das für ein paar Monate überhaupt nicht. Schmierblutungen, Zwischenblutungen, eine Menstruation, die scheinbar nach fünf Tagen vorbei war und dann irgendwie doch nicht etc. pp. Ich weiß noch, dass ich irgendwann mal heulend im Bett lag und völlig überzeugt davon war, dass ich wegen dieser Scheiße nie, nie, NIE wieder werde schwimmen gehen können!

Überhaupt waren die Tage der Tage Horror pur. Ich traute mich kaum, mich zu bewegen. Was ist, wenn was daneben ging?! Und die Binden schienen bei jedem Schritt zu knistern und ekelhaft an mir zu kleben.

Also war ein „Stöpsel“ gar keine schlechte Idee. Aber mir die selber kaufen?! OMG!!

Es war also eines dieser typisch verkrampften Gespräche mit meiner Mutter fällig. Wenn meine Mutter über solche Themen spricht, dann klingt sie nicht weniger als welterschütterlich. „Robin,“ sagte sie damals, legte ihre Hände auf meine Schultern und sah mir eindringlich-besorgt in die Augen, „dein Körper ist noch nicht bereit dazu.“

Ich weiß bis heute nicht, woran sie das fest gemacht hat. Soweit ich weiß, wurden Tampons in ihrer Anfangszeit nur für Frauen empfohlen, die bereits Mutter geworden waren, vermutlich, weil man irgendeiner dämlichen Vorstellung anhing, das erste, was die reine Maid in sich aufzunehmen habe, sollte halt der Schwanz ihres ihr ordnungsgemäß angetrauten Ehemannes in der Hochzeitsnacht sein. Aber ich nehme einfach mal nicht an, dass meine Mutter so drauf war.

Argumentativ kam ich gegen sie nicht an (ich bekam eh kaum einen Ton raus), aber mir wurde die Situation immer unerträglicher und schließlich bekam ich von irgendwoher doch OBs. Die ganz kleinen Minis. Die benutzen zu lernen war schwieriger als es aussieht und hat weh getan, aber ich biss die Zähne zusammen und bekam es schließlich hin. Learning by doing!

In dem oben verlinkten Text über dieses saudämliche „Free Bleeding“ heißt es, Tampons wären ein Produkt der Befreiung. Und, Halleluja, so war es auch!!! Plötzlich konnte ich schwimmen gehen, hatte nicht mehr das Gefühl, mich kaum bewegen zu dürfen und genoss ein zu tausend Prozent besseres Körpergefühl. Bis heute habe ich NIE wieder eine Binde oder Slipeinlage benutzt und verstehe auch nicht, wie sich irgendeine Frau das antun kann. Jeder das ihre, aber… für mich kommt das nicht in Frage.

Ein weiterer netter Nebeneffekt meiner neuen Weiblichkeit waren höllische Schmerzen jeden Monat. Die trafen leider zusammen mit einer Mutter, die absolut manisch gegen Schmerzmittel war.

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Wie scheiße ist es doch, minderjährig zu sein. Dürfen Kinder überhaupt Aspirin kaufen? Ich habe es leider nie ausprobiert. Dafür hatte ich schnell alles andere durch. Meine Mutter wälzte Naturheilkundebücher und schüttete mich mit Schafgarbentee zu, was bei der ein oder anderen Frau helfen mag, bei mir jedoch nicht. Mir blieb also nur, mich mit einer Wärmeflasche auf der Couch zusammen zu rollen und zu leiden. Möglichst still, damit ich meinen Stiefvater nicht zu einer abfälligen Bemerkung über diesen Weiberkram provozierte, den er niemals selbst erleben wird. Er schüttelte den Kopf, wenn ich mich wand, denn so schlimm konnte das ja nicht sein und diese Brandblasen, die ich mir einmal zuzog und die Narben hinterließen, welche man noch Jahre später sehen konnte, waren ja auch kein Beweis dafür, dass sowas etwa tatsächlich weh tut.

Die Schmerzen wurden weniger, als ich mit 16 anfing, die Pille zu nehmen, aber verschämt war ich deswegen immer noch. Bis dahin war es mir immer noch unangenehm, Hygieneartikel zu kaufen, doch deutete sich ein langsamer Wandel an. Ich denke, es ist ein Stück weit normal, in der Pubertät total gehemmt zu sein, wenn es bei mir auch eindeutig übertrieben war, aber mit den Jahren kam ich immer besser damit klar.

Woran vielleicht ein ganz spezieller junger Mann seinen Anteil hatte.

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Dieser Typ, ein kleiner Fascho mit lächerlich schütteren Schnauzbärtchen, auf den er wohl grandios stolz war, war der Freund einer Freundin von mir. Es ist mir heute immer noch unbegreiflich, was sie an dem Kerl gefunden hat. Zusätzlich zu einigen eindeutigen Charakterfails – der Idiot war tatsächlich ein Nazi! – hatte er beim Thema Menstruation einen eindeutigen Schuss weg. Ganz klar: Das war eklig und er wollte überhaupt nichts davon hören!!
Er selbst dagegen laberte immer wieder minutenlang davon – eben darüber, wie krass eklig das sei. Daswirdmanjawohlnochsagendürfen!
Und dieser Typ war Metzgerlehrling!!

Immer, wenn ich ihm zuhörte, merkte ich, dass mich das tierisch ankotzte. Klar, irgendwo stimmt es, menstruieren ist jetzt wirklich nicht gerade wie ein Bad in Rosenblüten, aber Herrgott, ICH habe ein Recht dazu, mich darüber zu beschweren, aber ER nicht, zumal er sonst immer den Macho rauskehrte, aber ausgerechnet bei dem Thema zur Mimose mutierte!
Als er eines Tages wieder damit anfing, kramte ich einen Tampon aus meiner Tasche und bewarf ihn damit. Er kreischte theatralisch und hörte schlagartig auf mit der Scheiße, wenn ich dabei war.

So lernte ich einerseits, dass Männer mit einer Sache nichts zu tun haben wollen, die einen essentiellen Bestandteil des Lebens einer Frau ausmacht, und andererseits, dass mir so ein Mimimi scheißegal war.

Klein-Robin ist inzwischen eine Frau, die stark auf die Dreißig zugeht und mit sich und ihren Körperfunktionen im Reinen ist. So nervig es manchmal auch ist, so froh bin ich, dieses Ereignis jeden Monat begrüßen zu können. Irgendwann möchte ich mal Kinder haben und bis es soweit ist, sagt mir dieser regelmäßige Blutschwall, dass mit mir alles in Ordnung ist. Aus diesem Grund habe ich auch eine neue Pille schnellstens wieder abgesetzt, die dazu führen sollte, dass ich meine Tage GAR NICHT mehr bekomme. Mein neuer Frauenarzt konnte überhaupt nicht verstehen, warum ich deshalb nicht jubelte, aber ich habe einfach mal darauf verzichtet, es ihm zu erklären und nahm die Pille nach drei Monaten nicht mehr.
Im Bad steht eine Maxipackung Tampons offen herum, ungeachtet der Tatsache, dass ich mit zwei Männern zusammen lebe – vor einigen Jahren wäre das undenkbar gewesen. Männer, die gefasst genug sind, auf die Frage „Geht’s dir nicht gut?“ ein „Nee, ich hab meine Tage bekommen“ als Antwort zu verkraften, ohne grün um die Nase zu werden.
Die Schmerzen sind kein Vergleich zu früher, zumal ich jetzt endlich schon groß bin und mir selbst Ibuprofen kaufen darf, was bei vielen Frauen nicht wirkt, bei mir aber schon. Jeden Monat nehme ich eine Tablette, denke an meine Mutter, während ich sie runter schlucke und kann nichts weiter tun als kichern.

Ich bin weit davon entfernt, dieses monatliche Massaker zu genießen und habe keine Ahnung, was zur Hölle mit Frauen los ist, die ihre Periode als „Erdbeertage“ bezeichnen, aber Scham – nein, die ist weg. Es mag ein Abfallprodukt des Körpers sein, aber es ist MEIN Abfall. Deshalb könnte ich seit meinem ersten Aufeinandertreffen mit solchen Typen immer noch aufplatzen, wenn Menschen diese natürliche Funktion abwerten oder saudumme Witze drüber machen. Zwar habe ich inzwischen die perfekte Antwort gefunden, wenn man mir mal wieder meine monatlichen Körperfunktionen vorwirft, nur weil ich völlig zurecht sauer oder schlecht drauf bin, aber trotzdem ist es einfach nur krass dämlich.

Denn Witze über die Periode oder PMS sind NIE lustig. Niemals.

Okay, manchmal ein bisschen.

 
Wenn dir das gefallen hat und du mich ein bisschen unterstützen willst, lasse ich mich gerne via Paypal zu einer Tasse Kaffee einladen. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber das muss ja niemand wissen.
 

In eigener Sache: Was mit Kommentaren geschieht

Ich möchte hier ein paar Worte über Zensur verlieren.

Wer es noch nicht wusste, der weiß es jetzt: Ich bin Feministin – und trotzdem ein ganz normaler Mensch. Manchmal schreibe ich hier feministische Artikel, manchmal (= öfter) nicht. Das hier ist kein feministischer Blog, sondern einer, in dem ich viele verschiedene Themen zusammen werfe, so wie es mir gefällt. Deshalb ist auch die Leserschaft ziemlich bunt gemischt. Während die meisten sehr liebe Menschen sind, über deren Kommentare ich mich immer freue, ist das bei vielen, die mit dem sogenannten Geschlechterdiskurs zu tun haben, leider nicht so wirklich gegeben.

Meine ca. zweijährige Karriere als feministische Bloggerin hat mich in Bezug auf die Kommentarpolitik genau eins gelehrt: Entweder du schaltest restlos alles frei – oder du bist eine zensurwütige Diktatorin schlimmer als Hitler. So zumindest der Eindruck netter Außenstehender, die weder einen eigenen Blog betreiben, noch nachvollziehen können, wie viel Hass einem als Feministin entgegen schlägt, obwohl sie eifrig daran teilhaben.

Gestern gab es wieder eine solche, hach, nennen wir es „Diskussion“, also habe ich etwas vorgezogen, was ich eigentlich erst für in ein paar Monaten geplant hatte: Eine kleine, beispielhafte Liste der Menschen, die bei mir nicht mehr willkommen sind plus Begründung.

Vielleicht interessiert euch das Thema Feminismus nicht. Dann könnt ihr eigentlich wegklicken. Meine „Zensurpolitik“ betrifft euch dann ja sowieso nicht. Aber vielleicht wollt ihr ja mal sehen, mit was für Gestalten man sich so alles rumschlagen muss und versteht danach ein bisschen besser, warum ich Feministin bin. Außerdem ist es wirklich lustig!

Meine „Blacklist“ findet ihr hier: klick
Ihr findet sie auch rechts oben neben „Startseite“ und „About“ als eigenen Reiter oder Seite unter dem Titel „Haters gonna hate“. Ich werde diese Liste aktuell halten, wann immer es nötig ist.

Wenn du den Schmerz ein wenig lindern willst, freue ich mich über eine kleine Spende via Paypal in Form einer Tasse Kaffee. Nur brauche ich in diesem Fall Schnaps, aber das ist hoffentlich auch ok.

Endlich enthüllt: Warum Frauen einfach kein Abseits checken!

Ich behaupte, es existiert keine Frau auf dieser Welt, die DEN dummen Spruch nicht schon mal gehört hat: Frauen verstehen Abseits nicht.

Heute beginnt mit der Fußball-Weltmeisterschaft das größte Turnier des deutschen Sportfans – und weil Fußball immer noch als die letzte Bastion testosterongeschwängerter Männlichkeit in unseren modernen Zeiten gilt, dreht sich in solchen Zeiten nicht nur der Ball, sondern auch das Bullshit-O-Meter. Es reicht halt nicht, dass unsere nationalen Damen in den letzten Jahren ihren männlichen Konterparts gezeigt haben, wie man ein solches Turnier gewinnt (mehrfach) und gleichzeitig die Menge an weiblichen Fußballfans zugenommen hat (deutlich), um den werten Herren zu beweisen, dass Frauen das Spiel sowohl aktiv wie auch passiv beherrschen können.

Aber ein Abseits-Spruch, das geht natürlich immer. Ein Brüller! Frauen und Fußball passt halt nicht. Und diese Scheiße muss natürlich schon so früh wie möglich eingepflanzt werden.

So hat dann auch die Zeitschrift MÄDCHEN ihre letzte Ausgabe dem Thema Fußball gewidmet. Ach ja… die MÄDCHEN. Seit wann ist die Zeitschrift so weichgespült? Als ICH noch ein Mädchen war, gab es da explizite Berichte über diverse Sexpraktiken zu lesen. Kann man scheiße finden (mich hat es damals verstört und fasziniert), aber wenigstens hat es an der Vorstellung gerüttelt, Mädchen wollen ja eigentlich immer nur kuscheln. Inzwischen wirkt das Heft wie „Bild der Frau Light“.

Fußballrelevante Themen dieser Ausgabe: Wie man sich für’s Public Viewing schminkt (offensichtlich, indem man kopfüber in einen Eimer mit schwarz-rot-goldener Farbe springt). Ein Poster mit Spielplan und den „sechs heißesten Fußballern“ (Ronaldo – würg). Eine Foto-Love-Story über eine Fußballmannschaft (natürlich männlich!) und Tussis, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um an die Jungs ranzukommen. Titel: „11 Kicker für Sophie“ (hat das Internet mich ruiniert oder klingt das für euch auch wie ein billiger Porno?). „Die MÄDCHEN Traum-11“ besteht aus unbekannten 0815-Typen, deren Bilder man für’s Voting einschicken konnte und die neben ihrem kleinen Steckbrief (in dem man z.B. erfährt, dass Florian, 18, es für ein No-Go hält, wenn ein Mädchen die Rechnung im Restaurant übernimmt) verträumt in die Kamera starren und irgendwie hat das auch was mit Fußball zu tun.

Und mittendrin: eine offensichtlich brandneue Kolumne, die in dieser Ausgabe ihr Debüt feiert: „Was denken Jungs über…?“

„Unser neues Expertenteam! Hier stellen sich die vier Jungs vor, die dir ab sofort ehrliche Antworten auf aktuelle und intime Fragen geben, die du dich vielleicht nicht zu stellen traust.“ – denn Mädchen, so wissen wir, sind ja grundsätzlich kleine verschüchterte Hascherl.

In dieser Ausgabe wird nun nach „Fußballmädchen“ gefragt. Aaaaber damit sind natürlich keine Mädchen gemeint, die Fußball spielen! Neinneinnein! Es geht nur um Mädchen, welche die Dreistigkeit besitzen, mit ihren männlichen Freunden die WM-Spiele gucken zu wollen. Aber selbstverständlich muss man vorher unbedingt abklären: IST DAS FÜR JUNGS ÜBERHAUPT OKAY?

Louis (sic), Lenny (SIC) Norik (SIC!) und Yunus (SIC!!!) beantworten also diese Frage. Nur Yunus, 14, findet Mädchen als Zuschauer okay. Lenny, 15, guckt lieber ganz alleine. Louis, 13, guckt nur mit Kumpels, weil Fußball für Mädchen ja nur Party ist und nicht Fußball. Und Norik, mit seinen 18 Jahren praktisch die graue Eminenz des „Expertenteams“, findet: „Auf keinen Fall!“ – denn er hat keinen Bock, den dummen Mädchen zu erklären, was Abseits ist. (Darüber hinaus findet er Mädchen, die Fußball spielen, „irgendwie unsexy“. An sich selbst mag er übrigens seinen Charakter und dass er mit allen Leuten super auskommt. Aja.)

Und da wären wir wieder. Dieser saudumme Spruch. Das ultimative Geschlechterklischee. Frauen und Abseits. Gröh-hö-höl.

Meine Kindheit habe ich sonntags neben den Fußballplätzen diverser Amateur-Dorfmannschaften verbracht, denn mein Stiefvater hat Fußball gespielt, weshalb es für meine Mutter praktisch Pflicht war, sich das anzusehen und mich mitzuschleppen. Meine gesamte Familie ist total fußballgeil – also, die männliche Hälfte. Als ich dagegen mit zehn Jahren einmal zum Jugendtraining ging, zerrte mich mein Stiefvater regelrecht vom Platz und verbot mir, in den Verein einzutreten.

Man könnte also sagen: Ich und der Fußball, wir haben eine Vergangenheit. Und daher habe ich nach jahrelanger Observation und unzähligen Gesprächsanalysen die Lösung entdeckt. Der Grund, weshalb viele Frauen tatsächlich kein Abseits checken.

Es liegt schlicht und ergreifend an den Männern!

Habt ihr mal einen Kerl gefragt, ob er euch Abseits erklären kann? Mit großer Geste wird dann sinnierend gen Himmel gestarrt und ihr hört ein Gemurmel wie „Als Konrad Koch den Fußball in Deutschland etablierte… Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel… der Sammer damals… FC Bayern, Stern des Südens… Tante Käthe… schießenbolzenpassenabgebenstürmerverteidigertormannschiri…“

Oder, um das mal graphisch darzustellen:

AbseitsregelKompliziert

Das ist das ganze Geheimnis. Die Abseitsregel ist nicht kompliziert – sie wird nur völlig beschissen erklärt. Kein Wunder, dass die keiner checkt. Besser gesagt keinE. Denn es muss halt eher Frauen erklärt werden.

Das ist aber auch nur logisch, denn die meisten Typen haben Jahre Vorsprung. Sie saßen ihre halbe Kindheit lang als kleine Hosenscheißer auf dem Schoß ihres Papas und haben das Aktuelle Sportstudio verfolgt, ob sie wollten oder nicht. Möglicherweise führt dieser frühkindliche Overkill zu einer seltsamen Verknotung der Synapsen, die es unmöglich macht, einfachste Sachverhalte zu diesem Thema halbwegs verständlich zu erklären. Möglicherweise WOLLEN manche Abseits aber auch gar nicht simpel erklären, weil man sich auf die Weise ganz doll schlau vorkommen kann, wenn dem Gegenüber Fragezeichen über dem Kopf aufploppen. Vor allem, wenn’s ne Frau ist, aber Fußball doch halt so ein Männersport und überhaupt, können die Tussis nicht einfach ein paar Schnittchen machen und Bier bringen, statt daneben zu sitzen und mitzugröhlen?!

Frauen verstehen Abseits nicht – nichts weiter als ein taktischer Bluff zur Selbstaufwertung, um zu verschleiern, wer hier der wahre Schuldige ist, und um Mädchen ins Hirn zu prügeln, dass sie sowieso alle ein bisschen unterbelichtet sind. Dieses Ergebnis meiner jahrelangen Beobachtungen nenne ich die Abseits-Falle (ich weiß: tierisch clever).

Wenn euch also das nächste Mal ein Kerl darüber vollnölt, dass Frauen Abseits nicht kapieren, dann lächelt mitfühlend, schließt ihn warm in eure Arme und flüstert ihm sinnlich ins Ohr: „Etwas einfach erklären zu können kann man lernen. Ich glaube fest an dich!“

Alternativ: Bittet ihn, euch die Regel darzulegen, lehnt euch zurück und genießt es zu sehen, wie er sich abstrampelt und rumstottert. Besonders lustig ist es, wenn er noch ein paar Kumpels dabei hat, die ihm ständig ins Wort fallen, weil sie es halt noch besser wissen.

Das ist ein Spaß, besser als jedes Länderspiel.

PS: „Abseits“ liegt vor, wenn ein Spieler den Ball Richtung gegnerisches Tor zu seinem Mitspieler schießt und sich im Moment des Abspielens zwischen diesem Mitspieler und dem gegnerischen Tormann kein anderer Spieler der gegnerischen Mannschaft befindet.

Und weil man Sachen immer besser checkt, wenn man den Sinn dahinter versteht: Gäbe es diese Regel nicht, könnte ein Spieler das gesamte Spiel über praktisch genau vor der Nase des gegnerischen Tormanns stehen bleiben und auf einen guten Pass warten, den er reindonnern kann, was dann ja wohl ziemlich lame wäre.

Oder, um das mal graphisch darzustellen:

Abseitsregel

Ich behaupte, es existiert keine Frau auf der Welt, die DAS nicht checken kann, wenn sie will.

Und ja, ich weiß, dass es da noch ungefähr eine Million Sonderregeln gibt. Das ist mir aber scheißegal. Ist ja nicht so, als wäre ich Fußballfan.

PPS:
Ich: „Kannst du mir mal Abseits erklären?“
Mitbewohner David: „Oh Gott, wo soll ich da anfangen…!“

– überarbeitete Version –

Wenn dir das gefallen hat und du mich ein bisschen unterstützen willst, lasse ich mich gerne via Paypal zu einer Tasse Kaffee einladen. Ich trinke zwar keinen Kaffee, aber das muss ja niemand wissen.

Rock am Ring: let’s talk about the money!

Zum Ende meiner kleinen Rock-am-Ring-Exkursion noch was zu dem Thema, das die Welt regiert und in absehbarer Zeit auch zerstören wird: Geld.

Ich lese und höre immer wieder, dass es ja so schwer wäre, ein Ticket für RaR zu ergattern. Falsch, ein Ticket zu bekommen ist etwa genau so leicht, wie in den Aldi zu latschen und eine Packung Milch zu kaufen. Man muss halt nur früh genug dran sein und die entsprechende Kohle dafür haben. Daran mangelt es den meisten wohl. Und dadurch wird der Ticketkauf natürlich schon mal zu einem „Postal 2“-Szenario.

160 Euro hab ich dafür dieses Jahr hingeblättert. Bei meinem ersten Ring 2005 waren es glaube ich noch 115, maximal. Viel Geld, aber ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, mir das Ticket einfach zu Weihnachten zu wünschen – Problem gelöst!

Bleibt die Verpflegung. Fünf Tage Ring heißt: Mindestens zehn Dosen Ravioli, Nudelpäckchen oder 5-Minuten-Terrinen (ich empfehle ja die Pürree-Variante mit Croutons. Ist unschlagbar schnell fertig und schmeckt für Päckchenscheiß erstaunlich geil!), die beiden letztgenannten Varianten natürlich nur, wenn ihr nen Gaskocher dabei habt oder einen armen Trottel, der einen hat und euch ihn benutzen lässt, bis die Gaskartusche alle ist. Wenn man im Schnitt 1,50 Euro für den Scheiß rechnet, kommt man auf 15 Euro, dazu vielleicht noch Bifi, Grillfleisch für den ersten Tag und was Süßes, sagen wir: Insgesamt 25 Euro.

Alkohol muss natürlich auch mit. Bier kann man sich ja mit Freunden teilen und, sofern man in Grenznähe wohnt, dort besorgen (= kein Dosenpfand!). Veranschlagen wir dafür 15 Euro, was eine vorsichtige Schätzung ist.
Ansonsten würde ich eine Flasche Schnaps pro Tag rechnen. Bei uns kosten die billigsten Rum- oder Wodkavarianten einen etwa Fünfer pro Flasche, macht 25 Euro. Dann braucht man aber noch was zu mischen, wodurch es leicht 10 Euro mehr werden, sprich 35.

Und dann will (bzw. muss) man ja auf dem Gelände etwas essen: macht eine Millarde Euro.
Nee, ganz so schlimm isses nicht, aber nah dran. Das Problem hierbei ist, dass das Essen auf dem Festivalgelände nicht nur übelst teuer ist, sondern leider auch ultra gut, wenn man weiß, was man nehmen muss. Döner und Tortellini sollte man meiden, aber der Rest!
Aufm Ring gibt es die GEILSTEN Chinanudeln, den ABARTIG BESTEN Backfisch und nicht zuletzt das VERFICKT NOCHMAL ALLERGEILSTE, ÜBERTRIEBEN LECKERSTE „Handbrot“! Das ist eigentlich nur Hefeteig mit Käsefüllung, wahlweise mit Speck oder Pilzen und nem Klecks saure Sahne obendrauf – aber SO GUT!

Und darüber hinaus mit 4 Euro das einzige Essen mit angemessenem Preis (Chinanudeln und Backfisch kriegt man dagegen für jeweils 6 Euro). Doch es hilft nichts, eins von allem muss man mindestens essen – macht 16 Euro. (Sofern man nicht von jedem mindestens zweimal isst, aber das ist mein persönliches Problem.)

(Bier auf dem Festivalgelände rechne ich nicht mit. Wer für diese Plörre (die, auch wenn sie es nicht zugeben, aus Leichtbier besteht, das schneller wieder nüchtern macht als man es trinken kann) tatsächlich Geld hinblättert, für denjenigen empfinde ich kein Mitleid.)

So mit diesen absoluten Basics kommen wir bereits auf 251 Euro. Ein Festivalshirt und andere Kinkerlitzchen nicht eingerechnet.

Scheiße.

Aber dieser riesige Berg aus Unkosten habe ich natürlich mit meiner unnachahmlichen Art etwas abtragen können. Wie? Ganz einfach:
Man bezahlt mit dem Ticket das sogenannte Müllpfand mit, das sich auf 5 Euro beläuft. Fährt man auf den Campingplatz, kriegt man unter Vorlage seines Tickets drei Müllsäcke (gelber Sack, Glas und Restmüll) und die Müllpfandkarte. Die ist, wie gesagt, 5 Euro wert. Geht am also montags mit eben dieser Karte und einem gefüllten Müllsack zur entsprechenden Stelle, kriegt man also dafür nen Fünfer bar auf die Kralle.

Die meisten Leute interessiert das jedoch einen Scheißdreck.

Auftritt: Moi, die obsessive Pfandjägerin. Ich bin dieses Jahr etwa eine Stunde locker über den Zeltplatz geschlendert, auf dem sich nur noch wenige Zelte, aber eine Menge, Menge Müll befand, und sichtete – 15 Karten.
FÜNFZEHN. Das sind 75 Euro.
Und da die Abgabe des Mülls selbst die dafür zuständigen Ordner nicht so wirklich interessiert, habe ich dafür nur pro forma insgesamt fünf Müllsäcke abgegeben, die ich nicht mal selbst gefüllt habe (die meisten lassen ihre Säcke nämlich einfach stehen), und trotzdem das Geld bekommen. Ist das geil, oder was?

Jetzt könnte man sich die Frage stellen, warum ich dieses Wissen an euch weiterreiche. Die schöne Antwort lautet, dass ich, wenn meine Lebensplanung so weiterläuft wie ich es vorhabe, nächstes Jahr schon nicht mehr auf so ein paar mickrige Kröten (!!! was rede ich da!) fürs Mülllsammeln angewiesen sein werde. Die ehrliche Antwort lautet, dass ich es schlichtweg niemanden zutraue, auf dem Gebiet so erfolgreich zu sein wie ich. Ich habe dafür einfach eine Gabe. Eine Müllpfandkarte erkenne ich aus 20 Metern Entfernung. Das ist meine Superkraft.

I’m gifted. Ihr nicht.
Tut mir leid.

Weißt du, was richtig krass ist? Einer wildfremden Person im Internet eine Tasse Kaffee zu spendieren, nur weil dir ihr Beitrag gefallen hat. Das ist Rock’n‘Roll!

Rock am Ring – ein ganz normaler Ankunftstag

Mittwoch, 6:00 Uhr: Aufstehen. Viel zu früh. Aber nicht schlimm, an Schlaf war eh nicht wirklich zu denken.

6:30 Uhr: Duschen. Zum letzten Mal für eine viel zu lange Zeit.

7:00 Uhr: Sandwichs machen, weil: Tradition.

8:00 Uhr: Letzte Besorgungen machen, Ravioli und so. Man weiß ja nicht schon ein Jahr vorher, dass man Anfang Juni zum Ring fährt!

9:00 Uhr: Treffen bei beliebigen Kumpel mit der ganzen Bagage. Fröhliches Umpacken. Die Nicht-Fahrer öffnen ihr erstes Bier.

9:30 Uhr: Verabredete Abfahrtzeit.

10:30 Uhr: Tatsächliche Abfahrtzeit.

11:00 Uhr: Ich trinke mein traditionelles eiskaltes Jacky Cola aus der Dose. Bin wie immer überrascht, wie scheiße es schmeckt, trinke es aber trotzdem. Werde dank leeren Magens schon etwas voll. Verlange Partymusik. Nerve meine Mitfahrer mit hohen Kichern an der Grenze des menschlichen Hörvermögens.

12:00 Uhr: Traditioneller Zwischenstop an einer Autobahnraststätte. Wildes, fröhliches Rumgegröhle beim Anblick diverser Raststättengäste, die offensichtlich das selbe Ziel haben. Ich versuche im Tankstellenshop eine Bravo zu kaufen und habe wie jedes Jahr vergessen, dass die dort keine führen.

13:00 Uhr: Ankunft Ring, Hallo Stau.

13:30 Uhr (mit Glück): Einfahrt auf C1. Panisches Gekrame nach dem Ticket. Die Ordner mit grenzwertig witzigen Witzen nerven.

13:31 Uhr: Parken.

13:32 Uhr: Der Moment, in dem einen einfällt, was man alles ultrawichtiges vergessen hat (Lieblings-Schlafshirt, persönliches Kuschelkissen, Insulin).

13:35 Uhr: Zeug ausladen und zum Zeltplatz hochtragen. Möglichst gelangweilt tun, wenn man anbietet, die offenen Autos zu bewachen, damit niemand auf die Idee kommt, dass man sich vor der Schlepperei drücken will. Was man aber natürlich will.

14:00 Uhr: Ein Platz wurde erobert, die Autos sind ausgeladen. Der Zeltaufbau kann beginnen.

14:00:02 Uhr: Zeltaufbau abgeschlossen. Danke, Quechua!

14:01-15:00 Uhr: Einräumen, Matratze aufblasen, mit allen Mitreisenden den Rest (Pavillion, Grill, Aggregat) aufbauen oder wenigstens so tun als ob.

15:00 Uhr: Sich an der Bändchen-Ausgabe anstellen. Die Neuregelung, es am rechten Arm tragen zu müssen, mit einem empörten „Diskriminierung!“ kommentieren (man ist ja nicht umsonst stolze Linkshänderin). Die ausgesprochene Hässlichkeit des aktuellen Bändchens bestaunen. Das neue Logo ist immer noch scheiße!

15:30 Uhr: Klappstuhl aufklappen, Bierdose öffnen. Chillmode!

15:35 Uhr: Jemand baut sich breitbeinig und mit diabolischen Grinsen inmitten des Klappstuhllagers auf, den Bierbong in der Hand. Innerliche Kapitulation.

15:35-16:00 Uhr: Mehr „Schluck, du Luder“-Witze ertragen, als man in seinem ganzen Leben jemals hören wollte.

16:30 Uhr: Erstes Flunkyball-Match!

17:00 Uhr: Karten auspacken und eine Runde „Schwarz oder Rot“ spielen, das simpelste Saufspiel der Welt (ja, es funktioniert genau so, wie ihr jetzt denkt).

18:00 Uhr: Mit ein paar Bier „Stau kucken“ gehen und diese Deppen auslachen, die jetzt erst anreisen.

19:00 Uhr: Grillen. Fleisch. Frisch. Yeah!

20:00 Uhr: Musik wird aufgedreht. Ab jetzt wird richtig gesoffen.

22:00-? Uhr: Über den Platz taumeln und sich die anderen Camper ankucken. „Wooooo“ schreien, fantasievolle Deko bewundern, Brüderschaft trinken, unbekannte Alkoholika ausprobieren, Tanzen. Manche Ringrocker werden bei dieser Tour zum letzten Mal gesehen und tauchen unvermittelt montags vor der Abreise wieder auf.

Irgendwann zwischen ? und 6:00 Uhr: Ins Zelt fallen. Schlafen wollen.

Eine Minute später: Zum ersten Mal richtig registrieren, dass man neben ein paar Grobassis zeltet, die die ganze Nacht hindurch mit 150 Dezibel Musik spielen, die man hasst.

Unbekannte Zeit später: Trotzdem irgendwie schlafen. Morgen geht’s erst richtig los!

 
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Rock am Ring – Tipps und Tricks!

So kommet und lernet vom unschätzbaren Erfahrungsschatz einer siebenmaligen Ringrockerin, die auch dieses Jahr nicht dabei sein wird, aber ihr Wissen gerne der neuen Generation zur Verfügung stellt…

Die folgende Auflistung richtet sich an Erstringrocker und andere Interessierte und ist absolut unvollständig und subjektiv. Viel nützlichere Tipps findet ihr im Ringkrocker-Forum.
Aber ich bin lustiger.

Ganz allgemein: Das Wetter. Ich traf 2012 am Dixieklo auf ein bibberndes Mädel mit hinreißender Zahnspange, das mir ungefragt Klopapier abgab („man muss sich ja gegenseitig helfen“) und sich neidisch über mein Bundeswehr-Jacket äußerte. Sie war davon ausgegangen, dass Anfang Juni die Temperaturen angenehm seien.
Falsch, falsch und falsch. Die meisten wissen nicht, dass die Eifel in einem „Game of Thrones“-ähnlichen Paralelluniversum liegt, in dem der Winter auch schon mal mitten im Sommer zuschlägt. Das glaubt ihr mir nicht? 2009 checkte ich am Abfahrttag das Wetter für das Wochenende. Gemeldet waren 15 Grad und Nieselregen. Scheiße, dachte ich. Tja, wärs nur so gewesen: Samstagmittags waren laut Durchsage SIEBEN GRAD vor der Centerstage. Nachts dürften sich die Temperaturen nahe am Gefrierpunkt bewegt haben.
Daher: Warme Pullis und ne Jacke nicht vergessen, selbst wenn im Rest von Deutschland 30 Grad herrschen. In der Eifel ist alles anders.

Überhaupt, die sanitären Anlagen: Wer jemals ein Zeltplatz-Dixie benutzt hat, wird keine Angst mehr vor der Hölle haben.
Es ist… unbeschreiblich. Völlig desolat. Aber leider recht alternativlos… oder?
Ihr solltet auf jeden Fall Klopapier mitnehmen, denn auf den Dixies werdet ihr keins finden (beziehungsweise werdet ihr das, was ihr dort findet, nicht benutzen wollen). Auch empfehle ich die Zehner-Karte für 4,50 Euro für die normalen Klos, die leider nicht ganz so zahlreich sind, wie es wünschenswert wäre. Wenn ihr eine entspannte Sitzung wollt, ist die nächtliche Rückkehr vom Festivalgelände der geeignete Zeitpunkt. Lesestoff wäre dabei vom Vorteil (meine Wahl: Tiefschürfende Zeitschriften wie „Mein Erlebnis“ oder „Meine Sünden“, die rührselige, natürlich absolut authentische, dabei latent sexistische Frauenschicksale zum Inhalt haben. Bei aufregenden Geschichten wie „Ich habe meinen Mann betrogen – mit einer Frau!“ oder „Nach drei Scheidungen – in Portugal fand ich endlich mein Glück!“ kann ich völlig loslassen.).

Wenn ihr in Waldnähe zeltet, solltet ihr auch auf jeden Fall einen Marsch in die unberührte Natur in Erwägung ziehen. Dabei unbedingt auf Tretminen achten (die sind allerdings durch Klopapierhügel gekennzeichnet). Nach zwei, drei Tagen Dixieklo ist das Gefühl eines sanft streichelnden frischen Lüftchens um euren nackten Hintern einfach zum Weinen schön.
Ein letzter dringender Hinweis: Wenn ihr kotzen müsst, dann geht um Himmels Willen nicht auf ein Dixieklo. Ich habe diesen Fehler einmal gemacht. Dabei hat Gott zu mir gesprochen. Kein Scheiß. Lasst es.

Um beim Thema Lesestoff zu bleiben: An einem Donnerstag kann mittags tatsächlich mal Langeweile aufkommen. Nichts eignet sich für solche Situationen besser als oben bereits genannte Illustrierte oder Jugendzeitschriften wie die „Bravo“. Vorteil: Je älter ihr werdet, desto lustiger und verstörender wird diese Lektüre. Lacht gemeinsam über die völlig überzogene Nutzung angeblicher Jugendsprache, findet heraus, welcher Flirttyp ihr seid und spielt die Foto-Love-Story mit verteilten Rollen nach. Die „Dr. Sommer“-Seite regt zudem immer wieder unterhaltsame Diskussionen an, im Zuge dessen ihr vielleicht mehr über eure Freunde erfahrt, als ihr jemals wissen wolltet. Teils offenbaren sie eklatante Wissenslücken selbst bei Mittzwanzigern und tragen viel zum Verständnis zwischen Männern und Frauen bei!
Wenn ihr euch also zum Bildungsauftrag berufen fühlt, sind „Bravo“, „Hey!“ und die „Mädchen“ die perfekte Aufklärungsliteratur. Und Beilagen wie die „Startattoos“ oder Justin-Bieber-Poster lassen sich wunderbar zweckentfremden.

Der wichtigste Tipp, den ich euch geben kann: Hört bloß nicht auf, Alkohol zu trinken. Ihr habt vielleicht einen Kater oder wollt für die Konzerte am kommenden Tag besonders fit sein, aber jetzt auf Wasser umzuschwenken ist fatal. Grund: Der Kater entsteht durch Abbau sogenannter Fuselöle (was haben meine Freunde schon gelacht, wenn ich mit diesem Wort ankam, aber es stimmt wirklich), während der Abbau von Alkohol ohne große Probleme vonstatten geht. Man muss wissen, dass Alkohol immer VOR den Fuselölen abgebaut wird. Stellt euch die beiden Komponenten wie Kranke vor: Die Fuselöle sind die Kassenpatienten, Alkohol ist ein Privatpatient. Solange immer wieder ein Privatpatient kommt, müssen die Kassenpatienten warten. Und da die Kassenpatienten diejenigen sind, die den Arzt (= euren Körper) nerven, weil er an ihnen nix verdient, müsst ihr dafür sorgen, dass immer genug Privatpatienten im Wartezimmer sitzen.
Natürlich MÜSSEN die Kassenpatienten auch irgendwann dran kommen (es sei denn, ihr entscheidet euch nach dem Festivalwochenende, Alkoholiker zu werden), aber es ist besser, das auf den Montag zu verschieben.
Also, mein pädagogischer Rat: Egal wie sehr es euch anwidert, ein „Konterbier“ jeden Morgen ist das Getränk der Wahl.

Wenn ihr diese Anleitung beachtet, können an eurem ersten Ringwochenende nur noch höchstens 996 andere Dinge schief gehen. Aber wenigstens ist euch warm, ihr habt was zum Lesen, ihr seid untenrum keimfrei und voll! Viel Spaß!

 

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Ich bin ein gottverdammtes Genie!!! :D

Die Wochen der seelischen Folter sind vorbei – meine Examensarbeitsnote ist da und es ist eine phänomenale

2,0!!!

coolcoolcool
Und damit bin ich endlich FREI!!!

freude2

Als ich heute mittag müßig die Notenseite checkte – müßig deswegen, weil ich seit zwei Wochen jeden Tag mehrmals reingesehen habe und sich die Panik deswegen irgendwann ein bisschen abgenutzt hatte – dachte ich, ich flieg weg!!! Sofort rannte ich meinen Studentenausweis holen und checkte meine Matrikelnummer ungefähr achtzigmal. Dann rannte ich aus meinem Zimmer.

„Dave! Dave!!!“ brüllte ich.
Dave war arbeiten. Dafür öffnete sich die Badezimmertür und ein völlig irritierter Mitbewohner David starrte mich an, seine Zahnbürste noch im Mund. Ich riss ihn trotzdem in eine Umarmung und verkündete ihm die Botschaft. Und er so:

batman augen

„Hast du die Nummer auch richtig gelesen?“ fragte er verdattert. Denn es ist wahr, Leute – meine geschätzten Mitbewohner trauen mir null zu 😀

Sie hatten das gesamte Massaker ja mitgekriegt. Meine, sagen wir, etwas unkonventionelle Art, mit Stress und Arbeit umzugehen, erweckte bei ihnen offensichtlich den Eindruck, dass meine Examensarbeit ein Megafail wird. Sowieso hab ich ja schon mehrmals das Gefühl gehabt, von beiden für ein bisschen blöd gehalten zu werden. Deshalb war der Highfive, den ich nach Abgabe bekam, auch irgendwie bitter.

Mitbewohner Dave: „Super, dass du das noch geschafft hast.“
Ich: „Hättste nicht gedacht, ne?“
Mitbewohner Dave: „Ganz ehrlich? Nein.“

bitch please

Nach der Abgabe folgten mehrere Wochen Panik und elendes Warten. Irgendwie machte der Umstand, dass der Wisch, der mir die fristgerechte Einreichung bestätigt hatte, offiziell verkündete, die Korrektur würde nur sechs Wochen dauern, alles sogar noch schlimmer!

Dann bekam eine Freundin von mir ihre Note sogar schon nach knapp fünf Wochen. Es war leider nur eine 3,7. Ganz bitter. Wobei ich ihr Thema unglaublich unspannend fand und ich nicht verstehen konnte, weshalb sie das überhaupt gewählt hat.
Sie hatte aber auch in Geschichte geschrieben, weswegen mich diese Nachricht komplett fertig machte. Zwar bei einem anderen Dozent, aber trotzdem… in dem Moment begann ich mich selbst dafür zu hassen, diesen Prüfer gewählt zu haben. Einen Dozenten, der Seminare anbietet, an denen man früher nur bei besonders guter Leistung teilnehmen durfte, während inzwischen nach der Bologna-Reform natürlich jeder reinkommt. Ich muss doch komplett verrückt gewesen sein, dachte ich.

Ich konnte mich selbst überhaupt nicht einschätzen. Aber wie gesagt, die Mitbewohner waren sich meines Misserfolges sicher. Deshalb meinte Mitbewohner Dave einige Wochen nach Abgabe aus heiterem Himmel vergnügt, er würde mir einen Kasten Bier zu kaufen, wenn ich mindestens ne 2 hätte.

Ich: „Aber ich trink doch überhaupt nicht gerne Bier.“
Mitbewohner Dave: „Okay, was dann?“
Ich: „Hm, ne Flasche Rum?“
Mitbewohner Dave: „Pfft, total billig. Dein Ernst?“
An dieser Stelle merkte ich, dass er sich seines Wettsieges SEHR sicher war, also erhöhte ich den Einsatz gnadenlos: „Okay, ne Flasche Glenfiddich dann.“
Mitbewohner Dave: „Hehe, alles klar.“
Ich: „Aber wie meinst du das genau, was besseres als ne 2… meinst du von 1,0 bis 2,0 oder alles unter 3,0?“

Dave antwortete nicht. Er lachte. Mitbewohner David lachte auch. Und Daves Freundin.

An dieser Stelle merkte ich, dass sie allein die Vorstellung, ich könnte etwas besseres als ne 3,0 kriegen, für absolut lächerlich hielten.

rudy sarkastisch2

Mitbewohner Dave bekam dann auch seine Note. Ne 1,7. Super, würden manche sagen. Aber auch wenn er sich dazu nicht äußerte, merkte man deutlich, dass er innerlich kochte. Ich habe noch nie einen Menschen erlebt, der so unglaublich viel für die Uni arbeitet. Dementsprechend erfolgsverwöhnt ist er auch. Und nur deswegen wird ihn meine Note sowas von ärgern. Er hat so viel länger daran gearbeitet als ich und ist nun nur unwesentlich besser. Tja. Keks?

Vielleicht, weil er selbst von sich mehr erwartet hätte, meinte er nachdem er von seiner Note erfahren hatte zu mir, dass meine Arbeit ja allein schon wegen den ganzen Tippfehlern unmöglich etwas besseres als ne 3 sein könnte. Ich hielt das für Quatsch. Ich hab ja nicht in Germanistik geschrieben, wo jeder noch so kleine Fehler dem Prüfer einen halben Herzinfarkt beschert hätte. Zwar wird in jedem Fach die Rechtschreibung und die äußere Form mitbewertet, aber vermutlich nur in Form von Punkten. Macht man zu viele Fehler, kriegt man halt keine Punkte dafür und geht… keine Ahnung, vielleicht 0,3 Notenpunkte nach unten? Viel mehr schätze ich nicht.

Jedenfalls saß ich deswegen seit zwei Wochen auf glühenden Kohlen und wartete ständig auf ein Ergebnis. Die Uniseite zu checken war jeden Tag das erste, was ich morgens tat, wenn ich aus dem Bett kroch. Problem dabei war, dass ich meine Matrikelnummer nicht auswendig kann. Das führte letzte Woche oder so zu einem völligen Kollaps. Für ein paar Sekunden habe ich doch tatsächlich geglaubt, ich hätte mit einer 4,3 die bisher schlechteste Note von allen abgeliefert. Wie scheiße wäre das bitte gewesen?! Ich wusste nicht mal, dass das überhaupt möglich ist. Ich dachte, alles über 4,0 wäre automatisch durchgefallen. Natürlich war ich nach diesem Schock hellwach mit einem Puls von 180!!
Am selben Tag später der nächste Schock: Dieses Mal stimmten sogar die ersten drei Zahlen mit meiner Matrikelnummer überein. Eine 1,7!!! Das wäre natürlich ein Traum gewesen. Aber auch dieser Schock ging vorüber und ich musste weiter warten.

Die Analyse meiner Reaktionen hatte mir allerdings gezeigt, dass ich eine gute Note für wahrscheinlicher hielt als eine schlechte. Auch wenn ich mir das selbst irgendwie nicht eingestehen wollte. Verdammte Sozialisation, die jeden Anflug von Stolz mit einem herrischen „Sei nicht so arrogant!“ im Keim erstickt hatte!

Ab Donnerstag war ich dann auf einem Festival (Bericht folgt irgendwann). Freitags wollte ich meine Note checken, aber niemand hatte Internet, also rief ich Mitbewohner David an.
„Willst du das wirklich jetzt wissen? Willst du nicht lieber das Wochenende genießen?“

you suck telefon

Er schaffte es jedenfalls nicht, sich mit meinen Daten einzuloggen, also hatte sich das auch erledigt.

Gestern waren dann schon ganz genau SIEBEN WOCHEN rum und immer noch nichts. Ich fing an, am gesamten Unibetrieb zu zweifeln. Aber heute dann… naja, ich erwähnte es bereits 😀 😀 😀

Jetzt die Frage: Bin ich mit der Note zufrieden? Kurze Antwort: JA. Lange Antwort: Ja, ABER…

Eine 2,0 ist ne 2 plus. Mitbewohner David fand das nicht.
„Ne 2,0 ist ne glatte 2.“
Ich: „Stimmt nicht! Kuck doch, ne 1,0 ist ne 1 plus, ne 1,3 ist ne 1 und ne 1,7 ne 1 minus, demnach ist eine 2,0 ne 2 plus!“
Ich weiß nicht, ob ich ihn überzeugt hat oder ob ihm die Diskussion zu anstrengend geworden ist. Egal. Jedenfalls finde ich ne 2 plus gut, auch wenn es Zeiten in meinem Leben gegeben hat, in denen jede 2 plus mit einem „Was war denn da los?“ seitens meiner Eltern quittiert worden ist. Legen wir jetzt zugrunde, in welcher Zeit ich vor allem den Schluss zusammen gestoppelt habe, kann ich mich echt sowas von gar nicht beschweren. Aber trotzdem – einen Abzug wegen ein paar blöden Tipp- und Grammatikfehlern habe ich auf jeden Fall bekommen… und das wäre definitiv vermeidbar gewesen. Das nagt jetzt irgendwie schon an mir. Andererseits, ICH weiß ja, dass die Note dann eigentlich hätte besser sein müssen und das ist alles was zählt, oder? Ich meine, wen interessiert schon das blöde Kultusministerium, das mir später eine Stelle auf Grundlage meiner Abschlussnote zuweisen wird?

Ja, liebe Kinder, so fällt jede kurzzeitige Euphorie irgendwie doch ziemlich schnell in sich zusammen, wenn man zum illusteren Kreis depressiver Menschen gehört 🙂

dr. cox

Jedenfalls wird heute Abend gesoffen. Immerhin bin ich ja schon seit Sonntag wieder vom Festival zuhause und seitdem nüchtern 😀

Damit bleibt nur zu sagen: Danke an alle Internetmenschen, die mich die letzten Monate motiviert haben und versuchten, mich aufzubauen, die mit mir mitgelitten und sich für mich gefreut haben und mir in einem Fall auch richtig tatkräftig halfen. Ihr seid so toll, Leute ❤

PS:
Ich: "Ne 2,0!!! 2,0!!! Und ich hab die letzten 19 Seiten in der Nacht davor geschrieben!!! Ich bin genial!!! Ich MUSS genial sein!!!"
Mitbewohner David: "19 Seiten, das ist praktisch die ganze Hausarbeit, die ich seit einem Monat nicht fertig kriege…"
Ich: "Ich helf dir! Das schaffst du in einer Nacht! Ich peitsch dich da durch!"
Mitbewohner David: "Mmh, das würde mir ja schon gefallen."

Hach ❤

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